
Performing Identity. Geschlechterkonstruktionen in populären Musikvideos
- 323 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
Performing Identity. Geschlechterkonstruktionen in populären Musikvideos
Über dieses Buch
Sammelband aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Musikvideos haben sich als ein globales Massenphänomen etabliert. Milliarden von Rezipienten konsumieren diese Videos auf Plattformen wie YouTube oder Clipfish, denn das Medium ist für jede_n frei verfügbar, der_die einen Internetzugang besitzt. Die Videos überzeugen durch ihre ansprechende Bild-Text-Sprache und unterstreichen durch visuelle Mittel die Hauptaussagen des jeweiligen Songs. Die Bandbreite der zu decodierenden Stilmittel kann vom Outfit bis zum Kulissenbild reichen. In jedem Fall bereichern die visuellen Codes die Aussagekraft von Videos. Welche spezifischen Botschaften die Rezipierenden jedoch entschlüsseln, hängt vom Wissensstand und der Disposition der Betrachter ab. Oftmals werden die wahrgenommenen und interpretierten Signale und Zeichen verinnerlicht. Diese im Musikvideo unterschwelligen Botschaften vermitteln starke Aussagen über Geschlechterrollen. Es werden Informationen und Zuschreibungen über die Geschlechter transportiert. Diese Darstellung (doing gender) findet zwangsläufig in jedem Musikvideo statt, wobei sich eine Vielzahl der Videos auf die Heteronormativität beruft. Zudem wird in bestimmten Genres wie Hip-Hop dieses dualistische System durch Hypermaskulinität und Hyperfeminität verstärkt. Ansätze, die diese Geschlechterrollen kritisieren, finden sich selten in populären Clips. Auf der anderen Seite dienen Musikvideos als Identifikationsvorlage. Nach dem Prinzip sex sells werden Lust und Begehren erzeugt, Emotionen vorgegeben und somit Identifikationen angeboten. Dieses geschieht nicht zuletzt durch das Thematisieren von Phantasien, Wünschen und Ängsten der Rezipienten. Der jeweilige Stil wird aus dem Musikvideo kopiert und übernommen. Stars werden verehrt und zu Idolen gemacht. Es gibt zahlreiche Jugendkulturen, deren Gründung auf einzelne Musikvideos zurückzuführen ist.
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