Die Einheit von "la présence et l'absence"
eBook - PDF

Die Einheit von "la présence et l'absence"

Rilkes poetische Alternative zur Antinomie von 'etwas und nichts' in der abendländischen Metaphysik

  1. 209 Seiten
  2. German
  3. PDF
  4. Über iOS und Android verfügbar
eBook - PDF

Die Einheit von "la présence et l'absence"

Rilkes poetische Alternative zur Antinomie von 'etwas und nichts' in der abendländischen Metaphysik

Über dieses Buch

Rilke lehnt eine metaphysische Gründung des Daseins ab, weil sie das irdische Dasein entwerte. Daher fordert er, an die Stelle des rationalen Bewusstseins des Ichs, worauf die abendländische Metaphysik fußt, ein poetisches zu setzen. Er nennt es das zu leistende "größeste Bewußtsein unseres Daseins".Dieses zeige sich in der in einem das andere hervortreten lassenden Bildsprache der Dichtung. Gegenüber dem durch begriffliche Abstraktion von Veränderungen und Vielfalt statisch fest-gestellten und sterilen Dasein sei es Ausdruck – indem es das Nichtsein, den Tod, konstituierend einschließt – eines Daseins als lebendig sich wandelnder und ganzheitlich sich selbst tragender autonomer Prozess.Solches Dasein bedeute die Identität von 'Werden' und Sein. Vorliegende Untersuchung beschreibt es in differenzierter Deutung der in sich allseitig vernetzten dichterischen Bildwelt Rilkes.

375,005 Studierende vertrauen auf uns

Zugang zu über 1,5 Millionen Titeln zu einem fairen monatlichen Preis.

Mit unseren Lerntools kannst du noch effizienter lernen.

Information

Jahr
2022
eBook-ISBN:
9783736966567
ISBN drucken
9783736976566
Auflage
1

Inhaltsverzeichnis

  1. A. Einführung
  2. B. Sein und Dasein, Einheit und Vielheit bei den Vorsokratikern
  3. B.1. Heraklit
  4. B.2. Vorgänger Heraklits
  5. B.3. Parmenides und die Stellung Rilkes zu den Vorsokratikern
  6. C. Rilkes Kritik des Christentums aus der Perspektive ontopoetischenDichtertums und ganzheitlicher Ontologie
  7. C.1. Kritik des Christentums in brieflichen und essayistischen ÄußerungenRilkes
  8. C.2. Kritik des Christentums im dichterischen Werk Rilkes
  9. D. SO, 2, XXIX: Verhältnis der Verkörperung der Ganzheit an sichbzw. der Poesie an sich zum Dasein mit der Identität beider als Einheit inder Vielheit
  10. D.1. Die einleitende Apostrophe „Stiller Freund der vielen Fernen“ alsAusdruck der Einheit von Sein und Dasein
  11. D.2. Textverlauf: Gewinnung ganzheitlicher Einheit in Dichtung und Dasein
  12. D.3. Schlußterzett: ganzheitliches Dasein als Identität von Sein und ‚Werden’
  13. D.4. Ergebnis zu SO, 2, XXIX
  14. E. Vergleichstext „Quellen, sie münden herauf“: Identität von ‚Werden’und Sein
  15. F. Einheit des Einen und des Vielen bei Leibniz und Rilke
  16. F.1. Leibniz’ „prästabilierte Harmonie“
  17. F.2. Leibniz’ Monadenlehre
  18. G. Nietzsches „Thorweg“-Gleichnis
  19. G.1. „[E]wige[..] Wiederkunft“ als autonomer ‚Werdens’-Kreis
  20. G.2. Der „tragische[..] Dichter]..]“ als „Lehrer der ewigen Wiederkunft“
  21. G.3. Vergleich der „Lehre[..]“ Nietzsches mit Rilkes Vorstellungen undDichtung
  22. H. Ergebnisse der Gesamtuntersuchung
  23. H.1. Systematische Darstellung der Struktur des Rilkeschen Daseinsbilds
  24. H.2. Darstellung des geistesgeschichtlichen Zusammenhangs und der Entwicklungdes dichterischen Daseinsbilds Rilkes aus seinen und vergleichsweiseherangezogenen Texten anderer Autoren
  25. H.3. Existentielle Dimension der Dichtung Rilkes und sein ‚Ich’ als „größeste[s] Bewßtsein“ im Vergleich zu Nietzsches „Zarathustra“-Gestalt
  26. I. Literatur- und Abbildungs-Verzeichnis