Zum Tode verurteilte NS-Kriegsverbrecher und ihre GNADENGESUCHE im Wortlaut. Die Gnadengesuche der Gnadenlosen: Nach Verkündung ihrer Todesurteile reichten zahlreiche NS-Kriegsverbrecher eines ein und hofften so, dem Strang doch noch entgehen zu können. Eigenhändig verfasst, oder von Familienmitgliedern oder ihren Verteidigern formuliert und eingereicht - manche sind im Wortlaut bereits dokumentiert, viele bislang noch in den Archiven in Vergessenheit geraten oder verschollen. Im Rahmen dieser Dokumentation erfolgt die systematische, und noch lange nicht abgeschlossene Recherche nach diesen Dokumenten. Band 1 startet mit einer Reihe von ausgewählten Gnadengesuchen der bekanntesten NS-Kriegsverbrecher. Erfahren Sie außerdem alles über die Spurensuche nach den verschollenen Gnadengesuchen aus dem ersten Bergen-Belsen-Prozess von 1945, und lesen Sie die vor Gericht vorgetragenen Milderungsgründe im Wortlaut für die zum Tode verurteilte "Belsen-Gang."

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Zum Tode verurteilte NS-Kriegsverbrecher und ihre Gnadengesuche im Wortlaut
Dokumentation - Band 1
- 120 Seiten
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Zum Tode verurteilte NS-Kriegsverbrecher und ihre Gnadengesuche im Wortlaut
Dokumentation - Band 1
Über dieses Buch
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Information
Quellenangaben:
1) SWR2 WISSEN: ARCHIVRADIO-GESPRÄCH. Adolf Eichmann in Jerusalem -
Der Massenmörder vor Gericht. STAND 11.12.2021, 11:08 UHR
1.1) Claude Lanzmann: Der letzte der Ungerechten. DOR Film / Le Pacte, Rom, Paris, Wien 2013, ISBN 978-2-07-010670-7 (Originaltitel: Le Dernier des injustes. Minute 52:50—55:30): „Ich habe Eichmann gesehen am zehnten November (1938). Er ist in mein Büro eingebrochen mit dem Revolver in der Hand. (...) Im Tempel Seitenstettengasse, wo ich eine Truppe vorfand, die mit einem Eifer dabei war, alles zu zerstören. (...) Und kommandiert das Ganze hat gerade Herr Eichmann. Er war dort. (...) Damals hat er zerhaut die Einrichtungsgegenstände im Tempel, Eichmann selbst.“
1.2) Christian Faludi: Die ,,Juni-Aktion“ 1938. Eine Dokumentation zur Radikalisierung der Judenverfolgung. Campus, Frankfurt am Main/New York 2013, Seite 35-45.
1.3) Vgl. Eidesstattliche Erklärung vom 31. Mai 1948 in Nürnberg. In: IfZ, Eich. 985
1.4) Landgericht Frankfurt am Main Ks 1/63, S. 71, zitiert nach: Kerstin Freudiger: Die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen. Tübingen 2002, Seite 100.
1.5) Vgl. BRAHAM, Randolph L., The Destruction of Hungarian Jewry (September 1940 - April 1945). A Documentary Account, New York 1963, Seite 443.
1.6) Das 785seitige Transkript befindet sich hier: https://fragdenstaat.de/dokumente/7747-sassen/?page=1 (Abgerufen am 14.03.2022).
1.7) Siehe auch, Bettina Stangneth: Nein, das habe ich nicht gesagt. Eine kurze Geschichte der Argentinien-Papiere. In: Einsicht: Bulletin des Fritz Bauer-Instituts. Nr. 5. Wochenschau-Verlag, 2011, ISSN 1868-4211, Seite 18 (Digitalisat (abgerufen am 21. April 2011)).
1.8) Film-Mitschnitt von Leo Hurwitz (1961) aus dem Gerichtssaal in: Eyal Sivan: Un spécialiste. Portrait d‘un criminel moderne. (1999), Blaqout / Univers Ciné / CNC, dort ab 1:22:25
1.9) Zitiert nach Michael Blume: Verschwörungsmythen. Woher sie kommen, was sie anrichten, wie wir ihnen begegnen können. Patmos, Ostfildern 2020, Seite 79.
2) „Das 1939 als Lagergefängnis des Konzentrationslagers errichtete und weitgehend original erhaltene zweistöckige Gebäude umfasste einen Zellentrakt mit 78 Zellen.... Bis zum April 1945 verbüßten Häftlinge aus dem Frauen- und dem Männerlager Ravensbrück sowie aus dem „Jugendschutzlager Uckermark“ im Zellenbau Arreststrafen, an Häftlingen des Frauenlagers wurde hier die Prügelstrafe vollzogen. Seit Februar 1944 diente der Bau auch zur Unterbringung von Untersuchungshäftlingen einer Gestapo-Sonderkommission des Reichssicherheitshauptamtes, die dort Mitglieder verschiedener Widerstandskreise ... inhaftierte.“ https://www.ravensbrueck-sbg.de/ausstellungen/dauerausstellungen/ravensbrueck-der-zellenbau-ausstellung-und-untergeschoss-wieder-zugaenglich/ (Abgerufen am 07.03.2022).
3) Monika Müller: Die Oberaufseherin Maria Mandl. In: Simone Erpel (Hrsg.):
Im Gefolge der SS: Aufseherinnen des Frauen-KZ Ravensbrück. Begleitband zur Ausstellung. Berlin 2007, Seite 49f.
4) Emst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, Seite 389.
5) Welt Geschichte: „Walküre“ und „Revolver-Anna“ quälten die Frauen im KZ.
https://www.welt.de/geschid1te/zweiter-weltkrieg/article215190768/Frauen-bei-der-SS-Walkuere-und-Revolver-Anna-quaelten-die-Frauen-im-KZ.html (Abgerufen am 07.03.2022).
6) „Film über NS-Massenmörderin im Kino.“
https://salzburg.0rf.at/v2/news/st0ries/2805000/ (Abgerufen am 07.03.2022).
7) Die Recherche nach den Gnadengesuchen der weiteren Verurteilten in den Archiven, sofern sie denn eines schrieben, ist aktuell noch nicht abgeschlossen, Stand Mai 2022.
8) Siehe 4).
9) Siehe 5).
9.1) Richard Glücks (* 22. April 1889; † 10. Mai 1945) war ein Generalleutnant der Waffen-SS und Leiter der Inspektion der Konzentrationslager. Zwei Tage nach Kriegsende beging er Selbstmord mit einer Zyankalikapsel.
9.2) Oswald Ludwig Pohl (* 30. Juni 1892; † 7. Juni 1951) war General der Waffen-SS und Leiter des SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamtes. 1951 wurde er zum Tode verurteilt und hingerichtet
9.3) Karl Franz Gebhardt (* 23. November 1897; † 2. Juni 1948) war Chirurg und Leibarzt von Heinrich Himmler. Er nahm medizinische Experimente an Häftlingen in Ravensbrück und Auschwitz vor und wurde zum Tode verurteilt.
9.4) Carl Clauberg (* 28. September 1898; † 9. August 1957) war ein deutscher Gynäkologe und SS-Arzt, der in Auschwitz medizinische Experimente an Häftlingen und Zwangssterilisationen durchführte.
9.5) Horst Schumann (* 1. Mai 1906; † 5. Mai 1983) war Arzt, der zusammen mit Clauberg in Auschwitz medizinische Experimente an Häftlingen und Zwangssterilisationen durchführte.
10) Johannes Sachslehner: Der Henker: Leben und Taten des SS-Hauptsturmführers Amon Leopold Göth. Styria Verlag Wien 2013, ISBN 978-3-222-13416-6, Seite 15-18.
10.1) Wahrend mehrerer Selektionen im Ghetto Belzec und dem Lager Majdanek, bei denen es auch zu zahlreichen Gräueltaten durch die SS kam, kam es hundertfach zu so genannten „Freikäufen,“ also Bestechungen durch Häftlinge, die durch die Gabe von wertvollen Pelzen oder Edelsteinen ihr Leben retten wollten. Zwar flogen diese Korruptionsfälle auf, eine Ermittlung blieb aber folgenlos für ihn.
11) Eine Filmszene, die einem breiten Publikum sicherlich noch aus der Verfilmung des Kriegsdramas „Oskar Schindler“ aus dem Jahr 1993 bekannt sein dürfte. In den Hauptrollen spielten Liam Neeson als Oskar Schindler, Ben Kingsley als Itzhak Stern und Ralph Fiennes als Amon Göth.
12) Jennifer Teege, Nikola Sellmair: Amon - Mein Großvater hätte mich erschossen. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2013, ISBN 978 3498 064938. Seite 50.
13) Gutman 1995, Seite 810.
14) J. Sachslehner, a.a.O., Seite 93.
http://www.mietek-pemper.de/wiki/Errichtung_und_Liquidierung_d...
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Inhaltsverzeichnis
- Adolf Eichmann, SS-Obersturmbannführer und Leiter des „Eichmannreferates"
- Maria Mandl, „Die Bestie," KZ-Oberaufseherin im SS-Gefolge
- Amon Leopold Göth, „der Schlächter von Plaszow"
- Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher
- Martin Bormann, Leiter der Parter-Kanziei und „Sekretär des Führers"
- Hans Frank, Generalgouverneur im Generalgouvernement Polen
- Wilhelm Frick, Reichsminister des Inneren
- Hermann Göring, Reichsmarschall
- Alfred Jodl, Chef des Wehrmachtführungsstabes im OKW
- Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht
- Joachim von Ribbentrop, Reichsaußenminister
- Alfred Rosenberg, Reichsminister für die besetzten Ostgebiete und Chefideologe
- Fritz Sauckel, Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz
- Arthur Seyß-Inquart, Reichskommissar der Niederlande
- Julius Streicher, Herausgeber der Hetzschrift „Der Stürmer"
- Die verschollenen Gnadengesuche der Verurteilten des ersten Bergen-Belsen-Prozesses. Eine Spurensuche in den Archiven
- Josef Kramer, KZ-Kommandant - „die Bestie von Belsen"
- Dr. Fritz Klein, KZ-Arzt
- Franz Hößler, stellvertretender Lagerkommandant in Bergen-Belsen
- Irma Grese, KZ-Aufseherin - „Die Hyäne von Auschwitz"
- Johanna Bormann, KZ-Aufseherin - „Die Frau mit dem Hund"
- Elisabeth Volkenrath, KZ-Oberaufseherin
- Karl Franzioh, SS-Rottenführer
- Ansgar Pichen, Leiter der Lagerküche B1
- Franz Stärfl, SS-Hauptscharführer
- Wilhelm Dörr, SS-Oberscharführer
- Peter Weingärtner, SS-Hauptscharführer und KZ-Blockführer
- Erich Zoddel, Funktionshäftling und Lagerältester im KZ Bergen-Belsen
- Quellenangaben
- Weitere Informationen
- Impressum
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