So viele emotionale Diskussionen zum Thema Landkreise wie zwischen 1969 und 1973 hat es in Baden-Württemberg weder vorher noch nachher gegeben. In dieser kurzen Zeitspanne schufen Landesregierung und Landtag den heutigen Gebietszuschnitt der Kreise. Knapp die Hälfte der damaligen Kreisstädte verlor damals den hervorgehobenen Status als Kreissitz, manche fühlten sich gegenüber alten Konkurrenten zurückgesetzt. Bei den Diskussionen prallten technokratische Planung und identitätsorientierte Tradition aufeinander, sodass mitunter politisches Kalkül für die Zuordnung einzelner Gemeinden sorgte.Zu dem vorliegenden Jubiläumsband haben alle Landkreise bunte und charakteristische Mosaikbeiträge zum Reformgeschehen beigetragen. Überblicksartikel ordnen die Kreisgebietsreform historisch und erinnerungspolitisch ein. Feuilletonistische Beiträge veranschaulichen die Rolle der durch Gebietsreform und nachfolgende Verwaltungsreformen gestärkten Landkreise beispielhaft an der Bewältigung von Fluchtbewegungen, Epidemien oder bei der Verwaltungsmodernisierung.

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Identität - Funktion - Innovation
50 Jahre Kreisreform Baden-Württemberg
- 449 Seiten
- German
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50 Jahre Kreisreform Baden-Württemberg
Über dieses Buch
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Information
Thema
GeschichteThema
Moderne GeschichteInhaltsverzeichnis
- Deckblatt
- Titelseite
- Impressum
- Grußwort des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg
- Grußwort des Stellvertretenden Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg
- Vorwort des Präsidenten des Landkreistags Baden-Württemberg
- Inhaltsverzeichnis
- Identität – Funktion – Innovation: Einleitung
- Verwaltung und Reform – eine beständige Verbindung
- Die lange Kreisreform in Baden-Württemberg (1967–2005)
- Die Landräte Bertheau (Waiblingen) und Schippert (Backnang) und das Freiwilligkeitsprinzip
- Noch ein Landratsamt für Horb? Die ‚Odyssee‘ eines Neubauprojekts in den 1960er Jahren
- Der „Rütlischwur von Maleck“. Oder wie der Landkreis Emmendingen erhalten blieb
- Der erhalten gebliebene ‚uralte‘ Landkreis Heidenheim: Identität – Integrität – Intimität
- Verpasste Chance oder romantischer Traum? Die Diskussion um den ‚Hohenstaufenkreis‘ 1970/71
- Geplanter Kreis vs. erkämpfter Kanton
- Vereinigung des getrennten Wirtschaftsraums oder Zerreißung des Enztals?
- Der Landkreis Calw als „Bundeserholungsgebiet“. Selbsterhalt durch funktionale Spezialisierung
- ‚Selbstaufgabe‘ des Landkreises Rottweil? Eine denkwürdige Episode in der politischen Meinungsbildung zur Kreisreform
- Oberzentrum, aber nicht Großkreis: Der „Modellfall der Landesplanung“ Villingen-Schwenningen
- Die Tuttlinger: ‚gebietslüsterne‘ Schwaben?
- Ein Kreispflegeheim wird Zweckverband
- Enttäuschte Hoffnungen – der Neubau des Landratsamts und das Ende des Landkreises Stockach
- Finanzidylle Landkreis Tübingen
- Noch Fragen, Kienzle? Kontroversen um die Kreisreform im Fernsehen
- „Dieser schöne Landkreis war es wert, daß wir mit allen zu Gebote stehenden Mitteln um ihn gerungen haben“
- Abschied auf Oberschwäbisch: Das Ende des Kreises Saulgau im Dezember 1972
- Über die Schulter geblickt: Die Abschiedsrede des Bruchsaler Landrats Friedrich Müller
- Die ersten Frauen im neuen Rastatter Kreistag
- Tue Gutes und sprich darüber: Die Verwaltungsberichte des neuen Großkreises Rhein-Neckar
- Von der Amtsstube zur modernen Verwaltung – und zurück zur ‚Amtsstube‘?
- Kein (blauer!) Dunst im Landratsamt
- „Für das Land um Teck und Neuffen!“ Nürtingen klagt gegen die Kreisreform
- Kreisreform, Zentrale Orte und zerrissene Räume
- Walter Christaller – ein theoretischer Vordenker der Kreisreform aus dem Landkreis Calw
- Stimmungsbilder zur Kreisreform im Kreis Karlsruhe
- Gibt es einen Landkreis Baden-Baden? Was Bürger und Bürgerinnen bewegen können
- Vernunft statt Gefühl – Landrat (MdL) Karl Schiess und die Kreisreform
- Das Jagdrevier des Landrats und die Kreisreform im nördlichen Linzgau
- Der zweigeteilte Landkreis
- Der Raum Sulz–Dornhan als Manövriermasse der Kreisreform(en)
- „Schwitzen“ oder „Schachern“? Die versuchte Aushöhlung des Enzkreises
- „I ben ond werd koi Pforzer.“ Erfolgreicher Protest gegen den ‚Sündenfall Vaihingen‘
- „LEO – muß bleiben“: Starke Aktionen für den Erhalt des Landkreises Leonberg
- Der Trick im ‚Lamm – Alte Post‘
- Der Kreiswechsel der Gemeinde Dachtel
- Gemeinde Deckenpfronn: Landkreiszugehörigkeit und nachbarschaftliche Verflechtungen
- Gegen die Gummiwand: Kreisreform bremst Gemeindereform
- Der „Frontwechsel“ des Tübinger Unteramts
- Zu Hause bei ‚Mutter Urach‘? Die ‚Interessensgemeinschaft Zainingen- Donnstetten‘ und der Kampf um die Zuordnung zum Landkreis Reutlingen
- Trossingen – quo vadis?
- Die Burg Hohenzollern und der Zollernalbkreis
- Heimatemotion erschüttert Hohenzollern
- ‚Aktionsgemeinschaft‘ und ‚Liga‘: Der vergebliche Kampf für den Kreis Münsingen
- Das ‚Aktionskomitee für den Erhalt des Allgäukreises Wangen‘. Wie und warum der Altkreis um sein Fortbestehen kämpfte
- „Dahin, wo die meisten Freunde sitzen“ – Saulgauer „Bürgeraufstand“ für den Kreis Sigmaringen
- Zum „befohlenen Ende“ des Landkreises Sinsheim – Landrat Dr. Paul Herrmann und die (erfolglose) ‚Aktion Heimatkreis Sinsheim‘
- „Niemand wünscht, daß der Sitz des Landratsamts in Konstanz bleibt.“ Radolfzells Bemühungen um den Kreissitz
- „Es gibt hier genügend Parkplätze“ – Der vergebliche Kampf Ehingens um den Kreissitz
- Der Altkreis Backnang und der Kampf um den Kreissitz
- „Esslingen muß Kreissitz bleiben“ contra „Der Landkreis Nürtingen muß erhalten werden“
- Von der „Hohenloher Schlitzöhrigkeit“ rund um die Kreissitzdebatte, oder: Warum die Künzelsauer eine größere Kerbe im Ohr tragen als die Öhringer
- Hugos Mutprobe, oder: „Mosbach muss Kreissitz bleiben!“
- Ein Landrat steigt in die Bütt’
- „Der Inbegriff der Erniedrigung und Ungerechtigkeit.“ Reaktionen auf die Vereinheitlichung der Kfz-Kennzeichen im Ostalbkreis
- Wenn die Busse Trauer tragen … Buchener fahren nach Mosbach
- Loseblattablage versus Oberrandheftung
- Kreissitz oder Landschaft? Diskussionen um Kreisnamen
- Wappen, Märsche und Hinkelsteine
- Der ‚Dreiländerkreis‘ Rottweil – Mosaik der Identitäten
- Historische Vielfalt – kulturelle Vielfalt: Der Landkreis Heilbronn
- Eine Hymne für den Landkreis: Der Kreismarsch des Biberacher Landrats
- Ein Großkreis wird sichtbar: Neue Ortstafeln für den neuen Rhein-Neckar-Kreis
- Ein seltener Vogel – der Auerhahn als Wappentier des Landkreises Freudenstadt
- Ein eierlegender Adler? Die Suche nach einem neuen Wappen für den Rems-Murr-Kreis
- 563 Entwürfe für ein neues Kreiswappen – der Wappenwettbewerb des Bodenseekreises
- Der pfälzische Löwe und die Wellen: Das neue Kreiswappen des Rhein-Neckar-Kreises
- Unterm ‚Silberadler‘ lässt es sich gut leben
- Wappen, Flagge, Wort-Bild-Marke: Hoheitszeichen und Identitätssymbolik oder „unnötig wie ein Kropf“?
- Wappen und Logo des Landkreises Karlsruhe
- Ja! Nein! Vielleicht? Die Diskussion um die Wiedereinführung des Unterscheidungszeichens ‚DS‘ im Schwarzwald-Baar-Kreis
- Interviews zur Kreisreform
- Interview mit Franz Susset
- Funktionen und Innovationen der baden-württembergischen Landkreise im 21. Jahrhundert
Häufig gestellte Fragen
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