
Die Skateboardingszene der DDR. Protestform gegen den leistungsorientierten sozialistischen Einheitssport
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Die Skateboardingszene der DDR. Protestform gegen den leistungsorientierten sozialistischen Einheitssport
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte, Note: 1, 3, Universität Potsdam (Historisches Institut), Veranstaltung: Alltags- und Sozialgeschichte der DDR, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern das Skateboarden in der DDR als informeller selbstbestimmter Sport als Protestform gegen den leistungsorientierten sozialistischen Einheitssport aufgefasst werden kann. Dabei soll Verständnis für das zugrundeliegende sozialistische Menschenbild geschaffen werden, um anschließend die Rolle des Sports darin aufzuzeigen. Dem folgt die Beschreibung der Strukturierung des DDR-Sportsystems, wobei das Leistungssportsystem und die Nachwuchsförderung von Kindern und Jugendlichen besonders hervorzuheben sind. Vor diesem Hintergrund wird anschließend auf die Skateboardszene der DDR eingegangen.Spätestens seit dem fiktiven Dokumentarfilm "This ain´t california" ist vielen Menschen bekannt, dass es das amerikanische Phänomen des Skatens auch in der DDR gegeben hat. Der Film zeigt in einer Mischung aus Originalaufnahmen und schauspielerisch nachgestellten Szenen, wie sich aufgrund dieser Sportart eine ostdeutsche Skaterszene herausgebildet hat.Abseits gesellschaftlicher Normvorstellungen des Kollektivlebens, war es der Versuch, Freiheit über individuelle Ausdrucksmöglichkeiten zu erlangen. In der körperlichen Tätigkeit der Sportausübung, in der Freizeitgestaltung, in der Kleidung und Musikwahl und in der Wahl der gemeinsamen Treffpunkte. Alles Bereiche, in die das DDR-Regime, durch starken Eingriff in die Lebensgestaltung seiner Bürger, versuchte, die Gestaltungshoheit nach sozialistischen Wertemaßstäben zu gewinnen.Besonders der Bereich des Sports war im Osten ein auffällig durchstrukturiertes Ordnungssystem, in dem es fernab der kontrollierten Sportverbände eigentlich keine Möglichkeiten gab, Sport zu treiben. Noch dazu galt das Thema Sport als messbarer Erfolgsfaktor im "Wettkampf der Systeme" zwischen Ost und West und war daher außenpolitisch von besonderer Bedeutung. Wenn sich nun junge Menschen der DDR diesen formellen Strukturen entziehen und beginnen, informell Sport zu treiben, kann dies sicher als Besonderheit und als Protest gegen diese Strukturen gelten.
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