
- 240 Seiten
- German
- ePUB (handyfreundlich)
- Über iOS und Android verfügbar
Über dieses Buch
Der große Roman der 1920er-JahreEs ist der Vormittag des 24. Juni 1922 in Berlin: Außenminister Walther Rathenau lässt sich im offenen Wagen über die Königsallee in sein Amt fahren, als er von Attentätern erschossen wird – die Stadt steht Kopf. Politische Morde sind an der Tagesordnung, doch mit Rathenau verliert das Land einen seiner Feinsten – wäre er Deutschlands Retter geworden? Kurt Tucholsky, die schwungvollste Stimme der Wochenzeitung Weltbühne, will ergründen, wie es jetzt mit Deutschland weitergehen wird. Er begibt sich auf die innere und äußere Suche nach Antworten, nach Menschen, nach Zeichen. Von hier an tanztaumelt das Buch mit dem Charleston alle Schrecken fort: 1923, 1924, 1925. Mit dem Weltbühne-Herausgeber Jacobsohn verbindet Tucholsky nicht nur eine dynamische Freundschaft, sondern auch der ständige Antrieb für Tucholskys scharfrandige, literarisch metallene, politisch mitreißende Beobachtungen der Echtzeit. Das Land ist seit dem Ersten Weltkrieg im Ausnahmezustand, Deutschland im Fieber! Zunächst geschwächt und erniedrigt vom Würgegriff des Versailler Vertrags und der Inflation, scheint sich nun aber etwas aus der Tiefe der Gesellschaft aufzuschwingen, scheint gegen alles Bisherige aufzubegehren. Da ist der junge Otto Krause, der Zuflucht bei der SA findet. Da ist der unbestechliche Maler Max Beckmann, der sich den Albtraum des Krieges in Farben von der Seele streicht. Da ist der letzte deutsche Kaiser, der vom Exil aus den Nervenkitzel einer zerbrechenden Weimarer Republik bezeugt.1926, 1927, 1928. Auch in der Redaktion der Weltbühne kollidiert man mit dem ganzen Sturm der Zeit, Carl von Ossietzky – Pazifist, Solitär und literarischer Hochkaräter – übernimmt die Leitung und spitzt das Blatt noch einmal auf das Verhängnisvollste zu. Die Presse der NSDAP, einer noch überschaubaren Partei, die sich auch mithilfe Hindenburgs Zutritt in den Reichstag verschafft, liefert sich mit der Weltbühne publizistisch eskalierende Mensuren, die die Menschen im ganzen Land unaufhaltbar aufladen. Die Fronten kristallisieren, versteinern und links und rechts, Kommunist und Nazi werden zu Zuordnungen, von denen zunehmend Leben und Tod abhängen.1929, 1930 und schließlich 1931 – Weimar regiert seine Krisen und seine Menschen längst mit Notverordnungen und Tucholsky geht. Er geht für immer.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Widmung
- Inhalt
- Das Schiff namens Berlin
- Ettwart Mantsch
- Der Wunderkaiser
- Das Missverständnis namens Deutschland
- Der Mann mit der zauberhaften Stimme
- Rapallo
- Lulu
- Ich schieße nicht auf Gott
- Ja
- Tempo!
- Blut auf Leinwand
- Kannste Charleston?
- Ich glaub an die Liebe
- Sie nehmen alles hin
- Mysterium Realität
- Wer bist du?
- Zauberer Oss
- Die höchste Form
- Fox Trottel
- Ohne Haut
- Die Maschine
- Dann sag’s
- Die Eskalation der Chance
- Schließ ich die Augen, seh ich mein Land
- Am Schokoladenbrunnen
- Der Knacks meines Lebens!
- Neunzehn
- Erichs Entscheidung
- Der letzte Kuss
- Wehe, du heulst
- Quellen
- Impressum