
- 669 Seiten
- German
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Über dieses Buch
Um 1500 werden in den Karten der frühen Kartographen und Berichten von Abenteurern und Reisenden erstmals die Spuren einer Nation erkennbar, die Jahrhunderte später Goethe und Schiller hervorbringen wird, aber auch den größten Massenmord der Weltgeschichte zu verantworten hat. Ist dieses "Deutschland" eine Nation mit einer festen Identität und einem angestammten "Volk", oder ist es weit eher ein historischer Raum, in dem sich konkurrierende Vorstellungen davon, was Deutschland ist oder werden soll, permanent ablösen?
Helmut Walser Smith geht in seinem elegant geschriebenen Werk der "longue durée" der deutschen Geschichte nach und hält die Idee der Nation und die Ideologie des Nationalismus so hellsichtig auseinander, wie es wohl nur einem Beobachter von außen möglich ist. Imaginationen von Deutschland und deutsche Wirklichkeiten stoßen in seinem geradezu anti-essentialistischen Buch hart aufeinander und entladen sich im 20. Jahrhundert in nationalistischen Exzessen, die Walser Smith ebenso eindringlich wie schonungslos schildert. Bis hin zur Bundestagsrede von Navid Kermani und den aktuellen Versuchen der AfD, sich der deutschen Geschichte zu bemächtigen, reicht diese kluge Meditation über Deutschland und das Erbe seiner Vergangenheit.
Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Titel
- Zum Buch
- Über den Autor
- Impressum
- Widmung
- Inhalt
- Einleitung
- Teil I: Die Nation vor dem Nationalismus
- Teil II: Die kopernikanische Wende
- Teil III: Das Zeitalter des Nationalismus
- Teil IV: Das nationalistische Zeitalter
- Teil V: Nach dem Nationalismus
- Epilog: Die Republik der Deutschen, jetzt und zu Anfang des 22. Jahrhunderts
- Danksagung
- Anmerkungen
- Nachweise für Bilder und Karten
- Personenregister
- Ortsregister
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