
Der Kibbutz. Eine gelebte Utopie?
Die Kibbutzidee und ihre Umsetzung von der ersten Alija bis in die 70er Jahre
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Der Kibbutz. Eine gelebte Utopie?
Die Kibbutzidee und ihre Umsetzung von der ersten Alija bis in die 70er Jahre
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 2, 0, Universität Stuttgart (Historisches Institut), Veranstaltung: Geschichte Israels, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Kibbutz repräsentiert als genuin israelische Genossenschaftssiedlung mit ursprünglich landwirtschaftlichem Schwerpunkt den Versuch die zionistische Besiedlung Palästinas nach dem Vorbild einer kollektiven egalitären Gesellschaftsutopie sozialistischen Zuschnitts zu gestalten. In die Kibbutzidee sind neben zionistischem und sozialistischem Gedankengut unterschiedliche konzeptionelle und theoretische Ansätze, etwa aus der Reformpädagogik und der Psychoanalyse, eingeflossen. Es ging den Pionieren der Kibbutzbewegung, die anfangs fast ausschließlich aus Osteuropa vor Pogromen und Diskriminierung nach Eretz Israel flohen, um nichts weniger, als für den erhofften jüdischen Nationalstaat auf palästinensischem Boden einen "neuen Menschen" zu schaffen. Dieser neue Mensch sollte nach dem Grundsatz "gib nach deinen Fähigkeiten und empfange nach deinen Bedürfnissen" in kollektiver Selbstarbeit, grundsätzlicher Geschlechtergleichheit und ohne Privatbesitz die kargen oder sumpfigen Böden Palästinas urbar machen.Trotz der Tatsache, dass der Anteil der zionistischen Siedler, die im ehemaligen Palästina und späteren Israel in Kibbutzim lebten, damals wie heute eine kleine Minderheit darstellt, hat der Kibbutz als einzigartige Lebensgemeinschaft und Verwirklichung einer sozialistischen Utopie weltweite Bekanntheit erreicht und eine bedeutende Rolle auf dem Weg zum israelischen Nationalstaat gespielt.Angesichts dieser utopischen Ideale drängt sich natürlich die Frage auf, ob und wie die verschiedenen Kibbuzim diesen in der praktischen Umsetzung gerecht werden konnten. In der Folge sollen nun zunächst in einem ersten Teil die ideengeschichtlichen Einflüsse der Kibbutzbewegung näher untersucht werden. Hier wird der Fokus auf Bewegungen und Institutionen des 19. Jahrhunderts in Ost- und Westeuropa liegen, die das soziale Milieu der Kibbutzgründer entscheidend prägten. In diesem Kontext ist auch die Situation der Juden in der Diaspora in den Blick zu nehmen, die zunächst im Osten später auch massiv im Westen von Diskriminierung und Verfolgung geprägt war und schließlich den Zionismus für viele Juden als Rettungsidee erscheinen ließ.
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