Das verfassungsrechtliche Gebot der Verantwortung deutscher Politiker im Bundestag sowie deren Haftung im Zivilrecht
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Das verfassungsrechtliche Gebot der Verantwortung deutscher Politiker im Bundestag sowie deren Haftung im Zivilrecht

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Das verfassungsrechtliche Gebot der Verantwortung deutscher Politiker im Bundestag sowie deren Haftung im Zivilrecht

Über dieses Buch

Die Frage nach der Verantwortlichkeit von Bundestagsabgeordneten ist sowohl im öffentlichen Diskurs als auch in der Rechtswissenschaft nicht neu. Unumstritten ist, dass Bundestagsabgeordnete in ihren gesetzgeberischen Entscheidungen und Einschätzungen nicht frei von Fehlern sind.Führen jedoch verfassungswidrige Gesetze oder Handlungen dazu, dass Grundrechte verletzt und nicht unerhebliche Schäden beim Bürger oder zumindest für die Staatskasse verursacht werden, die Haftungs- und Regressansprüche erfordern würden, bietet die Rechtswissenschaft gegenwärtig dafür keine Lösungsansätze.Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zu untersuchen, ob ein verfassungsrechtliches Haftungsgebot zulasten von Bundestagsabgeordneten besteht und – sollte ein solches Gebot zu bejahen sein – ob das aktuelle Zivilrecht Anspruchsgrundlagen für eine solche Haftung zur Verfügung stellt. Für den Fall, dass eine Haftung de lege lata nicht erreicht werden kann, sind Lösungsansätze zur Gestaltung der Rechtslage de lege ferenda zu entwickeln.

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Information

Jahr
2024
eBook-ISBN:
9783736969278
ISBN drucken
9783736979277
Auflage
1

Inhaltsverzeichnis

  1. KAPITEL 1: EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK
  2. A. Problemstellung
  3. B. Forschungs- und Meinungsstand
  4. C. Gang der Untersuchung
  5. KAPITEL 2: BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
  6. A. Haftungs- und Verantwortungsbegriff
  7. B. Die Bundestagsabgeordneten im Kontext des Politikerbegriffs
  8. KAPITEL 3: VERFASSUNGSRECHTLICHE GRUNDSÄTZE
  9. A. Problemdarstellung
  10. B. Allgemeine verfassungsrechtliche Grundsätze
  11. I. Das Demokratieprinzip und die Souveränität des Volkes
  12. 1. Das Demokratieprinzip
  13. 2. Verletzung der Legitimationskette für die Begründung von Haftungsansprüchen?
  14. 3. Die Volksvertreter im Rahmen der Staatshaftung
  15. II. Das Rechtsstaatsprinzip und weitere Staatsstrukturprinzipien
  16. III. Die Haushaltsgrundsätze
  17. 1. Grundsatz der Vollständigkeit und Einheit
  18. 2. Grundsatz der Öffentlichkeit
  19. 3. Grundsatz der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit
  20. 4. Weitere Grundsätze
  21. IV. Zusammenfassung
  22. C. Die konkrete Rechtsstellung und die Aufgaben von Bundestagsabgeordnetennach der Verfassung
  23. I. Übersicht
  24. II. Repräsentativfunktion und Gewissensformel
  25. III. Mandatsfreiheit
  26. IV. Negative Mandatsfreiheit
  27. V. Immunität und Indemnität
  28. 1. Der Indemnitätsschutz
  29. 2. Der Immunitätsschutz
  30. 3. Reichweite und Bedeutung für zivilrechtliche Haftungsansprüche
  31. 4. Ausnahme vom Indemnitätsschutz am Beispiel des § 108e StGB
  32. VI. Zusammenfassung
  33. KAPITEL 4: ZIVILRECHTLICHE HAFTUNGSANSPRÜCHE
  34. A. Grundlegende Überlegungen – Überleitungen aus dem Verfassungsrecht
  35. B. Rechtsgeschäftlicher bzw. schuldrechtlicher Anspruch
  36. I. Vertragsbeziehungen im Rahmen einer Außenhaftung
  37. II. Vertragsbeziehungen im Rahmen einer Innenhaftung
  38. C. Gesetzlicher bzw. deliktischer Haftungsanspruch
  39. I. Allgemeine Darstellungen
  40. II. Legislatives Unrecht am Beispiel des Atomausstiegs
  41. 1. Einführende Übersicht zur Staatshaftung
  42. 2. Voraussetzungen der Haftung für legislatives Unrecht anhand der KKW-Entscheidungdes Bundesverfassungsgerichts
  43. 3. Zusammenfassung und Bedeutung für die gegenwärtige Lage
  44. III. Innenhaftung: Regress des Staates gegen die Abgeordneten
  45. IV. Außenhaftung aus Delikt
  46. 1.) Unerlaubte Handlung aus § 823 Abs. 1 BGB
  47. 2.) Anspruch aus der Verletzung eines Schutzgesetzes gemäß § 823 Abs. 2 BGB i.V. m. § 108e StGB bzw. § 187 StGB
  48. D. Zusammenfassung
  49. KAPITEL 5: LÖSUNGSANSÄTZE
  50. A. Zusammenfassung der Ergebnisse
  51. B. Reformbedarf und erste Überlegungen für Lösungsansätze
  52. C. Political Judgement Rule
  53. 1. Orientierung am Gesellschaftsrecht und Vergleichbarkeit
  54. 2. Zurechnungsfragen
  55. D. Gesetzgeberische Maßnahmen zur Umsetzung der Haftungsüberlegungen
  56. KAPITEL 6: SCHLUSSBETRACHTUNG
  57. QUELLENVERZEICHNIS
  58. 1. Literatur
  59. 2. Internetquellen und Medienberichte