Postmemory und die Transformation der deutschen Erinnerungskultur
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Postmemory und die Transformation der deutschen Erinnerungskultur

  1. 297 Seiten
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Postmemory und die Transformation der deutschen Erinnerungskultur

Über dieses Buch

Deutet die zunehmende Ausweitung und Verflechtung deutschsprachiger Erinnerungsnarrative auf eine Aufsplitterung des Kollektivs hin, oder signalisiert sie vielmehr die Entstehung einer neuen, transnationalen und transkulturellen Form von Gemeinschaft? Inwiefern vermag die kritische Perspektivierung der Vergangenheit, die in den untersuchten Werken zu verzeichnen ist, über Erinnerungskonkurrenzen und Opferwettbewerb hinauszuführen und einem "solidarischen" Erinnern Raum zu machen?

Diesen Fragen geht der Band nach, indem er die Herausforderungen beleuchtet, die neuere Werke der Kunst und Literatur an die Erinnerungskultur stellen. Kreisten die Untersuchungen zum Holocaust-Gedächtnis in der deutschen Literatur lange Zeit ausschließlich um die Gegenüberstellung von Tätern und Opfern und um die Frage der Schuld, so sind heute neue Begrifflichkeiten und Denkmodelle notwendig.

Über das titelgebende, von Marianne Hirsch entwickelte Konzept der postmemory hinaus werden Ansätze aus der neueren Gedächtnisforschung sowie aus den Bereichen Traumaforschung, Holocaust studies und postcolonial studies diskutiert. Als hilfreich erweisen sich insbesondere die von Michael Rothberg geprägten Begriffe multidirectional memory und implicated subject, die Überlegungen von Astrid Erll und Ann Rigney zum Themenkomplex mediation / remediation sowie die vielfältigen Arbeiten Aleida Assmanns.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Inhaltsverzeichnis

  1. Title Page
  2. Copyright
  3. Contents
  4. Danksagung der Herausgeberinnen
  5. I. Begriffliche und theoretische Grundlagen
  6. Puzzle, Labyrinth, Flickenteppich: Literatur als Labor der Erinnerungskultur
  7. Generationen, Archiv und Ästhetik: Vortrag und Werkstattgespräch
  8. Erinnerungskultur zwischen Konflikt und Pluralisierung? Problembeschreibungen zu NS-Geschichte und Kolonialgeschichte in Öffentlichkeit und Literatur
  9. II. Neuverhandlungen des NS-Erbes
  10. Flucht, Trauma, Postmemory – und ‚Euthanasie‘. Ulrike Draesners Sieben Sprünge vom Rand der Welt
  11. Eine Enkelin auf der Suche nach der Vergangenheit ihrer Familie: Marion Welschs Sprich mit mir
  12. Bernhard Blank, eine Stimme gegen das Vergessen in Ursula Krechels Roman Geisterbahn
  13. Zwischen Ostpreußen und Tiergarten: Sinti im Erinnerungsraum des ehemals deutschen Ostens
  14. III. Fluchtlinien der Shoah
  15. Diese Tage in Terezín – an den Grenzen des ‚Darstellbaren’
  16. Klage, Anklage, Klagelied: Poetik und Öffentlichkeit im Schreiben von Esther Dischereit
  17. Postmemory und transnationale Erinnerungskulturen: Familiengedächtnis und kulturelles Selbstverständnis in Olga Grjasnowas Prosa
  18. „Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht“: Postmemoriale Geschichte(n) in Ulrike Ottingers Film Exil Shanghai und Ursula Krechels Roman Shanghai fern von wo
  19. IV. Postimperiale und postkoloniale Zusammenhänge
  20. Zwischen Aus- und Rückwanderung: Erinnerungsnarrativ und Grenzgängertum in Eleonora Hummels Die Fische von Berlin
  21. Multidirectional Memory bei Alexander Lenard – Holocaustgedächtnis im postkolonialen Brasilien
  22. Spurensuche und zeitlose Erinnerung in Nino Haratischwilis Das achte Leben (Für Brilka)
  23. Postmigration und Postmemory in deutscher und französischer Gegenwartsliteratur: Vermittelte und erworbene Geschichte(n) der ‚Generation danach‘
  24. Verzeichnis der Autor:innen
  25. Stichwortverzeichnis
  26. Personenregister