
- 224 Seiten
- German
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eBook - ePub
Über dieses Buch
Möchten Sie Ihren Garten so gestalten, dass er im tiefsten Winter attraktiv und farbenfroh ist? Über die einfache Wirkung von Raureif und Schnee hinaus wird Ihnen in diesem Buch gezeigt, wie Bäume mit auffälliger Rinde, Sträucher mit lebhaft gefärbten Trieben, immergrüne sowie winterblühende Pflanzen mit großer Sorgfalt gestalterisch eingesetzt werden können. Cédric Pollet führt Sie in 20 außergewöhnliche Gärten in Frankreich und England und zeigt Hunderte von Gestaltungen und mehr als 300 Arten und Sorten, die den Garten im Winter verschönern können. Ideen, die Sie dazu verführen, den Winter-Garten "bunt zu malen" und die so oft vernachlässigte Saison neu zu erfinden.
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Information
ISBN drucken
9783818601072
GÄRTEN IM WINTER
DIE PALETTE DER PFLANZEN
DEKORATIVE BAUMRINDEN
Linear und als Strukturbildner bieten Stämme und Rinde eine reiche Vielfalt an lebendigen und strahlenden Farben. Sie sind die Hauptelemente der winterlichen Gartengestaltung, doch sollte man genau wissen, was ihre Färbung bedingt, um sie gezielt einzusetzen. Hier also die Arten, an denen kein Weg vorbeiführt, sowie einige selten verwendete, andere Arten von ebenso spektakulärer Wirkung.

JARDIN DU BOIS MARQUIS, FRANKREICH.
GENETIK
Die Merkmale einer wegen ihrer dekorativen Rinde ausgewählten Art sind genetisch bedingt. Genetische Mischung bringt hübsche Überraschungen hervor und liefert den Gärtnern zuweilen erwünschte Nuancen.

STONE LANE GARDENS, ENGLAND.
In diesem Birkenwäldchen sind die fleisch- oder lachsfarbenen Stämme von Betula albosinensis durch natürliche Hybridisierung entstanden. Alle Samen stammen aus einer Wildsammlung in Kaolan in der nordwest-chinesischen Provinz Gansu. Trotz desselben Ursprungsorts ist die genetische Variabilität bedeutend und einige Sämlinge besitzen stärker gefärbte Rinden.
Aufgrund dieses Unterschieds konnte man zwei Sorten herauszüchten: die Birken mit dem Handelsnamen ‘China Rose’ in leuchtendem Rosa mit einem orangeroten Schimmer und ‘Pink Champagne’ in blasserem Rosé.

Es ist wichtig, den Klon auszuwählen, der die gewünschte Farbe am besten zeigt. Wählen Sie eine für die schöne Rinde berühmte Art aus und informieren Sie sich gut über die Herkunft Ihres Exemplars. Bei Prunus rufa ist beispielsweise der Klon von Hillier dunkler gefärbt als die aus Cambridge. Acer griseum vermehrt sich nur durch Samen. Je nach Herkunft der Mutterbäume weisen die Stämme unterschiedliche Formen der Borkenablösung und verschiedene Farben auf, die das Spektrum von Ocker [1a] über Rot [1b] bis fast Schwarz [1c] umspannen.
UMWELT
Der Genotyp ist nicht allein für den Phänotyp verantwortlich. Auch die Lebensbedingungen beeinflussen in starkem Maße die Färbung der Rinde. Klima, Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und auch der Boden liefern die Kriterien, die zu beachten sind.

NATIONALPARK MOUNT FIELD, TASMANIEN.
Damit man die regenbogenfarbene Rinde dieses Eucalyptus coccifera zu Gesicht bekommt, müssen alle Umweltbedingungen passen; der Boden auf den tasmanischen Hochebenen, die Höhenlage, die spürbar kalte Temperatur, Nebel, der die Luft feucht hält, der Zeitpunkt der Borkenablösung bei diesen farbenreichen Stämmen. Es ist unnötig zu erwähnen, dass man diese Bedingungen selten erlebt und dieser grandiose, aber vergängliche Anblick daher ein Glücksfall ist.

Diese Birke [2a] ist die Mutterpflanze aller durch Veredelung entstandenen Betula albosinensis Blason® ‘Minrouge’. Sie wächst im Garten Bois Marquis in Vernioz bei Lyon, während einer ihrer ersten Klone [2b] im Garten von Launay an der Küste bei Dieppe in Varengeville-sur-Mer gedeiht. Klima, Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Boden unterscheiden sich hier deutlich, wodurch der Klon eine stärker gefärbte Rinde als das Mutter-Exemplar aufweist.
ALTER
Betula, Prunus oder auch Acer zeigen schon als junge Bäume eine attraktive und charakteristische Rinde. Doch bei manchen Stämmen muss man Geduld haben, bis sich die schönen Farben der Schuppenborke zeigen.
Ein Baum unterliegt während des Dickenwachstums immensen Kräften. Anfangs noch fein und glatt, reißt die Rinde immer mehr ein, sie verfärbt sich, bildet tiefe Furchen, wird zu Borke oder Kork oder blättert in Schuppen ab. Die glänzende, meist rötliche Rinde des jungen Paternosterbaums Melia azedarach [1a] ist von zahlreichen Lentizellen überzogen. Dutzende Jahre später entwickeln sich daraus tiefe Furchen [1b]. Bei einem Exemplar von Acer palmatum ‘Arakawa’ kann man den Prozess der Borkenbildung leicht erkennen. Der junge grüne Ast [2a...
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Inhalt
- Einleitung
- VIER ANLAGEN, DIE DAS HERZ HÖHER SCHLAGEN LASSEN
- DIE QUELLEN DER INSPIRATION
- DIE PALETTE DER PFLANZEN
- Baumschulen und Gärten
- Gärten: Zur Illustration dieses Buches
- Dank
- Impressum