Tabuzonen und Tabubrüche in der Deutschschweizer Literatur
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Tabuzonen und Tabubrüche in der Deutschschweizer Literatur

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Tabuzonen und Tabubrüche in der Deutschschweizer Literatur

Über dieses Buch

Tabus befinden sich im ständigen Wandel und die zu bestimmten Zeiten geltenden Tabuzonen verschieben sich ständig. Dieser Band versammelt Beiträge, in denen diverse, sowohl typisch schweizerische als auch allgemeingültige Tabuzonen und Tabubrüche angesprochen werden, wobei es sich ebenso um literarische wie auch geschichtlich-politische, geschlechtliche, sittliche und religiöse oder künstlerisch-gesellschaftliche Tabus handelt, wie sie in verschiedenen Werken der Deutschschweizer Literatur zur Sprache gebracht wurden. Damit wird aufgezeigt, dass vor allem die Kunst den Mut und die subversive Kraft hat, die geltenden Tabus kritisch zu hinterfragen und durch die Inszenierung von Tabubrüchen die Gesellschaft zur vertieften Reflexion und in der Folge zum vorurteilsfreien Denken und Handeln anzuregen. This volume brings together essays on a variety of both universal and specifically Swiss taboo zones and also on breaches of taboo which feature in works of German-Swiss literature. Literary, political, social, sexual, moral and religious taboos are discussed. Existing taboo zones are shown to displace themselves at certain times and taboos to be in a constant state of flux. The essays demonstrate that art has the courage and the subversive force to challenge accepted taboos and by creating breaches of taboo to promote reflection on unprejudiced thought and action.

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Information

Jahr
2020
ISBN drucken
9783847110996
eBook-ISBN:
9783847010999

Inhaltsverzeichnis

  1. Title Page
  2. Copyright
  3. Table of Contents
  4. Body
  5. Dorota Sośnicka (Uniwersytet Szczeciński): Tabuzonen und Tabubrüche in der Deutschschweizer Literatur. Zur Einleitung
  6. Peter Rusterholz (Universität Bern): Tabubrüche in der deutschschweizerischen Literatur. Exemplarische Beispiele von Hugo Loetscher, Urs Allemann und Jonas Lüscher
  7. Literarische Tabuzonen und Tabubrüche
  8. Anna Fattori (Università di Roma ‚Tor Vergataˋ): Das enfant terrible Robert Walser. Inhaltliche und formale Tabubrüche in den späten Mikrogramm-Texten
  9. Beatrice Sandberg (Universitetet i Bergen): Tabubrüche und Schuldgefühle. Zu Max Frischs Erzählung Montauk
  10. Isabel Hernández (Universidad Complutense de Madrid): „Dass ich Alkoholiker bin, habe ich früher schon gesagt.” Über das Trinken als Leitmotiv im Werk von Max Frisch
  11. Peter Utz (Université de Lausanne): In Tabuzonen der helvetischen Wirklichkeit. Hermann Burgers unpublizierter Roman Lokalbericht
  12. Dominik Müller (Université de Genève): Die Geschichte der Deutschschweizer Mundartliteratur als eine Geschichte von Tabubrüchen? C. A. Loosli, Kurt Marti, Martin Frank
  13. Robert Rduch (Uniwersytet Śląski w Katowicach): Tabubrecher und Tabuschützer Kurt Marti. Phänomenologie des helvetischen Beschweigens nach 1945
  14. Geschichtlich-politische Tabuzonen und Tabubrüche
  15. Malcolm Pender (Strathclyde University Glasgow): Geschichten als Tabubrüche. Walter Matthias Diggelmann und sein Roman Die Hinterlassenschaft
  16. Corinna Jäger-Trees (Schweizerisches Literaturarchiv, Bern): „Alles […] müsste notiert, müsste schreibend eingeholt und so der Befragung zugänglich gemacht werden.” Tabuzonen und -brüche in Otto F. Walters Zeit des Fasans
  17. Dariusz Komorowski (Uniwersytet Wroclawski): Verdingkinder – sozialer und nationaler Kontext eines anhaltenden Tabus
  18. Joanna Jablkowska (Uniwersytet Lódzki): Entwicklungshilfe als getarnter Kolonialismus. Hundert Tage von Lukas Bärfuss
  19. Geschlechtsspezifische und sexuelle Tabuzonen und Tabubrüche
  20. Barbara Pogonowska (Uniwersytet Śląski w Katowicach): Zur Homoerotik in Annemarie Schwarzenbachs Erzählung Eine Frau zu sehen
  21. Ján Jambor (Institút germanistiky, Filozofická fakulta, Presovská univerzita v Presove): Homosexualität als tabuisierte Verhaltensweise der bürgerlichen Gesellschaft in Alain Claude Sulzers Ein perfekter Kellner. Am Beispiel des Protagonisten Erneste
  22. Karin Baumgartner (University of Utah): Geschichte‍(n) und Geschlecht in den Romanen der Schweizer Autorin Eveline Hasler
  23. Religiöse und sittliche Tabuzonen und Tabubrüche
  24. Daniel Annen (Kantonsschule Kollegium Schwyz): Löcher in der gesellschaftlichen Hochglanzfolie. Tabubruch bei Thomas Hürlimann
  25. Vesna Kondrič Horvat (Univerza v Mariboru): „Ich begann eine Buchhaltung meines Lebens zu erstellen.” Zu einem Tabuthema im Roman Koala von Lukas Bärfuss
  26. Gonçalo Vilas-Boas (Universidade do Porto): Wie man jüdisch-orthodoxe Traditionen hinter sich lässt. Thomas Meyers Roman Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse
  27. Margrit V. Zinggeler (Eastern Michigan University): Tabuisierung und Tabubruch von „Glück” in der Deutschschweizer Literatur
  28. Künstlerisch-zivilisatorische Tabuzonen und Tabubrüche
  29. Jürgen Barkhoff (Trinity College Dublin, University of Dublin): Pygmalion auf der Alp. Hansjörg Schneiders Sennentuntschi als Theaterskandal und Tabubruch
  30. Ewa Mazurkiewicz (Uniwersytet Śląski w Katowicach): „Wir reden viel, wir lachen viel, und ab und zu gibt es eine Kreuzigung.” Milo Raus Theater zwischen Provokation und Engagement
  31. Daniel Rothenbühler (Hochschule der Künste Bern): An „Unsagbares” rühren. Walter Vogts Anrennen gegen Tabus, „mit denen wir uns selbst identifizieren”
  32. Dorota Sośnicka (Uniwersytet Szczeciński): Entführung in ‚verdrängte Tabu-Zonen unserer Zivilisation‘. Zu Reto Hännys „Bilderuch” Helldunkel
  33. Die Bilder hinter den Bildern hinter den Bildern … Reto Hänny im Gespräch. Ausschnitte aus der Lesung in Szczecin am 18.05.201, moderiert von Dorota Sośnicka
  34. Reto Hänny: EINBRUCH DER MUSIK. Ausschnitt aus dem Arbeitsmanuskript STURZ. Zugabe Lesung Stettin, 18.05.2018
  35. Zu den Autorinnen und Autoren

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