
- 503 Seiten
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Aufsätze zur Pfarreigeschichte in Mittelalter und Früher Neuzeit
Über dieses Buch
Die Aufsätze betrachten vornehmlich institutionelle Phänomene der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Pfarrei und Rechtstatsachen, die nicht nur redensartlich, sondern tatsächlich auf mittelalterlichen Verhältnissen beruhen. Beispiele dafür sind die Pfarrpfründe, das Kirchenvermögen, der Kirchenpatronat und der Pfarrzwang. Die Pfründe des Pfarrers beruhte in den Städten neben dem Pfarrland vor allem auf den ehedem freiwilligen intramissalen Opfergaben, die sich im Hochmittelalter zu den Pflichtopfern an vier kirchlichen Hochfesten ausbildeten. Da sie sehr einträglich sein konnten, ließen sich die Klöster die Pfarrpfründen in Dörfern und Städten gern einverleiben. Nachdem die Reformatoren ihren Pfarrern die Ehe erlaubt hatten, erwuchs das Problem der Pfarrwitwenversorgung; ihr widmet sich der letzte Beitrag.The essays focus on the predominantly institutional phenomena of the medieval and early modern parish and law in action. Phenomena examined here are Pfarrpfründe, Kirchenvermögen, Kirchenpatronat and Pfarrzwang among others. The Pfründe (prebends) of the priest originated in the cities from the Pfarrland but most of all on the previous voluntary intra-missal oblations, originated during the High Medieval Period from compulsory obligations on four Solemnities. As they were very lucrative, the abbeys gladly incorporated Pfarrpfründe in villages and cities. The last contribution deals with the problem of widow care as priests were allowed to marry after the Reformation.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Title Page
- Copyright
- Table of Contents
- Body
- Vorwort
- I. Die Pfarrei als Institut von langer Dauer
- Die Pfarrei: ein Institut von langer Dauer als Forschungsaufgabe
- Die Pfarrei in Mitteleuropa im Wandel vom Früh- zum Hochmittelalter
- Urpfarrei und Pfarreinetz. Über zwei Begriffe der Pfarreiforschung
- Wie kam die Kirche ins Dorf? Mittelalterliche Niederkirchenstiftungen im Gebiet des heutigen Niedersachsen und Harburgs
- Die Ausbildung des Pfarreiwesens im Schaumburger Land (9./10.–14. Jahrhundert)
- Mittelalterliche Stifts- und Klosterkirchen als Pfarrkirchen
- II. Pfarreinkünfte
- Von der klösterlichen Eigenkirche zur Inkorporation in Lothringen und Nordfrankreich im 11. und 12. Jahrhundert
- Oblationen, Stolgebühren und Pfarreinkünfte vom Mittelalter bis ins Zeitalter der Reformation
- Die inkorporierte Pfarrei und das Benefizialrecht. Hilwartshausen und Sieboldshausen 1315–1540
- III. Pfarrzwang
- Der rechte Pilger: Pilgersegen und Pilgerbief im späten Mittelalter
- VI. parochianus meus, honestus fidelisque catholicus
- IV. Frühe Neuzeit
- Kirchenpatronate in städtischer Hand: Göttingen
- Aus erheblichen Ursachen? Die Verbindung der Kirchengemeinden Herberhausen und Roringen im Jahre 1613 und der Pastor Andreas Variscus
- Pfarrwitwen und Pfarradjunkten. Zur Alterssicherung mecklenburgischer Pfarrer und ihrer Witwen bis zum frühen 18. Jahrhundert.
- Register der Orts- und Personennamen
- Sachregister