
Eine Darstellung des Frauenlebens im 18. Jahrhundert
Eine Analyse mit zwei Briefauszügen
- 26 Seiten
- German
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Eine Darstellung des Frauenlebens im 18. Jahrhundert
Eine Analyse mit zwei Briefauszügen
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Universität Leipzig, Sprache: Deutsch, Abstract: Das 18. Jahrhundert in Europa ist geprägt von vielen einschneidenden Ereignissen und einem daraus resultierenden Identitäts- und Wertewandel, weshalb es auch als das Zeitalter der Aufklärung bezeichnet wird. Als Grundlagen dieser kulturellen Veränderung sind das vernunftorientierte Denken und das Streben nach Freiheit beziehungsweise Wahrheit zu nennen. Ausgelöst durch die in Frankreich entwickelten neuen Ideale zur menschlichen Erkenntnis, dehnten sich diese Vorstellungen auch in deutschen Gebieten aus. Ein weiterer Grund für die Entstehung einer veränderten europäischen Gesellschaftskultur ist die Verbreitung des Buchdrucks, welcher die steigende Alphabetisierung zur Folge hatte. Eine Folge dieser Entwicklung war auch ein gesteigertes Engagement der breiten Bevölkerungsschichten für politische und gesellschaftliche Problemstellungen. Eine thematisierte Fragestellung betraf demzufolge auch die Rolle der Frau in Bezug auf die wachsende Gelehrsamkeit. In den vergangenen Jahrhunderten wurde das weibliche Geschlecht auf die Verrichtung ihrer häuslichen Pflichten reduziert und das individuelle Potenzial der meisten Frauen ignoriert. Es bildeten sich Diskussionen zur weiblichen Bestimmung in der Gesellschaft heraus, welche allerding zunächst nicht von den Frauen selbst ausgingen. Diesen aufkommenden Geschlechterdebatten folgte in der Spätaufklärung, welche die letzten Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts umfasst, stürmische Gegenreaktionen. Im Jahre 1807 schrieb Johann Wolfgang von Goethe in seinem Schauspiel "Torquato Tasso": "Nach Freiheit strebt der Mann, das Weib nach Sitte". Dieses Zitat bringt die Problematik der Geschlechterverhältnisse auf den Punkt. Es liegt in der Natur des Mannes durch seine Freiheit etwas Bedeutendes zu erreichen. Dagegen hält sich die Frau nach Goethe an moralische, traditionsgebundene Verhaltensnomen und ist demnach abhängiger von der Gesellschaft. Hier wird das ungleiche Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern deutlich. Im Verlauf dieser Arbeit möchte ich durch zwei Briefanalysen untersuchen, inwieweit diese Auffassung über das Rollenverständnis von einem weiblichen, wie auch männlichen Vertreter jener Zeit getragen wird. Jedoch erfordert dies zunächst eine kurze Erläuterung zur Bedeutung des Briefes als Kommunikationsmedium, der ich mich im folgenden Punkt widmen werde.
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