Jugend ohne Sinn?
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Jugend ohne Sinn?

Eine Spurensuche zu Sinnfragen der jungen Generation 1945–1949

  1. 492 Seiten
  2. German
  3. PDF
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Jugend ohne Sinn?

Eine Spurensuche zu Sinnfragen der jungen Generation 1945–1949

Über dieses Buch

Es liegt die Vermutung nahe, dass es für ›die Jugend‹ gerade in den frühen Nachkriegsjahren einen großen Bedarf an Sinn und Trost, an Religion und ›Religioidem‹ (Simmel) gegeben habe. Aber war es tatsächlich so? Gerade die junge Generation hatte sich mit einer nie dagewesenen »transzendentalen Obdachlosigkeit« (G. Lukács) auseinanderzusetzen. Wenn sie das denn wirklich tat! Wie ging sie mit der Schuldfrage um? Griff sie auf das zurück, was sich in Literatur, Philosophie, Theologie längst ›bewährt‹ hatte? Konnten die Vergemeinschaftungsprozesse der historischen Jugendbewegung mit ihrer Semantik noch für die Bedürfnisse nach weltanschaulicher Zugehörigkeit einen Raum bieten? Nahm Jugend den Charakter eines Sondermilieus an, um sich abzugrenzen von denen, die die Katastrophe zu verantworten hatten? Diesen und anderen Fragen widmet sich der vorliegende Band.One would think that for 'the youth' there was a great need for meaning and comfort, for religion and "religioids" (Simmel), especially in the early post-war years. But was this really the case? The young generation in particular had to deal with an unprecedented "transcendental homelessness" (G. Lukács). If it really did so! How did it deal with the question of guilt? Did it fall back on what had long been "tried and tested" in literature, philosophy, theology? Could the communal processes of the historical youth movement with its semantics still offer a space for socializing for the need for ideological affiliation? Did youth take on the character of a special milieu in order to distance itself from those who were responsible for the catastrophe? This volume deals with these and other questions.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Inhaltsverzeichnis

  1. Title Page
  2. Copyright
  3. Table of Contents
  4. Body
  5. Vorwort
  6. Wolfgang Braungart: „Jugend ohne Sinn”? Einführende Bemerkungen zur Archivtagung 2021. Am Leitfaden dreier Gedichte Bertolt Brechts von 1949
  7. Grundlegendes
  8. Hartmann Tyrell: Skeptische Generation – Jugend und Jugendsoziologie nach 1945. Soziologische Anmerkungen mit Bezug auf Helmut Schelsky
  9. Justus H. Ulbricht: „…und was machen wir nun, wir Mörder aller Mörder”. Sinnsuche und Krisengefühle nach dem letzten Weltkrieg
  10. Fallstudien
  11. Gloria Colombo: Sinnsuche im Spiegel der Gruppenbücher im Archiv der deutschen Jugendbewegung. Literaturzitate zwischen 1945 und 1949
  12. Viktor Fichtenau: Ministerialbeamter Heinrich Hassinger und seine Vorstellung von der „Volksgemeinschaft” als Sinn der Jugenderziehung in der Weimarer Republik und der Zeit nach 1945
  13. Nils Rottschäfer: Jugend und Sinnstiftung in Paul Schempps frühen Nachkriegstexten
  14. Matthias Buschmeier: Moralisch verletzt – ideologisch geheilt. Zur Funktion des späten Heimkehrerromans für die DDR: Dieter Nolls „Die Abenteuer des Werner Holt”
  15. Saskia Fischer: „Vom Flugzeug aus sehn: die Haut der Welt…”. Staunen, Schuld und Sinnfragen in der Lyrik Inge Müllers
  16. Viola Kohlberger: „Irgendwo muß ein Halt sein in dieser haltlosen Welt.” Halt und Sinn finden in der katholischen Jugend im Bistum Augsburg
  17. Rainer Kolk: „Der gottverdammte Jahrgang”. Jugendliche in literarischen Texten nach 1945
  18. Gabriele Guerra: Welchen Sinn und welche Jugend? Deutschland im Jahre Null mit den Augen Roberto Rossellinis
  19. David Brehm: „Ich nahm nur das auf, was mir gemäß war” – Rilke-Bruchstücke als Nachkriegsliteratur nach 1945
  20. Kay Schweigmann-Greve: Sinn- und Wertvorstellungen junger Mitglieder des Jugendverbandes „Die Falken-Sozialistische Jugendbewegung Deutschlands” in den Jahren 1945–1949 in Gruppenchroniken und Interviews
  21. Marja Kersten / Susanne Rappe-Weber / Lucia Thiede: Ausstellung: „Den Kommenden einen Weg aus den Ruinen zeigen …”. Kinder- und Jugendzeitschriften der Nachkriegszeit
  22. Weitere Beiträge
  23. Steffen Theilemann: Zur Annäherung von Freideutscher Jugend und katholischer Jugendbewegung zwischen 1920 und 1922
  24. Hannah Behling: Bewerbungen um einen Platz in der „neuen Gemeinschaft”. Eine sozialstrukturelle Analyse der Interessent*innen an der völkischen Siedlung „Vogelhof” um 1920
  25. Werkstatt
  26. Lucia Thiede: Werkstattbericht zum Dissertationsprojekt „Ästhetik der Jugendbewegung zwischen 1945 und 1949”
  27. Marja Kersten: Werkstattbericht zum Dissertationsprojekt „Literatur und Literaturrezeption in Zeitschriften der deutschen Jugendbewegung von 1945 bis 1949”
  28. Jens Elberfeld: Zwischen strenger Enthaltsamkeit und jugendlicher Erotik. Zum Platz der bürgerlichen Jugendbewegung in der Geschichte adoleszenter Sexualität
  29. Susanna Kunze: „Lest von jüdischen Helden, Jungens, und grabt unseren Bar Kochba aus!” Erziehung und Identitätsbildung im Jüdischen Wanderbund Blau-Weiß (1912–1926)
  30. Zukunftswerkstatt
  31. Sylvia Wehren: Historische Kinder- und Jugendtagebücher im Archiv der deutschen Jugendbewegung
  32. Franziska Meier / Simon Nussbruch: „Singewettstreite” im Bild – Abbildungen einer kontinuierlichen Praxis
  33. Johann Nicolai: „Völkische” Jugendbewegungen und Personenkult um den Religionswissenschaftler Jakob Wilhelm Hauer (1920–1945)
  34. Felix Linzner / Felix Ruppert: (Alt-)»Kommunarde« und »Unternehmer-Bohemien«: Neue Zugänge zu Hans Koch
  35. Lieven Wölk: Zugänge zur Historisierungs- und Selbsthistorisierungsgeschichte ehemals Jugendbewegter – „Historiker” Walter Laqueur und „Zeitzeuge” Gustav Wyneken im Gespräch (1960)
  36. Eric Angermann: Peter Dudek und Michael Kühnen – ein Briefwechsel. Neonazistische Egodokumente als damalige und heutige Forschungsgrundlage
  37. Laura Haßler: Junge Deutsche Stimmen. Die Schülerzeitungen der Jungen Nationaldemokraten (JN)
  38. Rezensionen
  39. Susanne Rappe-Weber: Li Gerhalter: Tagebücher als Quellen. Forschungsfelder und Sammlungen seit 1800 (L’Homme Schriften. Reihe zur Feministischen Geschichtswissenschaft 27), Göttingen: V‍&‍R unipress 2021, 459 S., ISBN 978-3-8471-1179-5, 40,– €
  40. Karl Braun: Birgit Lulay: Eugenik und Sozialismus. Biowissenschaftliche Diskurse in den sozialistischen Bewegungen Deutschlands und Großbritanniens um 1900 (Wissenschaftskulturen II | Wissensforschung 2), Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2021, 402 S., ISBN 978-3-515-13042-4, 68,– €
  41. Gudrun Fiedler: Anna-Sophie Laug: Oskar Schwindrazheim (1865–1962). Ein Künstler, Pädagoge und Kunstschriftsteller zwischen Tradition und Reform (Beiträge zur Geschichte Hamburgs 69), Göttingen: Wallstein Verlag 2017, 51 farbige Abb. und 9 Tafeln, 448 S., ISBN 978-3-8353-3733-6, 42,– €
  42. Sylvia Wehren: Peter Dudek: Rebellen gegen den Krieg – Sucher nach Gemeinschaft. Der jugendbewegte „Berliner Kreis” im Kontext des ersten Weltkrieges, Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt 2021, 263 S., ISBN 978-3-7815-2435-4, 19,– €
  43. Karl Braun: Meike G. Werner (Hg.): Ein Gipfel für Morgen. Kontroversen 1917/18 um die Neuordnung Deutschlands auf Burg Lauenstein (marbacher schriften neue folge 18), Göttingen: Wallstein Verlag 2021, 448 S., ISBN 978-3-8353-3584-4, 22,90 €
  44. Katharina Lenski: Adriane Feustel: Alice Salomon (1872–1948). Sozialreformerin und Frauenrechtlerin (Humanistische Porträts 4), Würzburg: Königshausen & Neumann 2020, 15 Abb., 78 S., ISBN 978-3-8260-6886-7, 9,80 €
  45. Reinhold Lütgemeier-Davin: Helmut Donat und Rostocker Friedensbündnis (Hg.): Hans Paasche – Ein Leben für die Zukunft, Bremen: Donat Verlag 2022, 192 S., ISBN 978-3-949116-07-0, 14,80 €
  46. Rückblicke
  47. Susanne Rappe-Weber: Aus der Arbeit des Archivs. Tätigkeitsbericht für das Jahr 2021
  48. Im Archiv eingegangene Bücher des Erscheinungsjahres 2021 sowie Nachträge
  49. Wissenschaftliche Archivbenutzung 2021
  50. Anhang
  51. Autorinnen und Autoren