
- 842 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
Über dieses Buch
Die Studie untersucht erstmals umfassend die vielschichtige Verschränkung zwischen völkerkundlicher Anthropologie und Ästhetik seit der Mitte des 18. Jahrhunderts. Dass sich diese beiden Wissensbereiche im damaligen Europa gleichzeitig als "Leitdisziplinen" zu etablieren begannen, ist kein Zufall. Vielmehr besteht zwischen ihnen eine enge entstehungsgeschichtliche und sachliche Verbindung, die bis in den Primitivismus des frühen 20. Jahrhunderts hinein fortwirkte. Das zeigt das Buch in verschiedenen diachronen Längsschnitten. Dabei verfolgt Kaufmann einen dezidiert transdisziplinären, kulturwissenschaftlich-wissenshistoriografischen Ansatz und schliesst thematisch insbesondere an die Forschungszweige der interkulturellen Literatur- und Philosophiegeschichte an.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- Titel
- Inhalt
- Einleitung
- Erster Teil: Körperästhetik des ‚Wildenˋ
- I. Beau Sauvage. Die ‚natürlicheˋ Schönheit des (künstlichen) ‚Wildenˋ in Rousseaus Discours sur l'inégalité, Winckelmanns Gedanken über die Nachahmung und Diderots Essais sur la peinture
- II. Klassizistische Anthropometrie. Idealschöne Griechen vs. „entlegene Völker“ in Winckelmanns Geschichte der Kunst des Alterthums
- III. „was uns Eckel und Abscheu erwecket“. Die ‚Hottentottenˋ-Passage in Lessings Laokoon und die anonyme Erzählung Tquassouw and Knonmquaiha
- IV. Die „Verschiedenheit“ der Schönheitsbegriffe „bei den verschiedenen Völkern“. Ästhetischer Universalismus und Relativismus in Wielands Agathon und Abderiten
- V. Ästhetische Aspekte der Nationalphysiognomik, vergleichenden Anatomie, Rassenanthropologie und Menschheitsgeschichte
- Zweiter Teil: Kunstästhetik des ‚Wildenˋ
- I. Die ‚Entdeckungˋ der Südseekunst in Reiseberichten von Louis-Antoine Bougainville, James Cook, Georg Forster und John Hawkesworth
- II. „Alle unpolicirte Nationen sind singend“. Herders ethno-anthropologische Poetik des ‚Volksliedsˋ
- III. Der ‚Wildeˋ als Prototyp des prometheischen Genies in Goethes Von deutscher Baukunst
- IV. „Barbarischer Geschmack“ und „interesseloses Wohlgefallen“ in Kants Critik der Urtheilskraft
- V. „Wie frühe oder wie spät sich der ästhetische Kunsttrieb entwickel[t]“. Schillers Ethno-Ästhetik im Wandel (1789–1795)
- VI. Zwischen Ausgrenzung und „Anerkennung“. Der prekäre Status des ‚Wildenˋ in der Ästhetik des Deutschen Idealismus und Spätidealismus
- Ausblick: Theorien ‚primitiverˋ Kunst in den Jahrzehnten um 1900
- Abbildungsverzeichnis
- Literaturverzeichnis
- Personenregister