
Über die "buoze" in "Gregorius". Der Erzähler als Vermittler zwischen Autor, Gegenstand und Rezipient
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Über die "buoze" in "Gregorius". Der Erzähler als Vermittler zwischen Autor, Gegenstand und Rezipient
Über dieses Buch
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Mittelalterliche Literatur, Note: 1, 7, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Der "Gregorius" gehört heute zu den meistrezipierten mittelhochdeutschen Verslegenden und bildet innerhalb der Hartmannschen Werkchronologie sein zweites großes Hauptwerk. Neben "Erec", "Iwein" und dem "Armen Heinrich" zählt er zu den bekanntesten Werken von Hartmann von Aue und hat, wie die ersten zwei genannten Erzählungen, seinen schriftlichen Ursprung im Altfranzösischen. Datiert um 1186 bis 1190, kombiniert Hartmann im Gregorius Weltlich-Ritterliches mit Geistlichem und Legendhaften und verleiht der Erzählung somit einen anderen besonderen Charakter, der sie von den anderen Hauptwerken abgrenzt. Ein besonderes Element des "Gregorius" bildet die buoze. Sie wird neben der Schuldthematik breit diskutiert und führte in der Forschung zu sehr unterschiedlichen Ansichten. Belebt und gestaltet wird sie vom Hartmannschen Erzähler, der in den Bußszenen eine Art Vermittlerrolle zwischen dem Autor und dem Leser einerseits sowie dem Gegenstand und dem Leser andererseits einzunehmen versucht. Die folgende Arbeit legt den Schwerpunkt auf diesen Erzähler: Sie geht der Frage auf den Grund, wie die Erzählerfigur (und damit auch das Erzähler-Ich) im Kontext der Bußszenen dargestellt wird. Zunächst erfolgt eine Einführung, die den Stellenwert der buoze im historischen Kontext der Verslegende anspricht. Im weiteren Verlauf wird die Bedeutungsdimension derselben zusammenfassend skizziert. Hartmann von Aue macht den Leser bereits im Prolog seines Werkes darauf aufmerksam, welchen Platz die buoze in seinem Werk einnimmt. Neben den bekannten Hauptfiguren lässt er auch einige Nebenfiguren Buße leisten, deren Intensität von der hierarchischen Ordnung der Figuren abzuhängen scheint. Diesem Zusammenhang widmet sich ein weiterer Abschnitt. Das anschließende vierte Kapitel richtet den Blick auf die Erzählerfigur: Es wird verdeutlicht, wie die buoze ihn formt, bevor die Beziehung zwischen dem Erzähler und dem Erzählten erhellt wird. Schließlich wird im Schlussteil der Fokus auf die Rezipientenwirkung gelegt. Welchen Eindruck macht der Erzähler auf den Leser? Welche Rolle spielt dabei die buoze? Das sind Fragen, die in diesem Abschnitt beantwortet werden. Das letzte Kapitel erweitert den Rahmen und beleuchtet die Funktion der Erzählerfigur im Gesamtkontext des "Gregorius".
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