
»Vom gesicherten und ungesicherten Leben«.
Neue Perspektiven auf das Werk Georg von Hermann
- 202 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
»Vom gesicherten und ungesicherten Leben«.
Neue Perspektiven auf das Werk Georg von Hermann
Über dieses Buch
Ein differenzierter Blick auf das herausragende Werk des »jüdischen Fontane«Georg Hermann zählt zu den produktivsten und meistgelesenen deutschen Schriftstellern seiner Zeit. Er veröffentlichte achtzehn Romane, über zwanzig Essaybände, zahllose Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften sowie mehrere Dramen. Als jüdischer Autor und bekannte Größe im zeitgenössischen Literaturbetrieb kritisierte er früh die politische Radikalisierung und den entfesselten Antisemitismus, musste 1933 ins holländische Exil gehen und wurde in Auschwitz ermordet.Der Band lenkt den Blick auf ein herausragendes literarisches Werk, das im Nachkriegsdeutschland zunehmend in Vergessenheit geriet und in seiner Vielschichtigkeit noch immer wiederzuentdecken ist. Nicht nur als Chronist des deutsch-jüdischen Bürgertums, sondern auch als Kunstkritiker und politischer Beobachter gewährt Hermann tiefe Einblicke in die zeittypischen Mentalitäten. Die Beiträge des Bandes nehmen daher solche Aspekte von Hermanns Werk in den Blick, die in der bisherigen wissenschaftlichen Rezeption weniger Beachtung fanden, fokussieren bislang eher vernachlässigte Einzeltexte und Werkgruppen, diskutieren überraschende Rezeptionsfragen und eröffnen so neue Perspektiven auf ein originelles und bedeutendes literarisches Œuvre.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Umschlag
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Christian Klein: »Vom gesicherten und ungesicherten Leben«. Zur Einführung
- Ulrike Zitzlsperger: ›Heimat‹ in den Berlinromanen Georg Hermanns
- Lothar Müller: Die Rose von Jericho. Georg Hermanns Roman ›Die Nacht des Dr. Herzfeld‹ und die zeitgenössische Debatte über die ›Westjuden‹
- Caspar Battegay: »Diese Geschichte, die eigentlich keine Geschichte ist«. Deutsch-jüdische (Nicht-) Geschichte in Georg Hermanns Romanzyklus ›Kette‹
- Till Greite: Das Unvergessliche im Kleinen. Georg Hermanns Großstadtminiaturen und die Poetik des Okkasionellen (›Die Zeitlupe‹)
- Erhard Schütz: Hohlform der Revolution. Georg Hermanns Roman ›November achtzehn‹
- Gregor Streim: Der Tod in Etrurien. Antike-Traum und jüdische Selbstreflexion in Georg Hermanns ›Der etruskische Spiegel‹ (1936)
- Godela Weiss-Sussex: »allerbester GH«. Georg Hermanns postum veröffentlichter Exilroman ›Die daheim blieben‹
- Christoph Jürgensen: Mit den Realitäten dieser Welt in Einklang? Georg Hermann als Literaturpolitiker
- Michael Wedel: Antikino? Georg Hermann und der Film
- Christoph Gardian: »[G]anz nett, aber der Roman ist doch besser«. Zu Georg Hermanns Dramen
- Ulrike Schneider: Georg Hermann und sein Werk in der DDR. Ein Überblick zu den Rezeptionslinien