
Der chilenische Volksentscheid (1988). Alternativen und Risiken der gemäßigten Regimetransformation in Chile
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Der chilenische Volksentscheid (1988). Alternativen und Risiken der gemäßigten Regimetransformation in Chile
Über dieses Buch
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 2, 3, Universität zu Köln (Iberische und Lateinamerikanische Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Stabilität der chilenischen Wirtschaft, ihre Modernität und die Ablösung der siebzehnjährigen Militärdiktatur drängen nicht allzu selten in den medialen Vordergrund. Dieser "Ablösungsprozess" wird hier behandelt. Es stellt sich heraus, dass der Volksentscheid aus dem Jahre 1988 ein entscheidendes Teilereignis im Prozess der Regimetransformation in Chile darstellt. Es ist bekannt, dass diese Volksabstimmung zu Ungunsten des Diktators Pinochet ausfiel und die Demokratisierung in Chile einleitete. Der Art und Bedeutung dieses Ereignisses möchte ich auf die Spur kommen, sodass beim Leser nicht nur "Wissen" sondern ein "Nachempfinden" zu Trage kommt. Ich vertrete die These, dass dem Plebiszitereignis von 1988 vor dem Hintergrund des äußerst langlebigen autoritären Regimes keine Selbstverständigkeit, sondern eine entscheidende Bedeutung zugeschrieben werden kann. Um das Ausmaß dieser Bedeutung enthüllen zu können, erscheint es plausibel zu hinterfragen, welche Risiken mit der hier zu analysierenden Volksabstimmung verbunden waren, die das Ergebnis, nämlich dass das Volk gegen die Verlängerung der Präsidentschaft von Pinochet um weitere acht Jahre gestimmt hatte, nicht selbstverständlich erscheinen lassen. Es stellt sich die weiterführende Frage, was wäre, wenn die Opposition die Volksabstimmung von 1988 nicht gewonnen hätte und Pinochet, wie vorgehabt weiter im "Amt" geblieben wäre und ob es überhaupt Alternativen zu dieser Volksabstimmung gab. So sollen, nachdem die Risiken und Alternativen geklärt worden sind, die Gründe genannt werden, warum das Volk erfolgreich gegen Pinochet stimmen konnte. Wie sich herausstellen wird, sind der Volksentscheid von 1988 und die ihm gewidmete Wahlkampagne als Teil einer bewusst gewählten Strategie zur Re-Demokratisierung des Landes zu verstehen, die es erlaubt über die gewählten kooperativen Methoden und die ihnen zugrunde liegende soziale Feinfühligkeit zu staunen und die Bedeutung des Plebiszitereignisses adäquat nachempfinden zu können. Es soll in diesem Zusammenhang die interessante Tatsache erwähnt werden, dass die Regimetransformation in Chile mit der Entscheidung Wahlen abzuhandeln im Kontrast zu anderen Lateinamerikanischen Ländern, wo die Diktatur gewaltsam abgelöst wurde, einen friedlichen bzw. gemäßigten Charakter aufwies.
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