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Selbstmanagement statt Burnout
Optimale Methoden für Landwirtinnen und Landwirte
- 128 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub
Über dieses Buch
Der Berufsalltag in der Landwirtschaft ist abwechslungsreich und anstrengend. Lernen Sie einen gesunden Umgang mit stressigen Situationen. Wo liegt Ihre Belastungsgrenze? Finden Sie heraus, wie Sie Ihre Ziele hoch aber realistisch stecken. Entwickeln Sie eine Strategie für Ihr persönliches Selbstmanagement.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Teil 1: Stress und Burnout verstehen und erkennen
Das Lebensbalance-Modell
Das Lebensbalance-Modell wurde von dem Arzt und Begründer der Positiven Psychotherapie Nossrath Peseschkian (1933–2010) entwickelt. Es berücksichtigt u. a. Gedankengut der so genannten Salutogenese. Das Wort „Salutogenese“ setzt sich aus dem lateinischen salus für Gesundheit und Wohlbefinden sowie dem griechischen genesis für Geburt, Ursprung und Entstehung zusammen. Salutogenese beschäftigt sich demnach mit der Frage, wie Gesundheit entsteht.
„En balance“ zu sein ist eine Lebensaufgabe. Seien Sie geduldig mit sich selbst!
Der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky (1923–1994) prägte den Begriff der Salutogenese in den 1970er Jahren. Er verstand Salutogenese als komplementär zur Pathogenese, die zum Inhalt hat, warum Menschen krank werden bzw. wie Krankheit verhindert oder in Gesundheit umgewandelt werden kann.
Das Lebensbalance-Modell macht deutlich, dass wir dann zufrieden und langfristig belastbar sind, wenn die folgenden vier Bereiche „gut ausbalanciert“ sind:
1. Arbeit und Leistung
- ein für uns persönlich stimmiger Beruf
- interessante Tätigkeiten und Aufgaben
- Erfolg (Ansehen, Anerkennung und Geld, Absicherung, Wohlstand, Vermögen)
- eine persönliche Karriere, die uns zufrieden macht
2. Beziehungen und Kontakte
- unsere Familie (Herkunftsfamilie/eigene Familie)
- Freunde, Bekannte, Nachbarn, Vereinskollegen usw.
- alle Menschen, denen wir Freude und Zuwendung schenken – oder von denen wir Freude und Zuwendung erhalten
3. Körper und Gesundheit
- alle Themen rund um körperliche und geistige Fitness
- Ernährung und Lebenserwartung
- Entspannung und Erholung
- Sport und Fitness
4. Sinn- und Zukunftsfragen
- alle Fragen rund um die eigene Perspektive
- persönliche Ziele und Werte
- Was ist mir wirklich wichtig? Was liegt mir am Herzen?
- Fragen nach dem Sinn des Lebens
- Fragen nach Selbstverwirklichung, persönlicher Weiterentwicklung, Religion, Philosophie, Erfüllung, Liebe, Beruf als Berufung usw.
Was für Sie „gut ausbalanciert“ heißt, hängt von Ihrer Persönlichkeit, Ihrer individuellen Lebenssituation, Ihren Wertvorstellungen und auch von Ihrem Alter ab. Stehen Sie beispielsweise am Anfang Ihres Arbeitslebens, werden Sie vermutlich dem Bereich Arbeit und Leistung größere Bedeutung zumessen, als dies vielleicht eine junge Mutter oder ein Rentner im Ruhestand tun würde. Ziel des Lebensbalance-Modells ist es also nicht, die persönliche Zeit und Energie exakt zu gleichen Teilen auf die vier Bereiche zu verteilen – sondern die Gewichtung den eigenen langfristigen Zielen und der individuellen Lebensplanung anzupassen.
Viele Menschen sind nicht wirklich zufrieden, obwohl sie beruflich erfolgreich sind. Oder sie sind unzufrieden, weil sie sich noch nicht erfolgreich genug fühlen. Andere Menschen wiederum sind im Großen und Ganzen so weit zufrieden mit ihrem Leben – haben aber das Gefühl, „dass da noch was fehlt …“ Wiederum andere verspüren ganz konkret den Wunsch nach mehr Zeit fürs Privatleben, für Sport oder Freunde und Familie. Aus dieser Disbalance entsteht nicht nur Unzufriedenheit. Langfristig sinken dadurch auch die persönliche Belastbarkeit, Motivation und Effizienz – und der Stresspegel steigt.
Daher ist es wichtig, sich seiner Werte bewusst zu werden, und sich diese immer wieder vor Augen zu führen. Denn das Angebot unterschiedlicher Werte, die für unser Leben richtungweisend sein können, ist groß.
Ein großes Angebot an Werten
Gesundheit, glückliches Familienleben, Wohlbefinden, soziales Engagement, Sinnvolles tun, Überzeugungen, Abenteuer, Abwechslung, Anerkennung, Ästhetik, Authentizität, Ausgeglichenheit, Autorität, Image, Begeisterung, Berühmtheit, Bewegung, Charisma, Dabeisein, Distanz, Disziplin, Effektivität, Ehrlichkeit, Eigen-Verantwortung, Einfluss, Macht, Entschlossenheit, Entwicklung, Fairness, Ethik, beruflicher Erfolg, Fleiß, Flexibilität, Freiheit, Freundschaften, Geborgenheit, Genügsamkeit, Gemeinschaft, Genuss, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Harmonie, Herausforderung, Hingabe, Hilfsbereitschaft, Humor, Individualität, Intuition, Spiritualität, Karriere, Kompetenz, Kontrolle, Kooperation, Kultiviertheit, Niveau, Kunst, Lebensfreude, Lebenskraft, Liebe, Loyalität, Mitgefühl, Mut, Natur, Neugierde, Objektivität, Optimismus, Ordnung, Partnerschaft, persönliche Entwicklung, Persönlichkeit, Politik, Pünktlichkeit, Reichtum, Religion, Respekt, Romantik, Ruhe, Schönheit, Selbstachtung, Selbstbewusstsein, Selbstverwirklichung, Sicherheit, Sinnsuche, Solidarität, Spannung, Sparsamkeit, Spaß, Spontaneität, Sport, Stärke, Status, Toleranz, Unabhängigkeit, Vertrauen, Vielfalt, Wettbewerb, Weisheit, Wohlstand, Zärtlichkeit, Zeitfreiheit, Zielbewusstsein, Zufriedenheit, Zurückgezogenheit, Zuverlässigkeit, Offenheit, schönes Zuhause, gute/r Mutter/Vater sein, Seelenfrieden, Politik, intellektuelles Wachstum, Wissen, Glaubwürdigkeit, finanzielle Freiheit, Kindererziehung, ethisches Handeln, ökologische Lebensweise…
Fragen zur Selbstreflexion
Welche fünf Werte sind Ihnen am wichtigsten?
Ihre Antwort:
Stress – Versuch einer Definition
„Stress ist unser ständiger Begleiter, so lange wir leben. Er sitzt mit uns am Tisch, er geht mit uns schlafen. Manchmal geht uns seine Anhänglichkeit auf die Nerven; dennoch verdanken wir ihm jeden persönlichen Fortschritt und erreichen durch ihn immer höhere Stufen geistiger und körperlicher Weiterentwicklung. Er ist die Würze des Lebens.“
Prof. Dr. Hans Selye (1907–1982)
Stress ist ein Spannungszustand, der entsteht, wenn wir uns einer neuen oder schwierigen Situation gegenübersehen und glauben, die Situation nicht bewältigen zu können – oder wenn etwas Unerwartetes passiert, das uns „aus der Bahn wirft“. Stress entsteht dann, wenn wir das Gefühl haben, ein Ereignis nicht kontrollieren zu können und es als Bedrohung wahrnehmen – oder in den Worten von Hans Selye: „Entscheidend ist nicht, was mit jemandem geschieht, sondern wie er es aufnimmt.“
Stress ist eine Reaktion des gesamten Organismus und wird durch eine Vielzahl an Faktoren beeinflusst, u. a. durch die aktuelle Belastbarkeit eines Menschen, durch seine individuellen Erfahrungen und Motive sowie durch seine persönlichkeitsspezifischen Denk- und Verhaltensmuster in Bezug auf Stressoren.
Als Stressoren (auch: Stressfaktoren) werden alle inneren und äußeren Reize bezeichnet, die Stress verursachen und dadurch das betroffene Individuum zu einer Reaktion der aktiven Anpassung veranlassen. Der Organismus interpretiert die auf ihn einwirkenden Reize und ihre Auswirkungen für die jeweilige Situation und bewertet sie entweder positiv oder negativ. Stress gilt als eine der häufigsten Krankheiten der Gegenwart.
Viele Menschen kennen aus eigener Erfahrung Situationen, in denen sie sich betrieblich oder privat überfordert fühlen und sie sich gereizt, hektisch oder nervös verhalten. Das Gleichgewicht zwischen An- und Entspannung, Aktivität und Ruhe, Stress und Erholung ist gestört und entspricht nicht mehr dem naturgegebenen Harmonieprinzip. Aus der Natur kennen Sie auch die vier Jahreszeiten, die Ruhephasen vorgesehen haben – im eigenen Leben kommen diese oft zu kurz.
Das naturgegebene Harmonieprinzip
In der Natur begegnen uns viele rätselhafte Strukturen. Ebenmäßig...
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Haupttitel
- Inhaltsverzeichnis
- Über die Autorin
- Vorwort
- Einführung: Die Geschichte von Landwirt Hannes
- Teil 1: Stress und Burnout verstehen und erkennen
- Teil 2: Achtsamkeit und Selbstmanagement lernen und leben
- Impressum