"Die Zunge kann man nicht überschminken ..."
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"Die Zunge kann man nicht überschminken ..."

Der Schriftsteller Helmut Qualtinger und seine Texte 1945-1965

  1. 291 Seiten
  2. German
  3. PDF
  4. Über iOS und Android verfügbar
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"Die Zunge kann man nicht überschminken ..."

Der Schriftsteller Helmut Qualtinger und seine Texte 1945-1965

Über dieses Buch

Dieses Buch versucht einen "Neuansatz" in der Qualtinger-Forschung, für die der in der Wiener Stadt- und Landesbibliothek verwahrte Nachlass, darüber hinaus Archivalien anderer Wiener bzw. österreichischer Institutionen ausgewertet wurden. Es soll der Autor Qualtinger aus einer interdisziplinären Sicht, aus einem kulturwissenschaftlichen Verständnis begreifbar werden als ein vielschichtiger und widersprüchlicher, als ein begabter und experimentierfreudiger Künstler, der ständig mit dem Antagonismus von eigenem Anspruch und tatsächlicher Möglichkeit, dem Konflikt zwischen Wollen und Können ringt. Mit verfestigten Mythen und gerne kolportierten Anekdoten wird aufgeräumt. Vielmehr werden durch eine nüchtern-distanzierte Sicht Nahtstellen eines Literaten innerhalb seiner historischen, politischen und soziologischen Verhältnisse aufgezeigt und die poetologische Entwicklung Qualtingers im Rahmen der den wandlungsfähigen Autor begleitenden Kulturkritik, der die künstlerisch-dichterischen Möglichkeiten als Korrektiv versteht, dargestellt. Das Buch trachtet danach, der reichhaltigen Bildungssozialisation Qualtingers nachzugehen, insofern sich diese in seinen Texten belegen lässt. Sie will legendenskeptisch, werkimmanent und textanalytisch Bezüge zu denkbaren oder bereits erwiesenen literarischen Vorbildern nachzeichnen und dabei die wissenschaftliche Diskussion um neue Namen oder Werke erweitern. Dafür hat sich die den Einzelbetrachtungen zugrunde gelegte inter- bzw. intratextuelle Methode bestens bewährt. Qualtingers erste Schaffensperiode, die fallweise vom Nebeneinander von Schauspiel, Schriftstellerei, Filmschaffen und Kabarett bestimmt wird, ist jene, in der sich im Grunde alle wesentlichen poetischen Facetten dieses Künstlers ausbilden. Es präsentiert sich hier ein Autor, für den Kontinuität und Brüche gleichermaßen bestimmend sind; ein Autor und Texter gibt sich zu erkennen, dessen Stärke mehr in der Improvisation und weniger im ausdauernden Schreiben, in der zügigen Umsetzung vorhandener Vorgaben als in der eigenständigen Invention zu liegen scheint, der in der Regel seine Texte eher in Teamarbeit unter Gewährung bestimmter Hilfestellungen als im Alleingang bewältigt.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort und Danksagung
  2. Qualtiner-Miszellen: Vom Schauspieler zum Schriftsteller
  3. Die Zinsoldatenlegende
  4. Der himmlische Galgenstrick
  5. Gehversuche zwischen Theater und Journalismus: Qualtinger und die Wiener Kleinkunst der späten vierziger Jahre
  6. Jugend vor den Schranken
  7. Entstehung und Überlieferung
  8. Aufbau und Inhalt des Stückes
  9. Gibt es eine nihilistische Dimension?
  10. Mögliche literarische Vorbilder und Parallelen
  11. Der ‚Krantz-Prozeß’ – eine juristische Vorlage?
  12. Resümee
  13. Im ‚Studio der Hochschulen‘: Die frühen fünfziger Jahre
  14. ‚Studio der Hochschulen’
  15. Die Reportage
  16. Auf dem Weg zum ‚Team’-Kabarett: Kehlmann-Merz-Qualtinger
  17. Vom ‚Brettl’ zum ‚Hackl’ – Das ‚Kabarett ohne Namen’
  18. Qualtinger und der Reigen Arthur Schnitzlers
  19. Reigen und Reigen 51
  20. Reigen-Expreß
  21. Äskulap-Reigen
  22. Travnicek – Annäherungen zum Herrn Karl
  23. Das Jahr 1961
  24. Der Herr Karl
  25. Zwei Dramen der sechziger Jahre
  26. Alles gerettet
  27. Die Hinrichtung
  28. Schlußbetrachtung
  29. Anmerkungen
  30. Literaturnachweis und Quellenangaben