Neurodermitis
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Neurodermitis

Weder Allergie noch Atopie - Geheilt in 40 Tagen

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Neurodermitis

Weder Allergie noch Atopie - Geheilt in 40 Tagen

Über dieses Buch

Neurodermitis gilt als Volkskrankheit, sowohl Kinder als auch Erwachsene sind betroffen. Trockene, rissige Haut, verbunden mit staktem Juckreiz, macht das Leben zur Hölle.Sophie Ruth Knaak regt an, das Gesundwerden selbst in die Hand zu nehmen. Neurodermitis sei weder erblich bedingt noch eine Allergie oder Atopie, erklärt sie. Als die Ursachen der Hautkrankheit nennt sie eine gestörte Darmflora und einen Mangel an B-Vitaminen. Mit ihren schlüssigen Methoden hat die Autorin unter anderem ihren eigenen Sohn von Neurodermitis geheilt.

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Information

FALL MARTIN

Entdeckung der Therapie –
Neurodermitis ist identisch mit Pellagra

4. März 1989
Martin kündigt sich telefonisch an. Er sagt, er habe ein Problem, ein Hautproblem, eine Art Ekzem, das stark jucke. Um es zu kurieren, habe er drei Wochen Urlaub genommen. Am Abend sei er da. Ob ich eine Idee habe. (Nein, ich habe keine Idee, nicht die geringste, wie lautet die genaue Definition von Ekzem?)
Pschyrembel
EKZEMA VULGARE (ekceo = aufkoche), Juckflechte, häufigste juckende schubweise auftretende flächenhafte entzündliche ohne Narben abheilende Krankheit. (Frage: Muss ein medizinisches Lexikon derart anödend formulieren? Aber weiter.)
… E. ist vielgestaltig, tritt meist symmetrisch auf; akutes Stadium: Jucken, Rötung, Papulovesikeln. (Also Bläschen, davon hat Martin nichts gesagt.)
… Nässen, Krusten; neigt zu Rückfällen. Mikrobielles (bakterielles) E. entsteht durch Sensibilisierung der Haut gegenüber bestimmten Mikroben. (Ja, wie denn sonst? Aber wer oder was sensibilisiert die Haut? Das ist die Frage. Was meint »Sensibilisierung« genau? Etwa: Die Haut wird wehrlos gegen bestimmte Mikroben aus irgendeinem Grund? Aber weshalb wird sie wehrlos? Grundfrage: Worin besteht Hautschutz? Wie kommt er zustande? Nebenfrage: Weshalb ist meine Haut geschützt? Weshalb habe ich kein Ekzem?)
… neigt zur Streuung über den ganzen Körper. (Das sind Aussichten!)
… Endogenes E. = Neurodermitis = Milchschorf. (Bitte? Milchschorf gleich Neurodermitis? Neurodermitis gleich Milchschorf? Milchschorf endogen? Von innen erzeugt? Milchschorf entsteht durch äußere Zufuhr von Milch, also exogen! Ohne Milch kein Milchschorf. Andererseits entsteht kein Milchschorf, wenn ein Kind in Milch gebadet wird, – also doch endogene Entstehung? Wo wird das im Körper entschieden? Vermutlich dort, wo Milch verdaut wird, im Darm. Das hieße dann: Milchschorf = ein Darmproblem?)
Lexikon Herder
EKZEM, häufigste Hautkrankheit, uneinheitlich in Ursache, Dauer, Verlauf und Behandlung. Haut ist gerötet und meist mit Knötchen besetzt. Wichtigstes Symptom ist der unerträgliche Juckreiz. Die meisten E. sind allergische Reaktionen. (Das möchte ich entschieden bezweifeln, in Allergien kenne ich mich aus!)
… Die zweithäufigste Form entsteht durch sekundäre Infektion bei vorhandener Disposition (Leberkranke).
(Leberkranke sind besonders disponiert? Martin hat Probleme mit der Leber seit jenem verhängnisvollen Schluck Benzin, aber das liegt zwölf Jahre zurück! – Und nie hatte er Juckreiz! Nie ein Ekzem! Es muss ein Faktor dazugekommen sein, aber welcher?)
Hautjucken
… entsteht immer bei Gelbsucht bzw. bei Leberproblemen, insbesondere bei Fettleber. Symptome: Druck im rechten Oberbauch, Blähungen, Appetitstörungen, Ursachen: Alkoholmissbrauch, Intoxikation, Infektion, Fehlernährung, Harnvergiftung, Darmparasiten, Leukämie, Diabetes, Fehlen essenzieller Fettsäuren. (Was trifft auf Martin zu? Nichts außer: Druck im rechten Oberbauch, gelegentlich Blähungen. Das kann nicht die Ursache sein! Darmparasiten? Oder überhaupt Darmprobleme? Martin neigt zu raschem Durchlauf, seit Jahren. Rascher Durchlauf bedeutet immer: mangelhafte Verwertung der Nahrung; mangelhafte Verwertung der Nahrung könnte zu mangelhafter Versorgung der Haut führen, ganz allgemein; könnte disponiert machen für Ekzem wie für Hautjucken – ganz allgemein. Das Ganze wäre also nichts als ein Darmsanierungsproblem?)
Als Martin spätabends ankommt, sieht er erschreckend aus: Das Gesicht blass, fast grau; die Augenlider gerötet wie bei einem, der vor Schmerzen nächtelang nicht geschlafen hat. Er zeigt zuerst den rechten Arm: Vom Handgelenk bis zum Ellbogen ist die Haut mit Schwären bedeckt, dicken, dunkelroten, nässenden Krusten, durchsetzt mit eitrigen Erhebungen, die aussehen wie winzige Zinnen über einem dunkelroten Wall.
»Die Beine sehen genau so aus!«, sagt Martin, »besonders das linke. Hast du eine Ahnung, was das ist?«
Nein.
Nur mit äußerster Beherrschung gelingt es ihm, nicht zu kratzen und die Haut nicht in Fetzen vom Leib zu reißen.
5. März 1989 – Sonntag
Das Problem packe ich nicht. Ich weiß gar nicht, aus welcher Richtung ich an das Problem herandenken soll. Keine Assoziation stellt sich ein, kein Vergleich, nichts. Der Juckreiz scheint unbeschreiblich. Das Liegen auf der kranken Haut unerträglich. Die letzte Nacht eine einzige Qual.
6. März 1989 – Montag
Wieder eine entsetzliche Nacht. Was rot war, scheint noch röter, was dick war, noch dicker, noch eitriger; es scheint, als wolle das Ekzem sich weiter ausbreiten, über die Oberarme. Auch an den Oberschenkeln vereinzelte rote Pusteln. Juckreiz unverändert. Martin fährt zum Hautarzt in die Kreisstadt. Ich – mit seiner Erlaubnis – begleite ihn. Vielleicht kommt mir beim Frage-und-Antwort-Spiel zwischen Arzt und Patienten die rettende Idee. Einem Arzt sagen Söhne mehr als der eigenen Mutter.
Dr. X., nachdem Martin Arme und Beine entblößt hat: »Was ist denn das?« Dr. X. geht in die Hocke, betrachtet die Haut des Patienten aus nächster Nähe, vermeidet jede Berührung.
Dr. X., sich aufrichtend: »Ich bin seit 35 Jahren Arzt, seit 30 Jahren Facharzt, aber sowas habe ich noch nicht gesehen. Was für ein Ekzem! Von welchem Erreger? Eine bakterielle Infektion ohne Zweifel, aber von welchem Erreger?«
Der Arzt begibt sich an den Schreibtisch: »Junge, was hast du denn gemacht?«
»Nichts weiter«, sagt Martin, »es begann eigentlich schon vor zwei Jahren, mit einer winzigen Stelle am linken Schienbein, die Stelle war extrem trocken und mit roten Punkten besetzt, ich vermied jede Berührung mit Wasser, ein Homöopath in der Stadt, in der ich arbeite, verordnete Stibiumsalbe, – das half eine Weile, aber plötzlich nicht mehr: Die roten Punkte erschienen auch auf dem rechten Arm, letzten Winter auch auf dem rechten Bein und vor zwei Wochen hat es auch auf dem linken Arm angefangen, trotz Stibium!« Der Juckreiz sei nicht auszuhalten gewesen, berichtet Martin weiter, er traue sich nicht mehr, sich zu waschen.
Der Arzt seufzt, stützt den Kopf in die Hände: »Ein Ekzem an den belichteten Stellen!«, sagt er.
»Wieso belichtet?«, fragt Martin, »ich trage stets lange Hosen und langärmlige Hemden.«
»Eine fotochemische Reaktion«, sagt der Hautarzt unbeirrt, »an den belichteten Stellen!« Martin verschluckt einen Einwand, zieht Hemd und Hose wieder an.
Dr. X.: »Ich vermute eine allergische Reaktion im Sinne einer Neurodermitis, aber ich sage Ihnen ehrlich, eine solche Neurodermitis habe ich noch nicht gesehen. Wir müssen probieren.«
Der Doktor verordnet ein Antibiotikum, ein Cortisonpräparat, einen Flüssigpuder und einen gerbsäurehaltigen Badezusatz.
»Feucht will feucht«, sagt Dr. X. zum Abschied. »Am besten«, sagt er zu mir gewandt, »Sie baden den ganzen Kerle.«
Der Kerle ist 28 Jahre alt – und ich soll ihn baden?
Nachdem wir die Praxis verlassen haben, macht Martin seinem Ärger Luft: Antibiotika und Cortison! Mehr fällt denen heutzutage nicht mehr ein! Vielleicht weiß ein Allgemeinarzt mehr als ein Hautarzt? Also begeben wir uns zum Allgemeinarzt.
Der Allgemeinarzt Dr. Z.: »Aha! Ein massiver Befall!« Martin: »An den Streckseiten.«
Dr. Z.: »Ja ja, an den Streckseiten der Extremitäten.«
Der Doktor schüttelt den Kopf. »Eine Neurodermitis, wie ich sie noch nie gesehen habe. In dreißig Jahren Praxis habe ich sowas noch nicht gesehn. Aber die Umwelt wird ja immer verdreckter, da wundert einen nichts mehr. Neurodermitis ist eine Allergie, aber was für eine? Ausgelöst durch was?«
»Oder ist das ein Lupus?«, fragt Martin.
»Ein Lupus?«, fragt der Arzt zurück. »Sie meinen: Hauttuberkulose? Also, das ist es mit Sicherheit nicht. Lupus sieht völlig anders aus. Nein, wir müssen den Körper umstimmen, mittels Eigenblut, dazu Procain, dazu Coffein, so wirkt es am besten. Man sieht schon nach der ersten Injektion, ob es hilft oder nicht. Wenn es hilft, machen wir jede Woche eine Injektion, drei Wochen lang, danach muss man sehen.«
Martin erregt: »D a n a c h? Nach drei Wochen muss man weitersehen? In drei Wochen muss das weg sein!«
Der Arzt bleibt gelassen. »Junger Mann«, sagt er gütig, »rechnen Sie mit einem halben Jahr, mindestens!«
Martin bleibt hartnäckig: »In drei Wochen muss ich zurück zur Arbeit.«
Dr. Z.: »Ich sage Ihnen eins: Seien Sie froh, wenn das überhaupt wieder weggeht!«
Schweigend entblößt Martin den Arm, aus dem der Arzt Blut entnimmt, das er mit einer Substanz vermengt. Das Gemisch injiziert er in Martins Gesäßbacke. Der Arzt will etwas Trostvolles sagen: »Noch heute Abend spüren Sie eine Besserung – oder die Therapie ist falsch.«
Damit sind wir entlassen.
In hinreichender Entfernung vom Haus des Allgemeinarztes macht Martin seiner Erbitterung Luft.
»Gibt es denn nicht mehr die klassische Inspektion des Patienten durch den Arzt? Warum will denn keine...

Inhaltsverzeichnis

  1. Cover
  2. Titel
  3. Widmung
  4. Impressum
  5. Inhalt
  6. Vorwort
  7. Fall Martin
  8. Nachbetrachtung zum Fall Martin
  9. Fall Cornelia
  10. Fall Lisbeth
  11. Fall Jurist
  12. Nachwort
  13. Schlussbemerkung
  14. Anhang
  15. Der Fall Jean Paul Marat
  16. Weiters erschienen
  17. Fußnote