Das Gute vorneweg: Erfolg an der Börse ist erlernbar! Jeder möchte doch mehr aus seinem Geld machen, aber das bitte bei möglichst niedrigem Risiko. Eignen Sie sich deshalb mit diesem Buch ein unverzichtbares Basiswissen über die Börse an.Einfach und verständlich werden die wichtigsten Themenfelder von A wie Aktiensplit bis Z wie Zertifikate anschaulich erklärt. Mit diesem Nachschlagewerk navigieren Sie sicher durch den Börsenalltag. Hier finden Sie Antworten unter anderem zu folgenden Fragen: Wie kann ich in Megatrends oder in Tech-Aktien investieren?Welche Kennzahlen helfen beim Aktienkauf?Was sind die Chancen und Risiken von Zertifikaten?Außerdem: Meine Top-5 Trading Strategien für engagierte Privatanleger. Erfahren Sie hier unter anderem: Warum All-Time-Highs ein Geschenk zum Traden sindWie Sie bestimmte Ereignisse an der Börse logisch antizipieren könnenWas es mit den sogenannten gefallenen Engeln an der Börse auf sich hatSpannend für alle, die fit werden möchten für die Börse oder sich bereits heute schon dafür begeistern.

- 140 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - ePub
Über dieses Buch
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Information
Meine Top-5 Trading-Strategien
Zum Abschluss dieses Buches möchte ich Ihnen meine persönlichen Top-5 Trading-Strategien, die sich insbesondere für den Handel mit derivativen Produkten eignen, näher vorstellen. Nicht jede Strategie ist für den täglichen Handel praktikabel. Die All-Time-High Strategie findet nur dann Anwendung, wenn die Indizes tatsächlich neue Höchststände erreichen. Ebenso ist eine Sektor-Rotation an der Börse eher die Ausnahme als die Regel. Dagegen können Sie mit logischem Antizipieren sehr wohl nahezu täglich an der Börse traden. Letzten Endes ist der Mix der Strategien, die Sie verwenden entscheidend für Ihren langfristigen Anlageerfolg. Wer zu viele Strategien verfolgt, läuft meines Erachtens nach Gefahr sich am Ende durch mangelnde Fokussierung zu verzetteln. Vorab noch ein paar grundsätzliche Tipps für das Traden an der Börse:
- Bewahren Sie Geduld! Investieren Sie nur, wenn Sie zu 100 Prozent von einer Chance überzeugt sind und lassen Sie sich nicht von anderen Marktteilnehmern zu sehr beeinflussen. Bereits stark gestiegene Aktien zu kaufen ist selten eine gute Idee. Das Schöne an der Börse ist, dass sich immer wieder neue Chancen auftun.
- Indikatoren und Signale berücksichtigen! Um zu einer fundierten Meinung zu gelangen und Einstiegszeitpunkte bestmöglich zu antizipieren sollten Sie die wichtigsten Marktstimmungs-Indikatoren, wie zum Beispiel den RSI-Indikator stets im Auge haben. Auch Trendlinien aus der Chartanalyse sind wichtige Hilfsmittel für das Trading.
- Vernünftiges Risikomanagement praktizieren! Wer tradet sollte sich vorher Gedanken darüber machen, welche Maximalverluste er bereit ist zu akzeptieren. Entsprechend gilt es dann mit Stopp-Loss Limits zu agieren. So begrenzen Sie von vornherein die Verlustrisiken.
ALL-TIME-HIGHS

Darum geht es:
Diese Marktsituation ist insofern außergewöhnlich, als dass sie nur selten vorkommt. Indizes wie der DAX, der Dow Jones oder der Nasdaq Composite erreichen in der Regel in einem starken Bullenmarkt neue Rekordstände und insbesondere in einer laufenden mit vielen positiven Überraschungen gekennzeichneten Berichtssaison kommt es dann mit schöner Regelmäßigkeit dazu, dass die Indizes neue All-Time-Highs markieren. Was macht diese Situation für Trader so besonders interessant? Vor allem die Tatsache, dass diese Börsenphase oft auch zu kurzfristigen Übertreibungen führt. Abzulesen ist dies dann auch an den Chartbildern der Indizes, die wie eine Fahnenstange nach oben drehen. Zudem ist ebenfalls häufig zu beobachten, dass es zu einer mehrtägigen Gewinnserie kommt, sprich ein Index schließt den achten, neunten oder gar zehnten Tag in Folge mit einem Kursplus.
Zugegeben, diese Konstellation kommt nicht allzu häufig vor, aber genau darin liegt die Chance im Trading: Mehrtägige Gewinnserien einhergehend mit der Markierung von neuen Höchstständen. Zum Traden ist dies eine willkommene Ausgangssituation.
Die Trading-Idee:
Die Indizes werden korrigieren. Auch wenn der Bullenmarkt insgesamt als intakt angesehen wird, ist die Antizipation beim Traden dieser Marktsituation die, dass es zumindest eine technische Korrektur mittelfristig geben wird und muss. Schaut man sich die historischen Charts der wichtigsten Indizes an, stellt man fest, dass nach Zeiten der Übertreibung es immer wieder zu deutlichen Rücksetzern gekommen ist, auch wenn im Anschluss der Korrektur, der übergeordnete Trend des Bullenmarktes wieder für steigende Kurse sorgte.
Das geschilderte Szenario gilt auch umgekehrt im Falle einer Übertreibung nach unten. Auch hier bieten sich für aufmerksame Marktbeobachter gute Trading-Chancen mit entsprechenden Zertifikaten. Um den bestmöglichen Einstiegszeitpunkt zu antizipieren, empfiehlt es sich Trendindikatoren wie den RSI zu beobachten. Dieser signalisiert beispielsweise, wenn ein Index stark überkauft, bzw. überverkauft ist.
DIE ÜBERTRIEBENE SCHLAGZEILE

Darum geht es:
Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Die Börsen in Deutschland und in den USA sind in robuster Verfassung und der Markt bewegt sich in einem übergeordneten bullischen Sentiment. Stellen wir uns weiter vor, wie aus heiterem Himmel läuft eine Meldung über den Ticker, und es kommt schlagartig zu Kurseinbrüchen an den Märkten. Diese Meldung kann politischer oder wirtschaftlicher Natur sein, jedenfalls hat diese Nachricht das Potenzial die Börsen ruckartig tiefrot ins Minus rutschen zu lassen. Die Frage, die man sich nun stellen muss, ist die folgende:
Handelt es sich um eine Nachricht, die eine bestehende Sorge, die die Marktteilnehmer ohnehin schon seit geraumer Zeit beschäftigt, wieder aufgreift oder ist es eine Nachricht mit gänzlich neuem Inhalt? Zugegeben es ist manchmal schwierig, die Tragweite von Schlagzeilen einordnen zu können, aber genau darin liegt die Chance aus Trader-Sicht.
Die Trading-Idee:
Wenn Schlagzeilen die Börse beeinflussen, gilt es haarscharf zu analysieren. Bei einer gänzlich neuen Nachricht lautet meine Empfehlung: Füße stillhalten, denn das negative Wirkungspotential der Nachrichtenlage auf die Aktienkurse ist schwer abschätzbar. Von einem leichten Börsengewitter bis zu einem Crash ist hier alles möglich. Handelt es sich hingegen um eine Follow-Up Nachricht zu einem bereits bekannten Thema, dann wird es spannend. Denn in der Regel wird ein Nachrichten- Update an der Börse nicht mehr als so dramatisch wahrgenommen wie die Erstmeldung über einen neuen Sachverhalt. Aus Trader-Sicht hilft folgende Fragestellung bei der Beurteilung: Ist das eigentliche Thema, auf das sich die jüngste Nachricht bezieht, im Grunde genommen nicht schon vom Markt eingepreist worden? Wenn dem so ist, dann hat eine schlagzeilengetriebene Folgenachricht ähnlich wie eine Politische oft nur kurze Beine an der Börse.
Jüngstes Beispiel war und ist die Corona-Pandemie. Die Erstmeldung über den Ausbruch der Krankheit und die daran anschließenden Lock-downs ließen die Börsen weltweit nach unten rauschen. Sämtliche Folgenachrichten führten zwar immer mal wieder zu teils deutlichen Kursrückgängen, verfügten aber nicht mehr über das Crash-Potential für die Börse wie zu Beginn der Pandemie. Wer hier in der Lage ist, die „nur“ schlagzeilengetriebenen Übertreibungen an der Börse zu erkennen, dem eröffnen sich gute Trading-Chancen.
LOGISCH ANTIZIPIEREN

Darum geht es:
An der Börse kommt es vor allem auf eines an: Vorausschauend denken! Die an der Börse berühmte und auch von mir oft zitierte Erwartungshaltung spielt für die Kursentwicklung von Aktien schlicht und ergreifend eine entscheidende Rolle. Das gute ist, dass manche Entwicklungen durchaus ein Stück weit vorhersehbar sind, insbesondere wenn Sie die Nachrichtenlage aufmerksam beobachten. Erfolg an der Börse ist somit auch immer ein gutes Stück kalkulierbar, vorausgesetzt Sie erkennen die Zeichen der Zeit frühzeitig. Entscheidend für den Umsetzungserfolg ist es, dass Sie wissen, wie sich bestimmte wirtschaftliche oder politische Rahmenbedingungen auf einzelne Branchen und damit Unternehmen, die an der Börse gelistet sind, auswirken. Ich nenne das schlicht und ergreifend logische Antizipation.
Die Trading-Idee:
Ich werde diese Ausgangslogik am Beispiel zweier Trading-Ideen veranschaulichen.
Beispiel Ölmarkt: Es kann lohnend sein an der Börse den Blick nicht nur auf Aktien gerichtet zu haben, sondern auch auf Rohstoffe. Insbesondere dann, wenn sich eine Konstellation wie die folgende ergibt. Im April 2020 zeigte die Börse für ein Fass US-Öl der Sorte WTI einen negativen Preis von minus 40 Dollar an! Im Klartext: Ölhändler mussten andere Marktteilnehmer an der New Yorker Rohstoffbörse Nymex dafür bezahlen, dass sie ihnen das Öl überhaupt noch abnahmen. Wie es zu diesem einmaligen Ereignis in der Geschichte des Ölpreises kam? Einfach gesprochen: Spekulanten hatten sich an der Rohstoffbörse offenbar verzockt. Denn dort wird Öl mit speziellen Finanzpapieren gehandelt, sogenannten Futures. Auf was ich jedoch hinausmöchte ist Folgendes: Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass so ein Zustand nicht von langer Dauer sein kann. Rohstoffe werden nun mal nicht verschenkt, erst recht nicht Öl, und erst recht nicht an der Börse. D.h. die Trading-Idee hier lautete: Mit einem passenden Investment von der Normalisierung des Ölpreises zu profitieren. Was liegt da nicht näher, als Unternehmen aus dem Öl-Sektor ins Auge zu fassen, deren Geschäftsentwicklung maßgeblich vom Ölpreis beeinflusst wird.
Beispiel Zinspolitik: Lange Zeit lag der Leitzins in den USA während der Corona-Pandemie bei Null Prozent. Aktuell im Februar 2022 verdichten sich immer mehr die Anzeichen auf eine Zinswende. Die Fed gab bekannt, dass der Leitzins bis Ende 2022 in mehreren Zinsschritten erhöht werden soll, um so der steigenden Inflation entgegenzuwirken. Das Ausgangsszenario ist somit bekannt, es stellt sich nur noch die Frage, welche Sektoren werden von der Zinswende profitieren.
Hier sind sich die meisten Börsenexperten einig, dass sich steigende Zinsen vor allem positiv auf Unternehmen aus dem Finanzsektor (Banken und Versicherungen) auswirken, da sich ihre Verdienstmöglichkeiten dann deutlich verbessern. Gerade Banken werden flexibler in ihren eigenen Zinsspannen und können durch die Kreditvergaben höhere Renditen erzielen. Die Trading-Idee hier wäre mit dem passenden Finanzprodukt auf die Branchenaktien zu setzen, die von der Zinswende in den USA profitieren werden.
COMEBACK DER GEFALLENEN ENGEL

Darum geht es:
Im Grunde genommen ist jeder Investor an der Börse immer auf der Suche nach einer günstigen Einstiegsgelegenheit. Die Frage, die auch Sie sich vermutlich in diesem Zusammenhang immer stellen, ist stets dieselbe: Wann ist dieser günstige Einstiegszeitpunkt? Meiner Meinung nach, erwischt man das perfekte Timing für den Kauf und Verkauf so gut wie nie, aber das ist auch nicht unbedingt notwendig (Ausnahme ist das Daytrading), denn für den Erfolg ist die Qualität der Trading-Strategie der maßgebliche Erfolgsfaktor. Eine Strategie, die viel Potential besitzt, setzt auf die sogenannten „gefallenen Engel“ (englisch: fallen angels) an der Börse, deren Kurse aus bestimmten Gründen tief gestürzt sind. Diese Gründe gilt es gut zu analysieren, um herauszufinden welche dieser abgestraften Aktien das Potential für ein Comeback besitzen. Je sorgfältiger Ihre Analyse ausgeführt wird, desto mehr Qualität besitzt Ihre Trading-Strategie.
Die Trading-Idee:
Auf den ersten Blick denken bei „gefallenen Engeln“ so manche Anleger, dass es sich hier auf niedrigem Kursniveau auf jeden Fall lohnt zuzugreifen, und die Aktie schon wieder die Kurve nach oben kriegt. So einfach ist es aber nicht. Zunächst muss bei diesen Verliereraktien eine Ursachenforschung betrieben werden. Die Gründe für eine Talfahrt können vielschichtig sein und oft hängt der Sinkflug mit einer Enttäuschung bei den Geschäftszahlen zusammen. Es kann aber auch sein, dass ein Unternehmen sukzessive Marktanteile an Wettbewerber verliert oder das Unternehmen mit seinem bestehenden Produktportfolio den Anschluss an neue Technologien verpasst. Das heißt, die entscheidende Frage in diesem Zusammenhang lautet: Finde ich gute Gründe dafür, dass ein an der Börse abgestraftes Unternehmen wieder zurück auf seine alte Erfolgsspur findet?
Um diese zugegebenermaßen nicht einfache Frage zu beantworten, braucht es etwas an Erfahrung. Aber mit etwas Mühe bei der Recherche können Sie herleiten, ob die Aktien zu einer Comeback-Story taugen, oder ob sie eher als Rohrkrepierer in der Versenkung verschwinden. Lesen Sie so viele Analystenkommentare über die Unternehmen, deren Kurse eingebrochen sind, wie Sie nur können. Hier finden Sie wertvolle Hinweise, warum es dazu kam und was zukünftig (noch) für das Unternehmen spricht. Entscheidend ist, und das gilt es unbedingt zu prüfen, ob das Geschäftsmodell noch für die Zukunft taugt. Ist das gegeben, heißt das aber noch lange nicht, dass es in den nächsten Wochen wieder bergauf geht mit den Kursen. Nicht selten durchlaufen diese Unternehmen für eine gewisse Zeit eine Durststrecke an der Börse, bevor sie wiederentdeckt werden. Aus diesem Grund sollten Sie bei Ihrer Analyse auch unbedingt die Finanzkennzahlen mitberücksichtigen. Von besonderer Bedeutung sind Aussagen von Analysten, wie Sie die zukünftige Ertragsentwicklung einschätzen. Haben Sie einen vielversprechenden gefallenen Engel mit Comeback-Potential identifiziert, dann haben Sie auch eine Trading-Idee für sic...
Inhaltsverzeichnis
- Über den Autor
- Hinweise
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Aktiensplit – Gut oder schlecht?
- Berichtssaison – Jedes Quartal auf ein Neues
- Chartanalyse – Grundlage für Erfolgreiches Traden
- Dividenden – Erfolgsbeteiligung für Aktionäre
- Derivate – Finanzprodukte für Fortgeschrittene
- ETFs – Produkte für die Altersvorsorge
- Fed – Ihre Entscheidungen bewegen die Märkte
- Gold – Mehr als nur Inflationsschutz
- Hexensabbat – Da wird es an der Börse turbulent
- Indizes – Die Stimmungsbarometer
- Junk-Bonds – Anleihen mit hohem Risiko
- Kennzahlen – Entscheidungshilfe beim Aktienkauf
- Kryptos – Die digitale Assetklasse
- Limit-Order – Vorteilhafter handeln
- Megatrends – Der Blick in die Zukunft
- Neuemissionen – Chancen auf Zeichnungsgewinne
- Optionsscheine – Nur für Profis mit Fachwissen
- Psychologie – Mentale Stärke als Erfolgsfaktor
- Quantitative Lockerung – Expansive Geldpolitik
- Robo Advisor – Die digitale Anlageberatung
- Streubesitz – Wichtig für die Handelbarkeit
- Tech-Aktien – Die Aktien mit der Wachstumsfantasie
- Übernahmen – Oft mehr Chance als Risiko
- Value Investing – Die langfristige Strategie
- Windowdressing – Oft Auslöser einer Jahresendrally
- Xetra – Das vollelektronische Handelssystem
- Zertifikate – Hier ist Fachwissen notwendig
- Meine Top-5 Trading-Strategien
- Anhang
- Impressum
Häufig gestellte Fragen
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