
Die Stellung Jesu im Quran und in der islamischen Theologie
Jesus als Sohn Gottes oder "nur" ein Prophet?
- 26 Seiten
- German
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Die Stellung Jesu im Quran und in der islamischen Theologie
Jesus als Sohn Gottes oder "nur" ein Prophet?
Über dieses Buch
Forschungsarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Theologie - Systematische Theologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Seminar für evangelische Theologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Christentum und der Islam sind aufgrund ihrer gemeinsamen Vorgeschichte und ihres Bekenntnisses zu dem "einen" Schöpfer der Welt, der sich den Menschen offenbart mittels seiner Propheten, zutiefst miteinander verwurzelt. Diese Tatsache ändert sich nicht, obwohl die Beziehungen zueinander über Jahrhunderte von sich stark abgrenzenden und gegensätzlichen Modellen geprägt waren, die sich bis heute gesellschaftlich und politisch auswirken. Der Islam ist die einzige Glaubensgemeinschaft, die sich in ausdrücklicher Weise und auf ihre heilige Schrift berufend, vom Jesusbild im Christentum abgrenzt und die christliche Heilslehre in Frage stellt. Die folgenden Ausführungen untersuchen Aussagen des Koran, der heiligen Schrift der Muslime, über Jesus, den Religionsstifter und Herrn der Christen. Der Koran bezieht sich in 93 Versen auf ihn (dort in der Schreibweise "Isa" und andere Attribute und Namen). Dieses Häufigkeit, die ohne Parallelen in anderen Religionen ist, mag daher rühren, dass der Islam aus judenchristlichen Gruppierungen hervorgegangen ist. Noch der Kirchenvater Johann Damascenus (gestorben 750) betrachtete den Islam als christliche Ketzerei. So kann der christlich-islamische Dialog "von beiden Seiten her auf der Basis der jeweiligen Heiligen Schrift" geschehen bzw. ist schon durch die Abfassung des Koran in Gang gesetzt. Im Folgenden wird der Versuch unternommen, dass Jesusbild im Koran nachzuzeichnen, um herauszuarbeiten, inwiefern sich der Prophet "Isa abu Maryam" von "Jesus von Nazareth" in der Bibel unterscheidet.
Häufig gestellte Fragen
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Information
Inhaltsverzeichnis
- 2. Jesus in den weltlichen Dokumenten S. 3
- 2.1. Tacitus S. 3-4
- 2. Jesus in den weltlichen Dokumenten
- Etwa vierzig Jahre nach Jesu Tod, erwähnten auch einige nichtchristliche Autoren Jesus erstmals. Ihre wenigen Notizen zeigen verschiedene Haltungen, die von Sympathie und neutraler Distanz bis zu Ablehnung und Verachtung reichen. Bei einigen ist unsicher, ob sie sich auf Jesus von Nazaret beziehen und auf eigenen Nachforschungen beruhen oder ob sie lediglich auf christliche Überlieferung reagieren. Deshalb ist ihre Relevanz für die Historische Jesusforschung umstritten. Zumindest geben sie Aufschluss über die Rezeption urchristlicher Jesusüberlieferung in der nichtchristlichen Geschichtsschreibung des 1. und 2. Jahrhunderts. Da die vorliegende Hausarbeit aber nicht die Historische Jesusforschung im Fokus hat, sollen nur zwei der Autoren zu Wort kommen.
- 2.1 Tacitus
- Publius Cornelius Tacitus (55-ca.117 n. Chr.), ein zuverlässiger römischer Historiker,7 Senator, Prokonsul und Statthalter über Asien schrieb um 116 n. Chr. in seinen Annalen im XV. Buch über den Brand Roms (6 Tage lang konnte der Brand nicht gelöscht werden und so wurden von 14 Bezirken 10 fast vollständig zerstört, also ca. 70% der Stadt) und das hartnäckige Gerücht, Nero habe den Brand legen lassen, (der um 64 n. Chr. stattfand) folgendes: