Wie hat Ernst Albrecht, funfter niedersachsischer Ministerprasident, politisch gefuhrt? Viele Zeitgenossen hatten darauf eine schnelle Antwort zur Hand, und ihr Urteil fiel recht einhellig aus: unbeweglich, uberzeugend, hoflich, distanziert, dominant. Diese Feststellung zu seinem Fuhrungsstil ist faszinierend: Immerhin fuhrte Albrecht 14 Jahre lang die Regierungsgeschafte (1976-1990) eines von politischen Kampfen und Unruhen gezeichneten Flachenlandes - darunter der andauernde Streit um das Atommullendlager in Gorleben, die Auseinandersetzungen um einen neuen NDR-Staatsvertrag und der Kampf um die Kanzlerkandidatur zwischen Ernst Albrecht und Franz Josef Strau. Auf den ersten Blick erscheinen vor diesem Hintergrund Integration und Kooperation als die geeigneteren Fuhrungselemente. Wie passt das zusammen? Wie funktionierten Machterwerb und Machterhalt in der Ara Albrecht? Mit diesen Fragen setzt sich Christian Werwath in seinem neuen Buch auseinander.

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Über dieses Buch
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Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Inhalt
- Vorwort:Vorzüge und Fallstricke politischer Seiteneinsteiger
- 1. Einleitung
- 2. Merkmale des Ministerpräsidentenamtes in Niedersachsen: Konkurrenz und Ausgleich - Land und Partei - Amt und Persönlichkeit
- 3. Annäherung an einen Unnahbaren
- 4. Einstieg in die Politik: Das gemachte Nest
- 5. Regierungsübernahme
- 6. Die Lehrjahre wurden zu Herrenjahren: Etabliert in Land und Partei?
- 7. Ministerpräsident I: Führung aus der Staatskanzlei
- 8. Ministerpräsident II: Machterhalt und Machtverlust
- 9. Albrechts Führungsverständnis
- 10. Landesvater, Landesmanager, Landespatron oder Generalist?
- 11. Fazit und Forschungsperspektiven
- Literaturverzeichnis
- Endnoten
- Reihe
- Impressum