Die Relativierung der absoluten Revisionsgründe durch den BGH
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Die Relativierung der absoluten Revisionsgründe durch den BGH

- Zur geschichtlichen Entwicklung der absoluten Revisionsgründe und der Einschränkungskriterien des BGH sowie eine Analyse der Rechtsprechung der Jahre 2010 bis einschließlich 2022 -

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Die Relativierung der absoluten Revisionsgründe durch den BGH

- Zur geschichtlichen Entwicklung der absoluten Revisionsgründe und der Einschränkungskriterien des BGH sowie eine Analyse der Rechtsprechung der Jahre 2010 bis einschließlich 2022 -

Über dieses Buch

Die Arbeit thematisiert die Relativierung der absoluten Revisionsgründe durch den BGH. Dafür wird zunächst ein grober Überblick zur geschichtlichen Entwicklung der absoluten Revisionsgründe sowie zum Sinn und Zweck aufgezeigt, um die in der Literatur geäußerte Kritik an der Rechtsprechungspraxis des BGH sowie die Beweggründe des Gesetzgebers für die Einführung der absoluten Revisionsgründe besser nachvollziehen zu können. Hieran schließt sich eine Darstellung der wesentlichen vom BGH entwickelten Einschränkungskriterien an. Dazu zählen der denkgesetzliche Ausschluss, die Anforderungen an § 338 StPO wie Willkür, Wesentlichkeit und Verschulden, das zusätzliche Abwägungskriterium der Schwere des Verstoßes sowie die Zulässigkeitsanforderungen im Sinne des § 344 Abs. 2 S. 2 StPO. Im weiteren Verlauf wird der Frage nachgegangen, ob sich die Rechtsprechungspraxis des BGH im untersuchten Zeitraum der Jahre 2010 bis einschließlich 2022 noch in den Grenzen zulässiger Rechtsfortbildung bewegt oder die Grenzen bereits überschritten werden. Bei der Beantwortung der Frage wird insbesondere auf die geänderte Rechtsprechung des BVerfG im Jahr 2011 sowie die damit verbundenen Anforderungen an eine zulässige Rechtsfortbildung eingegangen. Sodann erfolgt eine Analyse der vom BGH im vorstehenden Betrachtungszeitraum gesprochenen Urteile anhand kriterienorientierter Fragen in Bezug auf eine mögliche Relativierung der absoluten Revisionsgründe. Zudem wird ausgewertet, ob sich die aufgezeigten Einschränkungskriterien des BGH auf den untersuchten Zeitraum ausgewirkt haben. Die Ergebnisse der Evaluierung werden mit den Erkenntnissen früherer Untersuchungen verglichen und bewertet. Letztlich wird die Frage erörtert, ob die Rechtssoziologie eine andere Wertung der bisher gewonnenen Ergebnisse erlaubt und möglicherweise im Lichte der von Rawls vertretenen Theorie der Verfahrensgerechtigkeit gerechtfertigt werden kann. Neben der Darstellung der Formen der Verfahrensgerechtigkeit nach Rawls wird das Strafverfahren einer dieser Formen zugeordnet und die gewonnen Erkenntnisse auf das Strafverfahren sowie die absoluten Revisionsgründe übertragen.

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Information

Jahr
2024
eBook-ISBN:
9783736969797
Auflage
0

Inhaltsverzeichnis

  1. Literaturverzeichnis
  2. Tabellenverzeichnis
  3. Abkürzungsverzeichnis
  4. Einleitung
  5. A. Zur geschichtlichen Entwicklung der absoluten Revisionsgründe
  6. A. Zur geschichtlichen Entwicklung der absoluten Revisionsgründe
  7. I. Gesetzgeberische und politische Situation bis 1877
  8. II. Reichsstrafprozessordnung von 1877
  9. III. Zur weiteren Entwicklung der Reichsstrafprozessordnung
  10. 1. Deutsches Kaiserreich von 1871 bis 1918
  11. 2. Weimarer Republik von 1918 bis 1933
  12. 3. Nationalsozialismus von 1933 bis 1945
  13. 4. Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs
  14. B. Sinn und Zweck der absoluten Revisionsgründe und das Verständnis von § 338 Nr. 8 StPO
  15. I. Sinn und Zweck der absoluten Revisionsgründe
  16. II. Gesetzgeberische Intention und § 338 Nr. 8 StPO
  17. C. Einschränkungen der Rechtsprechung
  18. I. Denkgesetzlicher Ausschluss
  19. Anforderungen an die einzelnen absoluten Revisionsgründe
  20. 1. Willkür
  21. 2. Wesentlichkeit
  22. 3. Verschulden
  23. III. Abwägungslehre
  24. IV. Anforderungen an die Zulässigkeitsprüfung i. S. v. § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO
  25. V. Relativierung der absoluten Revisionsgründe als Rechtsfortbildung?
  26. D. Umgang mit Revisionen durch den BGH
  27. I. Allgemeines
  28. II. Untersuchung der Urteile des BGH für die Jahre 2010 bis einschließlich 2022
  29. 1. § 338 Nr. 1 StPO
  30. 2. § 338 Nr. 2 StPO
  31. 3. § 338 Nr. 3 StPO
  32. 5. § 338 Nr. 5 StPO
  33. 6. § 338 Nr. 6 StPO
  34. 7. § 338 Nr. 7 StPO
  35. 8. § 338 Nr. 8 StPO
  36. 9. Zusammenfassung
  37. III. Ergebnis
  38. E. Rechtssoziologische Analyse der absoluten Revisionsgründe
  39. I. Rechtssoziologisches Verständnis
  40. 1. Grundgedanke der Verfahrensgerechtigkeit
  41. 2. Formen der Verfahrensgerechtigkeit
  42. 3. Übertragung auf das Strafverfahren
  43. 4. Auswirkung auf die Bewertung der aufgezeigten Rechtsprechungspraxis des BGH
  44. III. Fazit
  45. F. Zusammenfassende Stellungnahme