
Strukturwandel in Partnerschaft und Familie. Entwicklung der Arbeitsteilung in deutschen Haushalten seit den 1950er Jahren
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Strukturwandel in Partnerschaft und Familie. Entwicklung der Arbeitsteilung in deutschen Haushalten seit den 1950er Jahren
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Soziologie - Beziehungen und Familie, Note: 1, 3, Universität Bremen (Sozialforschung), Veranstaltung: Familiale Lebensformen und Lebenslagen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit thematisiert die Entwicklung der Strukturen innerhalb von Partnerschaft und Familie. Nur noch wenige Paare streben das klassische Familienmodell an, bei dem der Mann die Rolle des Haupternährers übernimmt und die Frau sich auf die Reproduktionsarbeit spezialisiert. Egalitärere Einstellungen gegenüber der Rollenverteilung machen sich dadurch bemerkbar, dass Männer vermehrt den Wunsch äußern, sich stärker an der Kindererziehung zu beteiligen. In Anbetracht dieser Entwicklungen stellt sich folgende Frage: Hat das männliche Ernährermodell im heutigen Deutschland ausgedient? Führen die Modernisierungsprozesse in der Gesellschaft zu einer egalitären Aufteilung von Produktions- und Reproduktionsarbeit?Der erste Teil widmet sich der terminologischen Klärung sowie dem Wandel der Lebenslagen und Lebensformen. Anschließend werden verschiedene Arbeitsteilungsmuster deutscher Paarhaushalte sowie Determinanten der männlichen Beteiligung an Erwerbs- und Reproduktionsarbeit in deutschen Paarhaushalten vorgestellt. Theoretische Ansätze der Handlungs- und Rollentheorie dienen der Erklärung von Erwerbskonstellationen und Modellen der Arbeitsteilung. Darauf aufbauend wird mit Hilfe von Daten und Studienergebnissen vertieft auf verschiedene Indikatoren des strukturellen Wandels in Partnerschaften und Familien eingegangen.Das Modell des männlichen Familienernährers verliert im Laufe der Jahrzehnte für einen Großteil der Gesellschaft an Selbstverständlichkeit. Zugleich erodiert das traditionelle Rollenbild der Frau als Hausfrau und Mutter allmählich. Die neuen Emanzipationsbestrebungen und die Öffnung des Bildungs- und Erwerbssystems für Frauen sind mit einem verstärkten weiblichen Interesse verbunden, erworbene Bildungsabschlüsse auf dem Arbeitsmarkt einzusetzen und eine kontinuierliche Erwerbstätigkeit zu verfolgen. Beide Partner werden in Folge vor die Aufgabe gestellt, einen Konsens zu finden zwischen der Verteilung der Erwerbstätigkeit innerhalb der Partnerschaft auf der einen und der Zuteilung der klassischen Aufgaben wie Hausarbeit und Kindererziehung auf der anderen Seite. Dem stehen allerdings in dieser Zeit politische Rahmenbedingungen entgegen, die eine traditionelle Arbeitsteilung und die Ehe als einzig legitimierte Basis familiären Zusammenlebens stärken. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestaltet sich besonders in Westdeutschland auf Grund des mangelhaften Angebots an Kinderbetreuungsmöglichkeiten immer noch schwierig.
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