Polyphonie in literarischen, medizinischen und pflegewissenschaftlichen Textsorten
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Polyphonie in literarischen, medizinischen und pflegewissenschaftlichen Textsorten

  1. 243 Seiten
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Polyphonie in literarischen, medizinischen und pflegewissenschaftlichen Textsorten

Über dieses Buch

Sprachliche Polyphonie ist ein weit verbreitetes, aber kaum wahrgenommenes Phänomen der »Mehrstimmigkeit« von Äußerungen und Texten. Sie dient der Durchsetzung oder Nuancierung der Standpunkte der Sprecher, die andere Stimmen und Standpunkte in ihre Rede einfügen. Unkontrollierte Polyphonie führt jedoch auch oft zu Missverständnissen. Gerade die multifunktionalen Texte im Gesundheitswesen (Arzt-Patienten-Gespräche, Arztbriefe, Patientenakten, Pflegedokumentation) sind von Polyphonie geprägt. Konkret geht es in diesen Textsorten darum, in wessen Namen und auf welche Art Sprechen, Schreiben und Erzählen geschieht, wer jeweils Verantwortung für das Gesagte übernimmt und wessen Begrifflichkeit verwendet wird. Der bewusste Einsatz polyphonischer Techniken kann zu einer bedeutenden Verbesserung der beruflichen Kommunikation im Gesundheitswesen führen.Linguistic polyphony is the simultaneous presence of different voices and point of views within an utterance or text. Multifunctional texts belonging to health care like health records, referral letters, doctor's letters are highly polyphonic. These text types deal with questions, in which names and manners of speaking, writing, and narrating are performed, who assumes the responsibility for what is uttered, and who's terminology is used. Therefore, controlling and improving these polyphonic structures may lead to an important improvement of the professional communication in the domain of health care.

Häufig gestellte Fragen

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Inhaltsverzeichnis

  1. Title Page
  2. Copyright
  3. Table of Contents
  4. Body
  5. Vorwort
  6. Theoretische Positionen
  7. Alain Rabatel: Standpunkte, Intentionen und Modalitäten im Kreuzfeuer der Interpretation
  8. Paul Gévaudan: Grundbegriffe der sprachlichen Polyphonie
  9. Literarische Polyphonie
  10. Alexander Jakobidze-Gitman: Literarische Polyphonie in homophoner Musik
  11. Matthias Aumüller: Textinterferenzen und unzuverlässiges Erzählen. Zum Polyphonie-Konzept in der literaturwissenschaftlichen Narratologie
  12. Isabel Zollna: Das polyphone Spiel mit dem Signifikanten: Klangrepräsentationen und Bildevokationen bei Raymond Queneau
  13. Schnittstelle zwischen Literatur und Medizin
  14. Julia Genz: Polyphonie in Texten von Mediziner-Schriftstellern. Sigmund Freud und Alfred Döblin
  15. Daniel Teufel / Pascal O. Berberat: Eine gebührende Aufteilung des Stimmlichen. Polyphone Bewusstseinsentwicklung im Medizinstudium
  16. Polyphonie in Arzt-Patienten-Gesprächen
  17. Werner Vogd: Polyphonie in der Behandlung onkologischer Patienten. Gebrauch und Missbrauch der Kunst, mit verschiedenen Zungen zu reden
  18. Barbara Frank-Job: Aushandlungen von Wissenszuständen in Gesprächen mit jugendlichen Anfallspatienten
  19. Vera Vogel: Medizinische Freundschaft: eine Theorie von Pedro Laín Entralgo
  20. Jan Ehlers / Sybille Ehlers: Sitz, Platz, Aus Sprechen mit Tieren und deren Besitzern
  21. Textsorten und Diskurse im Gesundheitsbereich
  22. Julia Genz / Paul Gévaudan / Claudia Kiessling: Der Patientenbrief. Eine neue Textsorte zwischen Erklärung und Übersetzung
  23. Marina Iakushevich: Polyphonie im medialen Diskurs zur Depression
  24. Martin W. Schnell / Christine Dunger: Die Pflegedokumentation als verantwortbare Polyphonie?
  25. Verzeichnis der Autor*innen