
Der Einfluss der Literatur auf das Menschenbild der amerikanischen Ureinwohner bei der Entdeckung Amerikas
Mensch und Tier in der Spanischen Spätscholastik
- 50 Seiten
- German
- PDF
- Über iOS und Android verfügbar
Der Einfluss der Literatur auf das Menschenbild der amerikanischen Ureinwohner bei der Entdeckung Amerikas
Mensch und Tier in der Spanischen Spätscholastik
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 13 Punkte, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Veranstaltung: Rechtsgeschichte des Tieres, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Laufe der Arbeit soll untersucht werden, ob die Indios bei der Entdeckung Amerikas tatsächlich als Tiere gesehen wurden und aufgrund welcher Umstände sich diese Ansicht verändert hat und welche Rolle die Autoren der Spanischen Spätscholastik dabei einnahmen. Für uns ist heute relativ klar, was ein Mensch und was ein Tier ist – zumindest auf den ersten Blick. Niemand würde heute auf die Idee kommen, einer bestimmten Bevölkerungsgruppe das Menschsein abzusprechen. Bei genauerer Betrachtung fällt diese Trennung jedoch nicht so leicht. So wird die Gefährdungshaftung des Tierhalters in § 833 BGB auf die tierische Unberechenbarkeit zurückgeführt, die auf dem willkürlichen Verhalten eines Tieres beruht, das von keinem vernünftigen Wollen geleitet wird. Aber Tiere verhalten sich nicht nur unberechenbar und willkürlich, sondern zeigen manchmal Verhaltensweisen, die uns irgendwie "menschlich" vorkommen. So können manche Tierarten, beispielsweise Schimpansen, durchaus Werkzeuge benutzen. Bereits seit der Antike denken Philosophen über die Frage nach, was den Menschen ausmacht. Diese Frage ist heute immer noch nicht abschließend geklärt. Im Gegenteil gibt es sogar Bestrebungen z.B. des Philosophen Peter Singer, die Trennlinie von Mensch und Tier zu verschieben bzw. neu zu ziehen. Dies kann jedoch nicht willkürlich geschehen, sondern bedarf bestimmter Kriterien, die eine gewisse Sinnhaftigkeit beinhalten. Die Frage, was den Menschen vom Tier unterscheidet, ist von Philosophen in der Geschichte immer wieder gestellt worden. So auch von spanischen Gelehrten, die sich mit einem zu ihrer Zeit aktuellen Problem befassen mussten: der Entdeckung Amerikas. Die Bewohner dieser Neuen Welt mussten in das Weltbild der Europäer eingeordnet werden. Aufgrund ihrer fremden Sitten und Bräuche wurden häufig auch Tiervergleiche gezogen. In der einsetzenden Diskussion wurde somit auch die Eigenschaft des "Menschseins" thematisiert. Zunächst soll der historische Kontext erläutert werden, um sodann einige Quellen vorzustellen, welche die Indios als Tiere darstellen. Danach werden die Werke von zwei Vertretern der Spanischen Spätscholastik im Hinblick darauf untersucht, welche Aussagen sich darin über den Unterschied von Mensch und Tier finden lassen, und wie diese Texte die Diskussion um die Indiofrage beeinflusst haben.
Häufig gestellte Fragen
- Elementar ist ideal für Lernende und Profis, die sich mit einer Vielzahl von Themen beschäftigen möchten. Erhalte Zugang zur Basic-Bibliothek mit über 800.000 vertrauenswürdigen Titeln und Bestsellern in den Bereichen Wirtschaft, persönliche Weiterentwicklung und Geisteswissenschaften. Enthält unbegrenzte Lesezeit und die Standardstimme für die Funktion „Vorlesen“.
- Pro: Perfekt für fortgeschrittene Lernende und Forscher, die einen vollständigen, uneingeschränkten Zugang benötigen. Schalte über 1,4 Millionen Bücher zu Hunderten von Themen frei, darunter akademische und hochspezialisierte Titel. Das Pro-Abo umfasst auch erweiterte Funktionen wie Premium-Vorlesen und den Recherche-Assistenten.
Bitte beachte, dass wir Geräte, auf denen die Betriebssysteme iOS 13 und Android 7 oder noch ältere Versionen ausgeführt werden, nicht unterstützen können. Mehr über die Verwendung der App erfahren.