Mehr als jeder andere Autor des Realismus ist Turgenev als Frauenversteher"e; bekannt, der einige der schillerndsten Frauenfiguren der Epoche geschaffen hat. Es ist auffallig, dass viele seiner Frauenfiguren eng mit dem Tod verknupft sind: Sie treten als Todesbotinnen auf, begehen Suizid oder sterben eines fruhen naturlichen Todes. Trixi Jansen geht der paradigmatischen Verknupfung von Tod und Weiblichkeit nach und untersucht die Frauenfiguren der spaten Erzahlungen Turgenevs vor dem Hintergrund der feministischen Theorie. Sie geht insbesondere der Frage nach, inwiefern die Verbindung von Tod und Weiblichkeit bei Turgenev gangige Normen des patriarchalen Weltbildes bestatigt oder negiert. Es zeigt sich, dass der weibliche Tod in den analysierten Erzahlungen immer eine asthetische Funktion erfullt, ganz gleich, ob die Frauenfiguren zu Lebzeiten dem Typus der starken Frau, der Vampirsfrau oder der Halbtoten entsprechen.

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Über dieses Buch
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Inhaltsverzeichnis
- Cover
- Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Feministische Literaturtheorie
- 3 Der Tod und das Mädchen
- 4 Turgenevs Frauenfiguren
- 5 Schlussbetrachtung
- Literaturverzeichnis
- Endnoten
- Reihe
- Impressum