
Diachrone Bildanalyse historischer Herrschaftsinszenierungen. Symptomatische Kehrtwende vom monarchischen Selbstbildnis zur volksnahen Darstellung
- 52 Seiten
- German
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Diachrone Bildanalyse historischer Herrschaftsinszenierungen. Symptomatische Kehrtwende vom monarchischen Selbstbildnis zur volksnahen Darstellung
Über dieses Buch
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 2, 3, Universität Paderborn, Sprache: Deutsch, Abstract: Bilder werden im heutigen Schulunterricht in zahlreichen Fächern in großer Zahl eingesetzt und ihre Verwendungsmöglichkeiten scheinen dabei grenzenlos zu sein. Jeder Lehrer und jede Lehrerin wird in der beruflichen Laufbahn die unterschiedlichsten Erfahrungen mit diesem Medium machen und dabei feststellen, wann und mit welcher Intention bestimmte Bilder mehr oder weniger für die jeweilige Unterrichtssequenz geeignet sind. Auch die Medienforschung ist schon seit geraumer Zeit mit der Erarbeitung dieses Themengebietes beschäftigt, doch in der Literatur lässt sich bisher keine einheitliche Meinung hierzu finden. Auf den speziellen Bildeinsatz im spezifischen Teil einer Unterrichtsstunde des Geschichtsunterrichts wird im Kapitel 2.2 näher eingegangen. In diesem Zusammenhang vertreten Pandel und Sauer ihre Standpunkte, wann und mit welcher Intention ein Bild in den Geschichtsunterricht eingebunden werden kann. In der Literatur werden Bildern gewisse Stärken und Schwächen zugeschrieben, doch mit der richtigen Intention können diese Eigenschaften in den Hintergrund rücken. Im Kapitel 5 wird detailliert auf die einzelnen Stärken und Schwächen eingegangen und welche Folgen diese für die Kompetenzbereiche in der Schule haben. So wie heutzutage historische Bilder im Geschichtsunterricht eingesetzt werden, um historisches Lernen zu ermöglichen, so wurden diese schon seit Jahrtausenden von Herrschenden aus anderen Gründen eingesetzt: Zur Demonstration und Legitimation ihrer Macht. Aus der Antike sind Abbilder großer Herrscher in gemeißelten Skulpturen und Kolossalfiguren überliefert. Im Mittelalter wurden religiöse Ansichten in die Bilder eingearbeitet, um eine durch Gott legitimierte Herrschaft zu inszenieren. In der Frühen Neuzeit änderte sich der Herrschaftsausdruck im Bild erneut. Priorität hatte in den Historiengemälden dieser Zeit der Herrscher mit all seinem dargestellten Glanz und Prunk. Nahezu jedes Detail auf den Bildern war ein Symbol der Macht und betonte die Unantastbarkeit der abgebildeten Person. In der jüngeren Geschichte wurde das Bild weiterhin als Mittel zum Zweck der Herrschaftslegitimation eingesetzt. Neu war jedoch, vor allem im Nationalsozialismus, die Einbettung der jetzt vornehmlich fotografischen Herrscherdarstellung in eine umfassende, massenmedial umgesetzte Propagandastrategie. Speziell Hitler wusste diesen Fortschritt der Technik für sich einzusetzen, worauf im Kapitel 3.3 noch näher eingegangen wird.
Häufig gestellte Fragen
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