Recht und Sorge
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Recht und Sorge

Eine kritische Soziologie zur Teilhabe von Kindern

  1. 348 Seiten
  2. German
  3. PDF
  4. Über iOS und Android verfügbar
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Recht und Sorge

Eine kritische Soziologie zur Teilhabe von Kindern

Über dieses Buch

Durch Rechte sollen Kinder sowohl geschützt als auch beteiligt werden. Sarah Mühlbacher zeigt, inwiefern sich rechtliche Reformprojekte immer wieder in rechtliche Regelungen verkehren, die die Perspektiven und Lebensrealitäten von Kindern unsichtbar machen. Ihre soziologische Studie analysiert reformerische, gegenreformerische und transformatorische Positionen in den Diskursen um zentrale Reformen seit den 1960er Jahren und verdeutlicht, welche Stimmen kein Gehör fanden. Sie rekonstruiert die strukturelle Abwertung der Sorge, die Naturalisierung von Kindheitskonzepten und die Hierarchisierung von Differenzen in rechtlichen Diskursen, Verfahrens- und Subjektivierungsweisen in kapitalistischen Gesellschaften als Schlüssel zum Verständnis dieser paradoxalen Konstellation. Das Buch endet mit einem Ausblick auf eine radikale Transformation von Rechten in Beziehung zu Politiken radikaler Sorge.

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Information

Inhaltsverzeichnis

  1. Inhalt
  2. Einleitung. Das prekäre Verhältnis von Autonomie, Sorge, Gleichheit und Differenz
  3. 1 Eine Ideologiegeschichte der Rechte der Kinder. Skizze eines Forschungsprogramms
  4. 1.1 Blockierte Diskurse
  5. 1.2 Das Verhältnis von Theorie und Empirie
  6. 1.3 Perspektive und Anliegen dieser Untersuchung
  7. 2 Methode. Werkzeugkasten für die Analyse rechtlicher Diskurse
  8. 2.1 Material. Theoretical Sampling
  9. 2.2 Auswertung. Kodieren, Vergleichen, Mapping
  10. 2.3 Perspektiven einer empirisch-theoretischen Sozialkritik
  11. 3 Sorge zwischen Abwertung und unvollständiger Demokratisierung
  12. 3.1 Wandel der rechtlichen Regelung des Eltern-Kind-Verhältnisses. Die Sorgerechtsreform 1980
  13. 3.2 Vom Befehls- zum Verhandlungshaushalt
  14. 3.3 Demokratisierung in der Einbahnstraße. Die Stimmen der APO
  15. 4 Sorge und Differenz. Elemente einer kritischen Soziologie der Rechte der Kinder
  16. 4.1 Kindheitsbilder
  17. 4.2 Die Rechte der Kinder. Liberation- versus Caretaker-Thesis
  18. 4.3 Generationale Verhältnisse. Hierarchisierung von Differenzen
  19. 4.4 Kinderrechte aus der Perspektive feministischer, intersektionaler und postkolonialer Rechtstheorien
  20. 4.5 Recht und Adultismus. Abwertung der Sorge
  21. 5 Familialismus des Rechts
  22. 5.1 Gesetzeslage. Wer und wie viele können Eltern sein?
  23. 5.2 Die Rechte nichtehelicher Kinder. Das Kindschaftsrechtsreformgesetz 1998
  24. 5.3 Gefährdende Fürsorge. Gewaltschutz und verordnete Kooperation
  25. 5.4 Familialismus in soziologischen Diskursen
  26. 5.5 Die Rechte der Kinder auf ihre queeren Familien. Debatten zum Abstammungsrecht 2013–2021
  27. 5.6 Ausschließende Einschlüsse. Old and New Illegitimacy
  28. 6 Paradoxien von Schutz- und Partizipationsrechten von Kindern
  29. 6.1 Geschichte der Kinderrechte
  30. 6.2 Reformgeschichte der Kinder- und Jugendhilfe
  31. 6.3 Paradoxien der Schutzrechte. Reformen der Kinder- und Jugendhilfe 1989–2021
  32. 6.4 Materialität der Schutzrechte. An der Intersektion von ökonomischer und generationaler Ordnung
  33. 6.5 Paradoxien der Partizipationsrechte. Debatten zur Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz 2012–2021
  34. 6.6 Arendt’s Children. An der Intersektion von generationaler und staatsbürgerlicher Ordnung
  35. 7 Eine kritische Soziologie zur Teilhabe von Kindern
  36. 7.1 Zwischen Reform und Gegenreform. Paradoxien staatszentrierter Politiken
  37. 7.2 Zwischen Reform und Transformation. Dezentrierung von Politik und Teilhabe
  38. Literatur- und Quellenverzeichnis
  39. Verzeichnis der zitierten Gesetze, Urteile und Drucksachen
  40. Abbildungsverzeichnis
  41. Danksagung