
Platons Höhlengleichnis als Paradigma. Visualität und Wirklichkeitskonstruktionen im populären US-Film "The Matrix"
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Platons Höhlengleichnis als Paradigma. Visualität und Wirklichkeitskonstruktionen im populären US-Film "The Matrix"
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1, 0, Universität Paderborn, Sprache: Deutsch, Abstract: Unter dem Begriff "Visualität", um den es zentral in der nachfolgenden Arbeit gehen wird, versteht man laut Duden grundlegend den "Gesamtbereich der optischen Wahrnehmung, Auffassung und Vorstellung". Er bezeichnet folglich eine Sinneswahrnehmung mittels der Augen, die die Menschen die vor ihnen liegende Welt zunächst objektiv wahrnehmen und ein Weltbild entstehen lässt. Eine Auffassung oder Vorstellung dessen unterliegt allerdings auch subjektiven Empfindungen, je nachdem, welches Weltbild im Kopf des Rezipienten vorherrscht. Eine visuelle Wahrnehmung kann zudem, wie man speziell im Bereich von Literatur und Film erfährt, getrübt und eingeschränkt werden, wodurch das Subjekt zu der Frage gelangen kann, was überhaupt real und was Fiktion ist. Wir haben es also mit einem sehr komplexen Feld zu tun, das nicht nur medienwissenschaftlichen, sondern auch philosophischen Fragestellungen unterliegt, die näher analysiert werden sollen. Thema der Arbeit sind die Visualität und Wirklichkeitskonstruktionen im populären US-Film am Beispiel von "The Matrix" unter Rückkopplung auf das "Höhlengleichnis" des Philosophen Platon. Es wird der zentralen Fragestellung nachgegangen, inwiefern durch visuelle Darstellungsweisen eine Wirklichkeit im Spiel mit Fiktion in den Medien Literatur und Film konstruiert werden kann. Dazu wurde zunächst die Arbeit "Visualität in Literatur und Film: Eine medienkomparatistische Untersuchung moderner Erzähltexte und ihrer Verfilmungen" von Sandra Poppe analysiert, um einen theoretischen Hintergrund zu schaffen und Gemeinsamkeiten sowie Übergänge zwischen den Medien Literatur und Film herauszustellen. Im dritten Kapitel werden Poppes Erkenntnisse schließlich auf das Sehen und "Nicht-Sehen" im platonischen Höhlengleichnis sowie auf den Film "The Matrix" übertragen. Die Konstruktion von Wirklichkeitsmodellen in Abgrenzung zur Fiktion durch die Visualität soll dabei im Vordergrund stehen.
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