Cristian Gilcher beschaftigt sich mit dem Ermudungsverhalten vonKopfbolzendubeln unter nicht ruhenden Belastungen im Verbundbruckenbau. Bisherige Arbeiten haben gezeigt, dass die Erfassung der Thematik auf Basis des allgemein eingefuhrten Nennspannungskonzeptes nicht hinreichend genau moglich ist. Es wird daher eine Methodik zur computergestutzten Analyse auf Basis des Ortlichen Konzeptes entwickelt, mit deren Hilfe in Abgrenzung zu bisherigen Ansatzen eine Vielzahl relevanter Gesetzmaigkeiten beim Ermudungsverhalten unter realenVerkehrsbelastungen qualitativ und quantitativ erfasst werden konnen.Neben den auftretenden Dubelkraft-Umlagerungen in einem Zweifeldtrager kann auch das fortschreitende Betonversagen und die damit einhergehende Schlupfzunahme am Dubelfu systematisch erfasst und bewertet werden. Mit Hilfe der entwickelten Komponenten wird u. a. eine Ruckrechnung derErgebnisse des Ortlichen Konzeptes auf das Nennspannungskonzept vorgenommen, die in Form von Schubspannungs-Wohlerlinien aufbereitet werden. Untersuchungen zur Anwendbarkeit einer linearen Schadensakkumulationshypothese fur Gesamtkollektive zeigen, dass unter Beachtung realitatsnaher Beanspruchungsmuster keine hinreichend genauen Lebensdauervorhersagen moglich sind - die generelle Anwendbarkeit des Nennspannungskonzeptes wird einer kritischen Bewertung unterzogen.Anschlieend wird ein neues, aus dem Ortlichen Konzept erarbeitetes Nachweiskonzept vorgeschlagen, das stochastische Einflusse unterschiedlicher Kollektivformen implizit auf der Widerstandsseite berucksichtigt. Damit kann bei gleichzeitiger Steigerung der Genauigkeit die Komplexitat der Nachweisfuhrung deutlich reduziert werden.Erganzend werden Anregungen fur weitere erforderliche Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet gegeben.

- 210 Seiten
- German
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