
Französische Almanachkultur im deutschen Sprachraum (1700–1815)
Gattungsstrukturen, komparatistische Aspekte, Diskursformen
- 318 Seiten
- German
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Französische Almanachkultur im deutschen Sprachraum (1700–1815)
Gattungsstrukturen, komparatistische Aspekte, Diskursformen
Über dieses Buch
Dieser Band widmet sich dem umfassenden Korpus französischsprachiger Almanache, die bis zum Ende der Napoleonischen Ära im deutschen Sprach- und Kulturraum gedruckt, verlegt und rezipiert wurden. Er analysiert diese bisher unerschlossenen Quellen aus literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Perspektive. In 13 Einzelstudien wird deutlich, dass es sich bei den auf ein Elitenpublikum zielenden frankophonen Almanachen um inhaltlich breit gefächerte und in genrespezifischer Hinsicht hoch differenzierte, transkulturell orientierte Periodika handelt. Die Untersuchungen dieses frankophonen Alltagsmediums im deutschsprachigen Raum dokumentieren zudem die Mehrsprachigkeit der Aufklärung und offenbaren ein differenziertes Interesse für die Kultur der Nachbarnationen, wodurch die Realität der transkulturellen Verbindungen zwischen den europäischen Literaturen nachdrücklich ins Bewusstsein gehoben wird.This volume introduces the francophone almanacs published in the German linguistic and cultural world by through the end of the Napoleonic era. It additionally analyzes this previously untapped and largely unknown corpus against the backdrop of literary, cultural and media studies. With regards to francophone almanacs targeting an elite audience, it is apparent that the content is wideranging, while the genre is highly differentiated and transculturally oriented. These periodicals may include literary soft-cover books, lady's almanacs, royal almanacs, theatre almanacs, muses' almanacs, antirevolutionary almanacs and state almanacs. All of these qualify the general notion of one public, one audience, or the national literatures. Moreover, they impressively document multilingualism of the German Enlightenment in an European context. This also questions the paradigm shift to the English culture from 1770 onwards, established by historiography, and basically taps a field ignored by national philology.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Title Page
- Copyright
- Table of Contents
- Body
- Danksagung
- Hans-Jürgen Lüsebrink (Saarbrücken) / York-Gothart Mix (Marburg): Einleitung: Französischsprachige Almanache im deutschen Sprachraum des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts – Forschungsfelder, Problemstellungen, methodische Perspektiven
- York-Gothart Mix (Marburg): Genealogische Kalender als Medium europäischer Identität
- Felix Köther (Marburg): Akademie und Almanach: Gallotropismus und Wissenschaftspolitik unter Friedrich II.
- Susanne Greilich (Regensburg): Der Nouvel Almanach de l'Empire und die deutsche Kalendertradition
- Karin Angelike (Hückelhoven): Der Nouvelliste politique d'Allemagne und der Almanac de la Cour de S.A.S.E. de Cologne: Herrschaft und Öffentlichkeit im journalistischen Diskurs zweier kurkölnischer Periodika
- Annett Volmer (Berlin): Für Ordnung und Moralität: der Revolutions-Almanach (1793–1804)
- Jan Fickert (Saarbrücken): Kalender „von Gottes Gnaden”: Der Churpfälzische Hof- und Staatskalender / Almanach Electoral Palatin als repräsentatives Medium eines französisch geprägten Hofstaates
- Ruth Florack (Göttingen): Göttinger französische Almanache der 1770er Jahre
- Kristina Kandler (Marburg / Frankfurt am Main): Zum eigenen Vorteil ein bisschen Wind machen oder ‚la delicatesse du stile françois` – Der Almanach de Goettingue als transkulturelles Medium
- Alexander Nebrig (Berlin): Orlando furioso im Monatskupfer. Chodowieckis literarische Topik für den Berliner Genealogischen Kalender
- Bianca Weyers (Marburg): Ein Vademekum tagtäglichen Glücks? Der Almanach utile et agréable de la Loterie Electorale Palatine im kulturwissenschaftlichen Kontext
- Claudie Paye (München / Paris): Almanach royal de Westphalie und Volkskalender im Vergleich. Ein Beitrag zur Kommunikations- und Zensurgeschichte im Königreich Westfalen (1807–1813)
- Helga Meise (Reims): Madame de Genlis oder Goethe? Weibliche Autorschaft in französisch- und deutschsprachigen Taschenbüchern für Frauen 1801
- Hans-Jürgen Lüsebrink (Saarbrücken) / Annika Haß (Saarbrücken): L'Almanach des Dames (1801–1840) als Medium weiblicher Geschmacksbildung und Forum ‚feministischer` Debatten