
- 144 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub
Über dieses Buch
Für Wildbienen und Hummeln werden unsere Gärten ein immer wichtigerer Zufluchtsort und Nahrungsquell. In diesem Buch erfahren Sie, wie Sie es den nützlichen Fluggästen in Ihrem Garten noch gemütlicher machen können. Kommen Sie mit auf Entdeckungsreise durch den Garten und lernen Sie die häufigsten Wildbienen und Hummeln persönlich kennen. Erfahren Sie, welche Pflanzen Maskenbiene, Gehörnte Mauerbiene, Baumhummel und Co. am liebsten mögen und wie Sie diese in Ihren Garten integrieren. Mit ausführlichen Bienen-, Hummel- und Pflanzenporträts, vielen Tipps für die bienenfreundliche Gartengestaltung und einem Flugzeitenkalender steht einem emsigen Summen und Brummen in Ihrem Garten nichts mehr im Wege.
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Information
Verlag
Verlag Eugen UlmerJahr
2021ISBN drucken
9783818609481eBook-ISBN:
9783818610692
Solitäre Wildbienen
> fürsorgliche Einzelkämpfer

Fast alle der hier vorgestellten Bienenpersönlichkeiten leben in meinem Reihenhausgarten. Sie mögen keine ausgesprochenen Raritäten sein, lassen sich aber gut erkennen und beobachten – und können leicht zur Einstiegsdroge in die faszinierende Wildbienenwelt werden.
Zweifarbige Sandbiene
Andrena bicolor

Diese relativ kleine Sandbiene ist nicht wählerisch, was ihren Blütenbesuch angeht, doch fällt die erste Generation am Blaustern besonders gut auf, wo ihr schöner roter Pelz gut zu den blauen Blüten kontrastiert. Bald sind dann auch die Haarbüschel an den Hinterschienen nicht mehr rötlichbraun, sondern vom Pollen blau gefärbt – Andrena tricolor, die Dreifarbige Sandbiene, wäre jetzt ein passenderer Name. Das Nest wird an nicht ganz so dicht bewachsenen Stellen in den Boden gegraben, die Weibchen nisten stets allein.
Lieblingspflanzen:
– Blaustern (Scilla siberica)
– Glockenblumen (Campanula spec.)
– Wiesen-Löwenzahn (Taraxacum officinale)
– Gewöhnliches Lungenkraut (Pulmonaria spec.)
– Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)
– Schlehe (Prunus spinosa)
– Purpur-Weide (Salix purpurea)
– Sal-Weide (Salix caprea)
Förderung:
Unter kleinbleibenden Weiden und einer veredelten, ausläuferfreien Schlehe können Sie den Blaustern verwildern lassen, zusammen mit Lungenkraut und Scharbockskraut. Danach schwenkt die Biene gern um auf ein sonniges Glockenblumenbeet. Dazu noch ein Rasen, der nicht allzu gemästet wurde und so nicht mehr ganz dicht ist, und die hübsche Sandbiene findet auch Stellen zum Nestbau.
STECKBRIEF
• 9–11 mm lang
• Flugzeit in zwei Generationen von April bis Mai und von Juli bis August
• Weibchen mit rotbraunem Thorax, Kopf schwarz behaart
• Hinterleib mit braunen Streifen
• Hinterbeine der Weibchen rötlich behaart
• Männchen schütterer behaart mit schwarzem Kopf
• der Pollen wird an den Hinterschienen gesammelt
Sibirischer Blaustern
Scilla siberica

So klein diese Zwiebelblume auch ist, wenn man eine Weile vor ihr in die Hocke geht, wird man sehen, dass die nickenden Blüten für viele Bienen und manchmal auch Tagfalter das Allergrößte sind. Nicht nur Honigbienen sammeln den blauen Pollen, sondern auch die Zweifarbige Sandbiene und die Gehörnte Mauerbiene. Mit der Zeit bilden Blausterne durch Versamung große Bestände, sodass sich der Anflug für die Bienen auch lohnt. Besonders gut wachsen die Pflanzen unter Laubbäumen, wo es im Frühjahr noch sonnig ist, sogar unter alten Buchen gedeihen sie tapfer. Rasenflächen, die nicht übermäßig gedüngt sind und ihnen das Wachstum nicht erschweren, erobern sie schnell, allerdings muss man dann mit dem Mähen warten, bis sich die Pflanzen ausgesamt haben.
Mein Tipp: Schöne bunte Bilder ergeben sich zusammen mit dem Gefingerten Lerchensporn (Corydalis solida), der weiß oder rosa blüht. Und wenn der Rasenmäher schon Pause hat vor lauter Zwiebelpflanzen, kann man gleich auch noch Krokusse mit dazu setzen, die vor den Blausternen blühen.
Sorten:
– ‘Alba’: Weiße Blüten.
– ‘Spring Beauty’: Mit 20 cm Höhe imposanter als die Art.
STECKBRIEF
• Höhe und Breite etwa 10 cm, mit der Zeit bodendeckend
• blaue Blüten mit dunklerem Mittelstreifen im März oder April
• mag Sonne bis lichten Schatten
• für einen durchlässigen humosen Boden
• die Zwiebeln können von September bis November gepflanzt werden
• sät sich selbst aus, daher nicht vorzeitig abschneiden
Rotpelzige Sandbiene
Andrena fulva

Die Rotpelzige Sa...
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Auf Tuchfühlung mit den Bienen
- Inhalt
- Ein Garten für Bienen
- Wildbienen – fürsorgliche Einzelkämpfer
- Hummeln – staatenbildende Pelztiere
- Hotspot-Pflanzen – hier brummt der Garten
- Füllpflanzen – eine geht noch
- Service
- Impressum
- So summt der Garten
- … und was ist mit uns?