Viele Filme des amerikanischen Regisseurs David Lynch hinterlassen bei den Rezipienten ein Gefuhl der Irritation. Selbst wenn das Licht im Kinosaal wieder angeht, so bleibt das Gesehene dennoch im Dunkeln. Lynch fuhrt seine Zuschauerinnen und Zuschauer auf einem "e;Lost Highway"e; zum "e;Mulholland Drive"e; und verhindert durch seine experimentelle Erzahlform die Entstehung einer koharent erzahlten Welt.Als unzuverlassiges Erzahlen bezeichnet man innerhalb der Erzahlforschung das Spiel mit der Realitat in der Fiktion. Dominik Orth versucht mit Hilfe dieses erzahltheoretischen Konzepts den Ursachen fur die verstorende Wirkung der Filme Lynchs nachzuspuren. Ermoglicht es das narratologische Konzept des unzuverlassigen Erzahlens, sich den erzahlerischen Experimenten David Lynchs zu nahern? Worin liegt die Ursache, dass man als Rezipient daran scheitern muss, einige seiner Filme zu verstehen und eine zusammenhangende Handlung aus dem Gesehenen zu konstruieren? Auf der Basis eines von Dominik Orth entwickelten Konzepts von erzahlerischer Unzuverlassigkeit im Medium Film werden die Filme "e;Lost Highway"e; und "e;Mulholland Drive"e; unter diesen Gesichtspunkten einer eingehenden narratologischen Analyse unterzogen. Die daraus entwickelte spezifische Unzuverlassigkeit der untersuchten filmischen Erzahlungen von David Lynch wird in Bezug zu kulturellen Diskursen gesetzt, womit die Studie den Rahmen fur kulturwissenschaftliche Fragestellungenoffnet.

- 126 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
eBook - PDF
Über dieses Buch
375,005 Studierende vertrauen auf uns
Zugang zu über 1,5 Millionen Titeln zu einem fairen monatlichen Preis.
Mit unseren Lerntools kannst du noch effizienter lernen.