Literatur und Sprache des Pietismus
  1. 832 Seiten
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Über dieses Buch

Die Wirkungen des Pietismus als der wichtigsten Reformbewegung des deutschen Protestantismus, der im 17. und 18. Jahrhundert die Mehrheit der Bevölkerung erfasst hat, auf die deutschsprachige Literatur zwischen Sturm und Drang und Romantik sind in Umrissen erforscht und bekannt. Sie erklären grundlegende Unterschiede gegenüber den europäischen Nachbarkulturen, die spezifische Eigenart der deutschen Aufklärung, erste Anstöße zu konfessioneller Toleranz, auch gegenüber den Juden, Traditionen empfindsamer Innigkeit, Herzenssprache und inspirativ-ekstatischer Poetologie. Gegenüber den theologischen sind aber literaturwissenschaftliche Zugriffe auf das pietistische Schrifttum selbst, auf die pietistische Lyrik, die Lebenszeugnisse, Bibelübersetzungen, auf die pietistische Sondersprache und ihre Argumente, noch rar. Eine Auswahl einschlägiger Pilotstudien des auf diesem Feld mannigfach hervorgetretenen Genfer Germanisten aus den letzten 30 Jahren, von dreien seiner vormals Göttinger Schüler neu vorgelegt, soll dazu dienen, dieses Defizit zu verringern. Das Verhältnis zur Aufklärung wird neu vermessen, Gedichte so eigengeprägter Autoren wie Hoburg, Haug, Rock, Zinzendorf und Tersteegen lassen erkennen, dass stärkste literarische Anregungen vom radikalen Flügel des Pietismus und seinen hermetischen Traditionen ausgehen. Charakteristische Gattungen, Denkvorgaben und Sprachprägungen werden analysiert, christlich-jüdische und deutsch-amerikanische Interaktionen reflektiert, und der Blick wird gelenkt auf oft übersehene literaturgeschichtliche Zusammenhänge.

Häufig gestellte Fragen

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Inhaltsverzeichnis

  1. Title Page
  2. Copyright
  3. Body
  4. Zum Geleit
  5. Einleitung der Herausgeber
  6. Zu diesem Band
  7. Terminologische und historische Eingrenzungen: Pietismus – Radikalpietismus – philadelphische Bewegung
  8. Probleme der bibliographischen und editorischen Erschließung pietistischer Literatur
  9. Die Literatur des Pietismus – Pietistische Impulse zur Literaturgeschichte
  10. Vom Heiland im Herzen zum inneren Wort
  11. Feindliche Geschwister?
  12. Sulamiths verheißene Wiederkehr
  13. Philadelphian Hope
  14. Die Sprache Canaan, Auftrag der Forschung
  15. Pietistisches Publizieren unter Heterodoxieverdacht
  16. Lesarten der Schrift
  17. „redarten u‍[nd] worte behalten / die der Heil‍[ige] Geist gebrauchet“
  18. Hoburg, Christian (1607–1675)
  19. „Reisset nieder ewer Inwendiges Babel / vnnd heuchelt nicht mit deroselben außwendig“
  20. „Misbräuche“, „ärgerliches Christenthumb“ und „teutscher Krieg“
  21. Madame Guyon, Pietismus und deutschsprachige Literatur
  22. Hortulus mystico-poeticus
  23. Zinzendorf als Poet
  24. Inspirierte Schweizerreisen
  25. Conrad Beissels Ephrata-Gemeinschaft und seine Poesie
  26. Traveling Prophets: Inspirationists Wandering Through Europe and to the New World
  27. Zores in Zion
  28. Carl, Johann Samuel (1677–1757)
  29. Johann Friedrich Haugs radikalpietistischer „StudentenGesang“ als „Anweisung zur Seligkeit in allen Facultäten“
  30. Rezension zu Michaela Scheibe: Rekonstruktion einer Pietistenbibliothek. Der Büchernachlass des Johann Friedrich Ruopp in der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen, Tübingen 2005
  31. Kanonische neue Heilige
  32. „Werd ein Kind!“ im „Wunderhorn“
  33. Vom ekstatisch-prophetischen zum magnetischen Beispielfall: Hemme Hayen
  34. Erfahrung der äußersten Anfechtung
  35. Pietismus-Studien Hans-Jürgen Schraders 1979–2018
  36. Personenregister