Das Volkerrecht muss einen Staat, der seine Burger qualt, zur Rason bringen. Die Humanitare Intervention mit militarischen Mitteln stellt die letzte, wenngleich wohl umstrittenste Option dar, einem solchen Handeln Einhalt zu gebieten. In den vergangenen Jahrhunderten erfolgte die Rechtfertigung unter dem Titel bellum iustum"e; (gerechter Krieg"e;) mit deutlich religios begrundeten Strukturen. Heutzutage gilt es, auf einer sakularen Betrachtungsweise aufzubauen: den Menschenrechten. Zudem erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Anspruchen der Rechtsordnung, ethischen Aporien, kritischen Mediengesellschaften sowie der Frage nach der Zukunft staatlicher Souveranitat. Die gelegentlich geauerte Forderung nach mehr Verantwortung, welche die Bundesrepublik in auenpolitischer Hinsicht endlich ubernehmen musse - notfalls auch mit militarischen Mitteln -, fuhrt im Kern zu der Frage, ob als Ultima Ratio die Menschenrechte auch mit Waffengewalt geschutzt werden mussen. Timo Gertler leistet in seinem vorliegenden Buch einen wichtigen Beitrag zu dieser Diskussion, indem er darstellt, nach welchen Kriterien die Entscheidung uber Interventionen getroffen wird. In vier Dimensionen, die sich auf historische, rechtliche, politische und mediale Aspekte beziehen, untersucht er, welcher Rechtfertigungsdruck bei der Initiierung solcher Einsatze besteht. Der Leser kann sich so anhand der dargestellten Perspektiven ein Urteil daruber bilden, ob eine Intervention aus normativer Sicht fur gerecht befunden werden kann.

- 199 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
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Über dieses Buch
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Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- 1. Einleitung
- 2. Theoretische Grundlagen
- 3. Historische Dimension
- 4. Völkerrechtliche Dimension
- 5. Politische & Ethische Dimension
- 6. Mediale & Soziale Dimension
- 7. Fazit
- Literatur
- A. Anhang