
- 159 Seiten
- German
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Über dieses Buch
Vor rund 25 Jahren erschien die erste PISA-Studie der OECD. Sie bescheinigte dem deutschen Bildungssystem eine eher durchschnittliche Bildungsqualität. Dieser Befund löste in der Bildungslandschaft Panik aus.Es wurden Curricula über den Haufen geworfen, die Digitalisierung des Unterrichts vorangetrieben, Tafeln durch Whiteboards ersetzt, Schulinspektionen durchgeführt und andere Dinge mehr.In den PISA-Folgestudien besserte sich das Leistungsniveau kontinuierlich, bis es im Jahr 2012 sein Maximum erreichte. Ab dem Schuljahr 2013/14 dann wurde die erste Phase der Schulinklusion umgesetzt mit der Folge, dass in der 2015er PISA-Studie die Leistungen prompt sanken und bis 2022 deutlich unter das Niveau der Erststudie aus dem Jahr 2000 fielen.Zur Erklärung fiel den Verantwortlichen nicht viel mehr ein als auf die Corona-Pandemie zu verweisen – eine Erklärung von nahezu rührender Naivität. Denn erstens begann die Pandemie erst Ende 2019 und nicht bereits 2012. Und zweitens war ein derartiger Leistungsabsturz infolge Corona in keinem anderen OECD-Land zu beobachten.Entsprechend beschreibt die Studie "Deutsches Schulbarometer" der Robert-Bosch-Stiftung aus 2024 die deutsche Schullandschaft als "krankes System".In meinem Buch gehe ich der Frage nach, ob der beschriebene Leistungsabfall nicht vielmehr im Kontext der Identitätspolitik betrachtet werden muss, die durch Butlers Schrift "Gender Trouble" initiiert wurde und auch den Inklusionsgedanken beeinflusste.Unter dem Titel "Gender Mainstreaming" beschloss die 4. Weltfrauenkonferenz im Dezember 1995 "...eine aktive und sichtbare politische Strategie, der Genderperspektive in allen Politikansätzen und Programmen Vorrang einzuräumen..." 1999 gelangte es in den Amsterdamer Vertrag der EU, von dort 2000 in die Geschäftsordnung der Regierung Schröder und wurde 2005 in den Koalitionsvertrag der Regierung Merkel I aufgenommen.Die Bundesregierung hat sich folglich ohne Not und ohne Wählervotum (die Weltfrauenkonferenz ist demokratisch nicht legitimiert!) zum Gender Mainstreaming verpflichtet. De facto ist dies ein Eingriff in die Gesetzgebung des Bundes und der Länder und wirkt sich auf diese Weise auch auf das Bildungssystem aus.Die Identitätslinken glauben an die Vorstellung, menschliches Bewusstsein werde ausschließlich durch kulturelle Einflüsse (z.B. Erziehung) erzeugt und könne durch Umerziehung überschrieben werden. Dies erklärt ihr enormes Interesse, sich des Bildungssystems zu bemächtigen. Zu diesem Zweck unternehmen sie einen zweiten "Marsch durch die Institutionen".Die Frage, wie weit dieser bereits vorangekommen ist, untersuche ich in meinem Text.
Häufig gestellte Fragen
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