
Psychoanalyse und Medizin
Perspektiven, Differenzen, Kooperationen
- 339 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
Psychoanalyse und Medizin
Perspektiven, Differenzen, Kooperationen
Über dieses Buch
Aus wissenschaftlichen, klinisch-therapeutischen und berufspolitischen Gründen ist die Beziehung zwischen Psychoanalyse und Medizin zunehmend diskussionswürdig. In der Person Sigmund Freuds und seiner ersten Schüler noch in Personalunion vorhanden, entfernte sich die Psychoanalyse zunehmend theoretisch wie praktisch von der Medizin. Heute gehört sie mit ihren tiefenpsychologischen Varianten zu den anerkannten Psychotherapierichtungen, sieht sich aber zugleich einem starken Legitimations- und Verdrängungsdruck ausgesetzt. Dabei gibt es auf psychoanalytischer wie auf medizinischer Seite aufeinander verweisende Überlegungen zum Verständnis von Psyche und Körper, zur Genese und Therapie von Krankheiten und zum Umgang mit Sterbenden. Hinzu kommen zahlreiche praktische Verbindungen in der Psychosomatik, in Konsiliar- und Liaisondiensten und in der Aufarbeitung klinischer Erfahrungen (Balintgruppen). Die Depressions-, Trauma-, Krebs- und Schmerzforschung bezieht zunehmend neurowissenschaftliche Erkenntnisse ein. Die in diesen Feldern ausgewiesenen Autorinnen und Autoren gewähren Einblicke in ein breites Feld von Erfahrungen und Reflexionen und befördern ein verbessertes gegenseitiges Verständnis sowie vermehrte Zusammenarbeit.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Deckblatt
- Titelseite
- Impressum
- Inhalt
- Helmwart Hierdeis und Martin Scherer: Einführung
- Günther Bittner: Sigmund Freud, der »Arzt der Moderne«?: Über Psychoanalyse und Medizin bei Freud und seinen Schülern
- Günther Bittner und Volker Fröhlich: Über den Psychomorphismus organischer Krankheiten
- Georg Schönbächler: Placebo und Psychoanalyse – eine schwierige Beziehung
- Ulrike Kadi: Von innen aufgefressen?: Facetten des Körperraums in Psychoanalyse und Medizin
- Paul L. Janssen: Psychosomatische Medizin und Psychoanalyse
- Ute Auhagen-Stephanos: Fruchtbarkeit als biopsychosoziales Geschehen
- Eckhard Frick und Yvonne Petersen: Lohnt sich Psychoanalyse kurz vor dem Lebensende?: Psychoanalyse im Kontext von Palliative Care
- Ulrich Lamparter: Psychoanalyse und Medizin brauchen Geschichte: Das interdisziplinäre Projekt »Zeitzeugen des Hamburger Feuersturms (1943) und ihre Familien«– Ergebnisse und Konsequenzen für die praktische Medizin im persönlichen Rückblick
- Anna Buchheim: Psychoanalyse und Neurowissenschaften am Beispiel der Depression
- Friedrich Stiefel, Barbara Stein und Wolfgang Söllner: Psychodynamische Aspekte im Konsiliar- und Liaisondienst
- Gerhard Schüßler: Balint-Gruppen und ihre Bedeutung in der Medizin
- Andreas Hamburger: Junktim oder Kooperation?: Für eine forschende Psychoanalyse
- Martin Teising: Überlegungen zur Bedeutung ärztlicher Erfahrung für die Psychoanalyse
- Die Autorinnen und Autoren