
Grenzen des Sozialen
Kommunikation mit nicht-menschlichen Akteuren in der Vormoderne
- 254 Seiten
- German
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Grenzen des Sozialen
Kommunikation mit nicht-menschlichen Akteuren in der Vormoderne
Über dieses Buch
Pflanzen, Tiere, Geister, Götter: Über soziale Grenzziehungen und die Kommunikation mit Nicht-Menschen in der Vormoderne.Prozesse gegen Tiere und Gegenstände, Gespräche mit Geistern und Wiedergängern, mit Hexen, Gott und dem Teufel: In der Vormoderne kommunizierten Menschen rege mit der nicht-menschlichen Welt. Sie machten ihre diversen Erscheinungen zu Adressaten und damit zu ihrem sozialen Gegenüber, zu Akteuren. Denn die Grenzen des Sozialen verliefen in dieser Zeit nicht eindeutig zwischen den Menschen und dem Rest, sondern waren deutlich komplexer und brüchiger.Im interdisziplinären Dialog entfaltet dieser Sammelband diese vielfältigen kommunikativen Beziehungen. Dafür werden theoretische Überlegungen angestellt, die nach Wegen suchen, das Soziale jenseits des Menschen zu konzipieren und empirische Fallstudien präsentiert, die die Kommunikation mit nicht-menschlichen Akteuren in den Mittelpunkt rücken. Im Zentrum steht die Frage, worüber und vor allem wie unter jeweils welchen historisch spezifischen Bedingungen mit Nicht-Menschen kommuniziert wurde – und welchen historischen Veränderungen diese Kommunikation unterlag.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Umschlag
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Matthias Pohlig und Barbara Schlieben: Das vormoderne Soziale neu denken: Ein Vorschlag
- Gesa Lindemann: Die methodische Funktion der sozialen Unentschiedenheitsrelation für die Analyse der Grenzen des Sozialen
- Florian Muhle: Adressabilität und Gesellschaft. Kommunikationstheoretische Überlegungen zur Bestimmung der Grenzen des Sozialen
- Stefan Willer: Hirten. Bukolische Kommunikationen (mit Huftieren)
- Nadir Weber: »Ho loo, Ho loo, Ho loololoo!« Interspezifische Kommunikation im Kontext der höfischen Jagd
- Isabelle Schürch: Und sie kommunizieren doch! Eine Annäherung an das Problem spätmittelalterlicher Reiter, aufrecht auf dem Perderücken zu bleiben
- Matthias Pohlig: Mit Menschen kommunizieren. Gott als sozialer Akteur und die Grenzen der frühneuzeitlichen Gesellschaft
- Anja Rathmann-Lutz: Von Drachen und Riesen –Körpergrenzen des Sozialen?
- Bernd Roling: Schlafwandler und Werwölfe. Frühneuzeitliche Konfrontationen mit dem Menschen außer sich
- Barbara Schlieben: Grenzen des Sozialen in »Causae et Curae« der Hildegard von Bingen
- Ludolf Kuchenbuch: »Omnis creatura in homine est«. Was kommt mit der Entgrenzung des alteuropäischen Hominozentrismus mittels postmoderner Theorien des Sozialen?