Im Zugriff von Fürsorge und Polizei
eBook - PDF

Im Zugriff von Fürsorge und Polizei

Erfahrungen sozialrassistischer Verfolgung im Nationalsozialismus

  1. 229 Seiten
  2. German
  3. PDF
  4. Über iOS und Android verfügbar
eBook - PDF

Im Zugriff von Fürsorge und Polizei

Erfahrungen sozialrassistischer Verfolgung im Nationalsozialismus

Über dieses Buch

Verfolgung durch die nationalsozialistische Fürsorge: Hintergründe, Quellen, beteiligte Instanzen sowie Erfahrungen und Strategien Betroffener.Im Fokus der nationalsozialistischen Wohlfahrtspflege stand die Fürsorge für die »Volksgemeinschaft«. Hilfsbedürftige, die sich unerwünscht verhielten, wurden von den Fürsorgebehörden als »gemeinschaftsfremd« ausgeschlossen. Bei der Zuschreibung einer vorgeblich erblich bedingten Abweichung wie auch bei einer Ausgrenzung als »asozial« und »arbeitsscheu« spielten durch Geschlechterbilder geprägte Erwartungen eine zentrale Rolle. Die ausgegrenzten Hilfsbedürftigen wurden mit vielfältigen eugenischen Zwangsmaßnahmen überzogen. Fürsorge, Wohlfahrtsanstalten, Jugend-, Arbeits- und Gesundheitsämter arbeiteten bei der Entrechtung der Betroffenen eng mit der Polizei und Justiz zusammen. Stigmatisierte Personen wurden von der Polizei zu Tausenden in »Vorbeugungshaft« genommen und in Konzentrationslager eingewiesen.In diesem Heft werden Fürsorge und Zwangserziehungssysteme im Netzwerk nationalsozialistischer Verfolgungsinstanzen – auch über die Grenzen des Reichsgebiets hinaus – in den Blick genommen. Zudem wird nach konkreten wie auch transgenerationalen Auswirkungen auf die Betroffenen gefragt und deren Gegenwehr beispielhaft thematisiert.Mit Beiträgen von: Piotr Chru?cielski, Oliver Gaida, Daniel Haberlah, Rense Havinga, Thomas Irmer, Sarah Könecke, Nikolas Lelle, Reimer Möller, Jan Neubauer, Stefan Romey, Laurens Schlicht und Frauke Steinhäuser.

Häufig gestellte Fragen

Ja, du kannst dein Abo jederzeit über den Tab Abo in deinen Kontoeinstellungen auf der Perlego-Website kündigen. Dein Abo bleibt bis zum Ende deines aktuellen Abrechnungszeitraums aktiv. Erfahre, wie du dein Abo kündigen kannst.
Nein, Bücher können nicht als externe Dateien, z. B. PDFs, zur Verwendung außerhalb von Perlego heruntergeladen werden. Du kannst jedoch Bücher in der Perlego-App herunterladen, um sie offline auf deinem Smartphone oder Tablet zu lesen. Weitere Informationen hier.
Perlego bietet zwei Abopläne an: Elementar und Erweitert
  • Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
  • Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Beide Abopläne sind mit monatlichen, halbjährlichen oder jährlichen Abrechnungszyklen verfügbar.
Wir sind ein Online-Abodienst für Lehrbücher, bei dem du für weniger als den Preis eines einzelnen Buches pro Monat Zugang zu einer ganzen Online-Bibliothek erhältst. Mit über 1 Million Büchern zu über 1.000 verschiedenen Themen haben wir bestimmt alles, was du brauchst! Weitere Informationen hier.
Achte auf das Symbol zum Vorlesen bei deinem nächsten Buch, um zu sehen, ob du es dir auch anhören kannst. Bei diesem Tool wird dir Text laut vorgelesen, wobei der Text beim Vorlesen auch grafisch hervorgehoben wird. Du kannst das Vorlesen jederzeit anhalten, beschleunigen und verlangsamen. Weitere Informationen hier.
Ja! Du kannst die Perlego-App sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten nutzen, damit du jederzeit und überall lesen kannst – sogar offline. Perfekt für den Weg zur Arbeit oder wenn du unterwegs bist.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.
Ja, du hast Zugang zu Im Zugriff von Fürsorge und Polizei von Oliver Gaida, Alyn Šišić, Oliver Gaida,Alyn Šišić im PDF- und/oder ePub-Format sowie zu anderen beliebten Büchern aus History & 20th Century History. Aus unserem Katalog stehen dir über 1 Million Bücher zur Verfügung.

Information

Jahr
2024
ISBN drucken
9783835357136
eBook-ISBN:
9783835387171

Inhaltsverzeichnis

  1. Umschlag
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Editorial
  6. Nikolas Lelle: »Arbeit macht frei«. Zum Zusammenhang nationalsozialistischer Fremd- und Selbstbilder mit Praktiken der Verfolgung und Vernichtung
  7. Jan Neubauer: Armes Augsburg. Nationalsozialistische Sozialfotografie zwischen Fürsorge und Verfolgung
  8. Thomas Irmer: »Die Stadt Berlin kann mit gutem Recht auf den Geist und die Führung ihrer Heime hinweisen.«. NS-spezifische Verfolgungsmaßnahmen in städtischen und privaten Berliner Fürsorgeerziehungsheimen
  9. Reimer Möller: Die Überstellung von Arbeitshausgefangenen aus der Landesarbeitsanstalt Glückstadt in das Konzentrationslager Neuengamme
  10. Piotr Chruścielski: »Asozial« als Haftkategorie im Konzentrationslager Stutthof. Eine Annäherung an Ort, Menschen und Begriffe
  11. Rense Havinga: Researching prisoners labelled ›aso‹ in concentration camps in the Netherlands
  12. Laurens Schlicht: Wissen – Kontrollieren – Aussondern. Zur Funktion der Weiblichen Kriminalpolizei in Jugendkonzentrationslagern (»Jugendschutzlagern«)
  13. Oliver Gaida: Bittbrief, Beschwerde, Flucht. Behauptungsstrategien gegenüber der Zwangsfürsorge
  14. Frauke Steinhäuser: »Die herzlichsten Grüße aus der goldenen Freiheit«. Ein gemeinschaftlicher Selbstbehauptungsversuch von als »asozial« verfolgten Frauen im Nationalsozialismus
  15. Oliver Gaida: Zwischen »Gentleman-Einbrecher« und »Berufsverbrecher«. Leben und Verfolgung von Manfred Bastubbe
  16. Daniel Haberlah: Entschädigungsakten als Quelle zur Verfolgung »Asozialer« im Nationalsozialismus
  17. Sarah Könecke: »Ihr Ansehen soll nicht beschmutzt werden«. Erinnerungsstrukturen in Familien von als »asozial« verfolgten Frauen
  18. Dokumentation
  19. Besprechungen und Annotationen
  20. Summarys
  21. Autor:innen