
- 204 Seiten
- German
- PDF
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Über dieses Buch
Moralische Vorwürfe verletzen oder verärgern, vor allem wenn sie einen unvermutet und aus dem Hinterhalt treffen. Plötzlich gilt man als Rassist, Sexist oder gar als elitär. Die Daumen werden nach unten gekehrt und die Menge schreit "Buh". In den Chor einzustimmen verspricht den Teilnehmenden Statusgewinn, denn wer andere verurteilt, reiht sich damit sofort unter die Guten ein. Aber dieses Gutsein ist perfide. Die unbeirrbar auftretende Moral erweist sich bei näherer Betrachtung oftmals als boshaft. Sie macht Mehrdeutiges eindeutig und erzeugt so, was sie anprangert. Sie vermeidet Begründungen, belohnt das Ducken und vertraut auf die blanke Macht der Entrüsteten. Inhaltlich lässt sie sich nicht verallgemeinern, denn sie mutet Menschen zu, Verhaltensmaßstäben zu genügen, denen sie nicht genügen müssen. Die Bosheit dieser Moral gilt es zu begreifen und das Recht von ihrem Einfluss freizuhalten.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Vorrede
- Inhalt
- Einleitung
- «Alle Chef_innen sind Arschlöcher»: Versuch über das Gendern
- Die Moral unserer Zeit
- Sein als Beleidigtsein: Eine ontologische Vermutung
- Erziehung durch Recht
- Tönender Rassismus
- Sein als Opfersein
- Moral als Bosheit
- Das Vergessen der sozialen Frage
- Sachregister