Was ist das Gedächtnis? Das Buch vereint die Perspektiven von WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen, die sich selbst, die Gesellschaft und die ganze Welt in den Kontext ihrer Geschichte stellen.Gedächtnis ist ein Wort der Alltagssprache, aber auch vieler Fachsprachen. Psychologie, Hirnforschung und Psychiatrie befassen sich mit dem Gedächtnis, dessen Störanfälligkeit uns heute mehr denn je herausfordert. Aber nicht nur Individuen, auch Gesellschaften haben ein Gedächtnis, sie sind Produkt ihrer Geschichte, die stets präsent und wirksam ist. Auch der Verlust des kollektiven Gedächtnisses zieht tiefgreifende Störungen nach sich, die unsere Verortung und Verankerung in der Welt bedrohen. Und schließlich haben auch Tiere und Pflanzen ihre individuelle und evolutive Geschichte, ja sogar die Erde und das Weltall. Haben auch sie ein Gedächtnis oder verkörpern sie dieses? Sicher ist: Es gibt nicht ›das‹ Gedächtnis. Je genauer wir hinschauen, umso weniger nähern wir uns einer einheitlichen, allen Aspekten gerecht werdenden Definition. Dieses Buch versucht Antworten zu geben, indem es verschiedene Menschen mit ihren jeweiligen Perspektiven zu Wort, Bild und Klang kommen lässt. Ob Archäologe oder Gedächtnisforscherin, Sprachwissenschaftler oder Philosophin, Astronom oder Geographin, Theologe oder Schriftstellerin – jeder und jede hat eine individuelle, von Herkunft, Wissen, gesellschaftlicher Rolle und eigenen Erfahrungen geprägte Perspektive auf das, was wir Gedächtnis nennen.

eBook - PDF
Gedächtnis
Streifzüge, Reflektionen, Bilder
- 245 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
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Über dieses Buch
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Information
Thema
SozialwissenschaftenThema
DeutschInhaltsverzeichnis
- Umschlag
- Titel
- Impressum
- Inhalt
- Einleitung
- Tobias Bulang: gedenken – gadâcht – gedæchtnus. Sprachgeschichtliche Überlegungen
- Ulrike Draesner: Das fremde Gedächtnis
- Ekkehard Felder: Das Gedächtnis zeigt sich in (s)einer sprachlichen Ordnung. Sprechen und Erinnern zwischen Herrschaft und Anarchie
- Matthias Bartelmann: Zeit und Gedächtnis aus physikalischer Sicht
- Norbert Christlieb: Das chemische Gedächtnis der Sterne
- Norbert Frank: Das Gedächtnis der Erde
- Philipp Stoellger: Was bleibt, wenn man alles vergessen hat. Verkörpertes Gedächtnis in theologischer Perspektive
- Sensing: … das Archiv. Brigitte Oleschinski: Drei Windstöße (Video I – III) | Peer Trilcke: Klimamaschine (windig, toxisch)
- Thomas Fuchs: Das Gedächtnis ist kein Speicher
- Stefan Schneider: Gedankengänge sind Wege, die unsere Gedanken GEHEN!
- Magnus Schlette: Gedächtnis und Freiheit
- Andreas Draguhn: Von Klotzaugen und Wachstafeln
- Peter Kirsch: H. M., das Gehirn und die verschiedenen Arten des Gedächtnisses
- Hans Förstl: Von Augustin und Alzheimer zu Engramm und Epigenetik (via Ernst Haeckel)
- Andreas Kruse: Biografisches Gedächtnis im hohen Alter
- Judith Kuckart: Die Stimmung der Bäume
- Karen Nolte: Geschichte der Demenz-Pflege
- Angela Rinn: Das Paradiesgärtlein in der Stadt. Eine praktisch-theologische Perspektive
- Joachim Küchenhoff: Die unabgegoltene Vergangenheit und ihre Einschreibungen
- Kathrin Yen • Svenja Taubner: Gewalt nicht vergessen. Traumagedächtnis aus forensischer und psychologischer Sicht
- Henry Keazor: Kunst und Gedächtnis. Oder: Mnemosyne: Göttin des Gedächtnisses, Mutter der Musen
- Hannah Monyer: Das kleine Thema bei Marcel Proust. Was unser Gedächtnis beim Musikhören leistet
- Matthias Attig: Musik als artifizielles Gedächtnis
- Christiane Wiesenfeldt: Robert Schumann: »Erinnerung« (4. November 1847)
- Ralph Dutli: Das Roman-Gedächtnis (oder: Das Wachs im Ohr der Wale)
- Vera Nünning: Kollektives Gedächtnis. Formen kultureller Erinnerung in Julian Barnes’ Roman ›England, England‹ (1998)
- Thomas Meier: Erinnerungen brauchen Orte, oder?
- Lutz Seiler: Spaziergänge im Niemandsland
- Sabine Scho: Gruppenbild // der Schwesternhelferinnen
- Ulrike Gerhard: »Ich bin zu Hause zwischen Tag und Traum«. Das Zuhause als Erinnerungsort der Stadt
- Elke Gryglewski: Erinnerung an den Nationalsozialismus in einer vielfältigen Gesellschaft
- Katja Patzel-Mattern: »Das muss immer wieder thematisiert werden«. Gedenken an lesbische Opfer des Nationalsozialismus
- Friederike Reents • Ali Moraly: Eingedenk der Judenvernichtung
- Karen Joisten: Von Eingeschriebenem. Vom Ändern. Vom Verheimen
- Henry Keazor: Bilder für das Gedächtnis
- Verzeichnis der Autorinnen und Autoren
Häufig gestellte Fragen
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