
Obdachlosigkeit in Berlin und Potsdam. Ein eigener Habitus?
Eine Beobachtungsstudie obdachloser Menschen
- 28 Seiten
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Obdachlosigkeit in Berlin und Potsdam. Ein eigener Habitus?
Eine Beobachtungsstudie obdachloser Menschen
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur, Note: 1, 0, Universität Potsdam (Sozialwissenschaftliches Institut), Veranstaltung: Soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Differenzierung, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Forschungsinteresse galt dem Alltagsleben obdachloser Menschen, im Sinne ihres Ess-, Trink-, Aufenthalts- und Kleidungsverhaltens. Auffällig ist, dass in sozialstrukturellen Modellen der Gliederung von modernen Gesellschaften soziale Randgruppen teilweise nicht berücksichtigt sind. Als Hintergrund dessen kann man eruieren, dass Sozialstrukturanalyse immer noch auf Grundlage von Einkommen und Status der Erwerbsarbeit fußt. Da sich aber obdachlose Menschen ohne festen Wohnsitz und meist ohne Erwerbsarbeit durchs Leben bewegen und daher gesellschaftlichen Normen der Behausung und Grundsicherung widersprechen, gilt dieses Lebensmodell als abnorm und fällt aus Sozialstrukturmodellen heraus. Allein darin steckt bereits die soziale Ungleichheit: In einem sozialstrukturellen Gesellschaftsmodell nicht erfasst und daher soziologisch nicht besonders wahrgenommen zu werden. Hier drückt sich bereits gesellschaftliches Desinteresse aus. Daher war es mir ein besonderes Anliegen, diese soziale Gruppe stärker soziologisch unter die Lupe zu nehmen: Wie organisieren obdachlose Menschen ihren Tagesablauf? (Wenn doch nichts strukturell durch Ausbildung oder Erwerbsarbeit vorgegeben ist.) Wie kommen diese an lebensnotwendige Dinge wie Essen, Kleidung, Getränke und Schlafplatz und wie werden diese konsumiert? Wie ist das Verhalten untereinander in der Gruppe? Welchen Lebensstil also legen obdachlose Menschen an den Tag? Pierre Bourdieu konnte in seinen Forschungen feststellen, dass Milieus und soziale Gruppen ihre Zugehörigkeit und Abgrenzung untereinander durch einen bestimmten Habitus deutlich machen. Das also die Mitglieder einer bestimmten sozialen Gruppe einen bestimmten Habitus entwickeln, der sich in Kleidung, Nahrung, Konsumverhalten, Gestik und Mimik usw. ausdrückt. Haben demnach obdachlose Menschen einen eigenen Habitus? Wie spiegelt sich die Lebenswirklichkeit in diesem Habitus wieder? Diesen Fragen versucht die Arbeit Antwort zu geben, die ein Angebot sind, die Lebenswelt obdachloser Menschen zu deuten.
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