
Einsatz komplexer Unterrichtsverfahren im Ausbildungsbereich der Gesundheits- und Krankenpflege
Eine quantitative Studie an staatlichen berufsbildenden Schulen für Gesundheit und Soziales im Bundesland Thüringen
- 174 Seiten
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Einsatz komplexer Unterrichtsverfahren im Ausbildungsbereich der Gesundheits- und Krankenpflege
Eine quantitative Studie an staatlichen berufsbildenden Schulen für Gesundheit und Soziales im Bundesland Thüringen
Über dieses Buch
Masterarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung, Note: 1, 0, Technische Universität Dresden (Institut für Berufspädagogik und Berufliche Didaktiken), Sprache: Deutsch, Abstract: Um den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden, genügt es nicht mehr, den Lernenden theoretisches Wissen allein, welches in Fächern streng voneinander getrennt und vom beruflichen Handeln losgelöst ist, im theoretischen Ausbildungsbereich zu vermitteln. Durch das 1996 von der Kultusministerkonferenz (KMK) eingeführte Lernfeldkonzept wurde die Fächersystematik in der theoretischen Ausbildung aufgebrochen und durch Lernfelder ersetzt, die sich am beruflichen Handeln orientieren. Das Leitziel der beruflichen Bildung im Lernfeldkonzept ist die Entwicklung einer umfassenden beruflichen Handlungskompetenz, deren Herausbildung durch einen handlungsorientierten Unterricht realisiert wird.Auch in der Pflegeausbildung findet dieses Konzept Anwendung, da die professionell Pflegenden mit ständig neuen Anforderungen in ihrem beruflichen Bereich konfrontiert werden, denen sie adäquat begegnen müssen, um eine professionelle Pflege durchzuführen. Durch die Lernfeldstruktur sollen die Auszubildenden befähigt werden, ihr eigenes Handeln besser zu reflektieren, den Bedürfnissen der Patienten entsprechende Pflegemaßnahmen zu entwickeln, und zu lernen, im Team erfolgreich zu kooperieren. Eine von Witzenbacher 1985 zitierte Untersuchung, die von der American Audiovisuell Society durchgeführt wurde, zeigt eine positive Auswirkung von Handeln auf die Gedächtnisleistung (vgl. Gudjons 2008, S. 61). Den Ergebnissen dieser Untersuchung zu Folge speichern wir 20%, wenn wir es hören, 30%, wenn wir es sehen, 80%, wenn wir es selber formulieren und sogar 90%, wenn wir selber eine Handlung durchführen (vgl. Gudjons 2008, S. 61). Dieser Studie nach sind Handlungen besonders gut geeignet, wenn es darum geht, Wissen im Gedächtnis langfristig abzuspeichern und reproduzierbar zu machen. Nach lernpsychologischer Perspektive steht der Mensch in einer dialektischen Person – Umwelt – Beziehung. Ergo, Person und Umwelt werden als eine untrennbare Einheit verstanden (vgl. ebd., S. 70). Umgang, Aufbau, Veränderungen sowie die Gestaltung und Herstellung von materieller und sozialer Umwelt sind nur durch Handlungen möglich (vgl. ebd., S. 70). Dabei schließt sich Gudjons Aeblis Grundhaltung an: "Denken geht aus dem Tun hervor und wirkt als Handlungsregulation auf dieses zurück." (Gudjons 2008, S. 70) "Der handelnde und der denkende Mensch reflektieren im Zuge des Handelns und Denkens laufend ihr eigenes Tun." (Aebli 1993, S.27) [...]
Häufig gestellte Fragen
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