Gerechtigkeit im gesellschaftlichen Diskurs des späteren Mittelalters.
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Gerechtigkeit im gesellschaftlichen Diskurs des späteren Mittelalters.

  1. 293 Seiten
  2. German
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  4. Über iOS und Android verfügbar
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Gerechtigkeit im gesellschaftlichen Diskurs des späteren Mittelalters.

Über dieses Buch

Im späteren Mittelalter rückten das Gemeinwohl und die es stützenden sittlichen Normen in den Mittelpunkt des Nachdenkens über die Ordnung des menschlichen Miteinanders. Die Gerechtigkeit, die man als Kardinaltugend bis ins 12. Jahrhundert hinein primär in ihrer Verbindung zu den theologischen Tugenden des Glaubens, Hoffens und Liebens diskutiert hatte, erhielt im politischen Kontext eine neue Qualität. Ihr Anspruch, das Ich durch die Hinordnung zu den anderen zu vervollkommnen, erhob die Gerechtigkeit zum Garanten für die Stabilität und die Dauerhaftigkeit des weltlichen Gemeinwesens. In der Jurisprudenz und der Theologie/Philosophie wurden die vor dieser Folie neu zu bestimmenden Prinzipien gerechten Handelns unter Bezugnahme auf die christliche Tradition, das römische und kanonische Recht sowie die antike, vornehmlich aristotelische, Philosophie erörtert, in Spiegel-Texten, Tugendlehren und in Reformschriften, aber auch in bildlichen Kunstwerken den politisch Agierenden nahe gelegt, in der Historiographie und der Literatur reflektiert sowie in Predigten und Reden oder bei feierlichen Einzügen dem Volk vermittelt. Hiermit ist ein weites Forschungsfeld aus dem Bereich der politischen Ideengeschichte umrissen, dessen Vielschichtigkeit und Relevanz die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes, die verschiedene geographische Räume, Quellengattungen und Facetten der Gerechtigkeit beleuchten, aufzeigen.

Häufig gestellte Fragen

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Information

Jahr
2012
ISBN drucken
9783428137060
eBook-ISBN:
9783428537068
Auflage
1

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Petra Schulte, Gabriele Annas und Michael Rothmann: Einleitung
  4. Petra Schulte: Karl der Kühne und die Leitideegerechter Herrschaft
  5. Ulrich Meier: Die linke und die rechte Waagschale der Justiz.Die Rezeption der aristotelischen Lehre der Teilgerechtigkeiten bei Albertus Magnus und Ambrogio Lorenzetti
  6. Krijn Pansters: Gerechtigkeit als Strukturelementkatechetischer Texte des 15. Jahrhunderts
  7. Klaus Schreiner: strengkeit des gerichts und der straffe mit sunderlichen gnaden gelyndert. Theologische Grundlegung, gedankliche Durchdringung und geschichtliche Praxis hoch- und spätmittelalterlicher Gnadenjustiz
  8. Hagen Keller: Norm, Rechtsbruch und Strafe im „öffentlichen Bewusstsein" der italienischen Kommunen
  9. Michael Hohlstein: Strenge und Milde. Zur Gesetzesgerechtigkeit in der spätmittelalterlichen Pastoralliteratur
  10. Barbara Frenz: Gleichheitsdenken als Konsequenz aus dem städtischen Grundwert der Gerechtigkeit
  11. Gabriele Annas: Gehorsamkeyt ist tod, gerechtigkeyt leyt not, nichts stet in rechter ordenung. Zum Begriff der „Gerechtigkeit“ in Schriften zur Reichsreform des 15. Jahrhunderts
  12. Franz Fuchs: Die Praxis des kaiserlichen Kammergerichts im Spiegel Nürnberger Gesandtschaftsberichte des 15. Jahrhunderts
  13. Kristin Böse: tous les membrez en un vray corps Rechtsprechung und Körpermetapher im Trajan/Herkinbald-Teppich des Berner Historischen Museums