
Erinnern und Erinnerung, Gedächtnis und Gedenken
Über den Umgang mit Vergangenem in der chinesischen Kultur
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Erinnern und Erinnerung, Gedächtnis und Gedenken
Über den Umgang mit Vergangenem in der chinesischen Kultur
Über dieses Buch
Teile der Vergangenheit im kollektiven Bewusstsein zu halten und gezielt zu vergegenwärtigen, prägt unmittelbar auch die subjektive Wahrnehmung des Individuums. Geteilte Erinnerungen sind eine wichtige Grundlage der Identitäts- und Gemeinschaftsbildung. Formen des Reproduzierens und der Reproduzierbarkeit des Erinnerns, die das Festhalten von Vergangenem wie das Bewahren gegenwärtiger Erkenntnisse einschließen, sind kulturell und historisch bedingt. So gehören zu jeder Kultur des Erinnerns und Gedenkens – oder auch des Vergessens – gesellschaftliche Auseinandersetzungen, Verkettungen, Krisen und Schicksalsschläge ebenso wie positiv besetzte Momente und glückliche Begebenheiten. Um die Bedeutung der Erinnerungskultur für die vergangene und gegenwärtige Entwicklung Chinas aufzuzeigen, betrachtet der von Maria Khayutina und Sebastian Eicher herausgegebene Band die chinesische Erinnerungskultur aus historischer, philologischer, literaturwissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Perspektive und das über einen langen Zeitraum vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart. Die Fallstudien der neun Autorinnen und Autoren widmen sich so unterschiedlichen Quellen wie frühmittelalterlichen geographischen Werken, Dynastiegeschichten, Song-zeitlichen Gedichten, Ming-Romanen sowie Wörterbüchern, immateriellem Kulturerbe auf der UNESCO-Liste und zeitgenössischen Filmen bis hin zu aktuellen Entwicklungen auf dem Feld der künstlichen Intelligenz.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Inhaltsverzeichnis
- Maria Khayutina und Sebastian Eicher: Einleitung
- Jörg Henning Hüsemann: Das Alte bezweifeln – Zum Umgang mit der Vergangenheit im Shuijing zhu 水經注 des Li Daoyuan 酈道元 (?–527)
- Volker Klöpsch: Huaigu 懷古: Ausdrucksformen des Erinnerns in der chinesischen Poesie
- Phillip Grimberg: Orte der Erinnerung? Chinas immaterielles Kulturerbe als Nora’sche lieux de mémoire
- Tilman Schalmey: Das Hanyu da cidian 漢語大詞典als kulturelles „Sprachgedächtnis“
- Barbara Witt: „Ist dies eine glaubwürdige Historie?“ Der Roman Fengshen yanyi und der Drei-Lehren-Synkretismus des chinesischen Altertums
- Jan H. Winter: Fakten, Reminiszenzen und Legenden – Die Figur des Zhang Fei und ihr Wandel in der chinesischen Historiographie seit dem 4. Jahrhundert
- Erinnerungsfilme – Verdrängungsfilme? Das Bild Mao Zedongs im chinesischen Spielfilm
- Carsten Schäfer: Erinnerungsfilme – Verdrängungsfilme? Das Bild Mao Zedongs im chinesischen Spielfilm
- Jiagu Richter: Die „Revolutionierung“ an chinesischen Botschaften während der Kulturrevolution und ihre Auswirkungen – Eine kollektive Erinnerung?
- Agnes S. Schick-Chen: Von der verlorenen Erinnerung: Zhang Yimous Guilai 归来 (Coming Home) als Spiegel gesellschaftlicher Wahr ehmung
- Tania Becker: Die Zukunft der Erinnerung: Robotik und Künstliche Intelligenz in China
- Autorinnen und Autoren