
Zwischen Legende und Wirklichkeit. Inwiefern nutze Skanderbeg die Fremd- und Eigeninszenierung seiner Person zur Interessensverwirklichung?
- 26 Seiten
- German
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Zwischen Legende und Wirklichkeit. Inwiefern nutze Skanderbeg die Fremd- und Eigeninszenierung seiner Person zur Interessensverwirklichung?
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2, 3, Ruhr-Universität Bochum, Sprache: Deutsch, Abstract: Georg Kastriota (1405 – 1468) ging unter vielen Namen in die Geschichte Südosteuropas ein. Iskender, Athleta Christi aber vor allem Skanderbeg benennen einen Mann, der unter anderem mit Bauern- und Hirtenkriegern an seiner Seite den Widerstand gegen die osmanischen Sultane im albanischen Hochland anführte. Aufgewachsen in einer Zeit in der der Wille zum Widerstand gegen die Osmanische Herrschaft wuchs und nur mit der führenden Flottenmacht Venedigs an der Adria eine Chance hatte, spielt er bis heute eine wichtige Rolle im albanischen Selbstverständnis und wird dort als Freiheitskämpfer und Held verehrt.Die Quellenlage für das 15. Jahrhundert gibt nur spärlich Auskunft über den einstigen Widerständler und muss stets kritisch begutachtet werden. Je weiter er in seiner Karriere voranschritt, desto mehr wurde von ihm schriftlich festgehalten und in einem besonderen Licht dargestellt. So stützen beispielsweise Volkslieder aus Südosteuropa die bisher einseitige Darstellung Skanderbegs als Nationalheld als auch die albanischen Kleriker Marinus Barletius und Demetrio Franco, die in ihren Biographien das Bild eines Helden, wohlgemerkt erst nach Lebzeiten Georgs, legendenhaft ausschmückten. Neue Funde stellen den albanischen Fürsten allerdings in ein weniger rühmliches Licht.Die neue Forschungstendenz, unter anderem dargestellt von Oliver Jens Schmitt, auf dessen Werken diese Arbeit beruht, vermutet Blutrache als Hauptmotiv Skanderbegs, was in Albanien eine starke Gegenreaktion hervorrief. Unter diesem neuen Licht betrachtet wandeln sich Skanderbegs Taten zu einem Balanceakt zwischen den Großmächten Venedig, Neapel, Ungarn und dem Osmanischen Reich, um seine eigentlichen Absichten zu verschleiern. Unter kritischer Berücksichtigung der neuen Quellenlage wird in dieser Arbeit nicht nur versucht hinter der inszenierten Figur Skanderbeg zu blicken. Stattdessen wird die verwendete Terminologie, die im Umgang mit den damaligen Großmächten um Georg Kastriota fällt, herausgearbeitet und hinterfragt.
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